Wenn du ein Wort schreiben willst, musst du hören, aus welchen Lauten es besteht. Genau dabei helfen Anlaute und eine Anlauttabelle. Diese Seite erklärt dir Schritt für Schritt, wie du vom Hören zum Schreiben kommst, ohne dich von Buchstabenbildern verwirren zu lassen.
- Ich kann erklären, was ein Anlaut ist.
- Ich kann den ersten Laut eines Wortes bewusst hören.
- Ich kann eine Anlauttabelle zum Schreiben einfacher Wörter nutzen.
- Ich kann unterscheiden, ob ein Buchstabe und ein Laut wirklich zusammenpassen.
- Ich kann typische Stolperstellen wie Sch, St, V und lange oder kurze Vokale erkennen.
Was ist ein Anlaut?
Ein Anlaut ist der erste Laut, den du am Anfang eines Wortes oder einer Silbe hörst. Das ist nicht immer genau dasselbe wie der erste Buchstabe. Beim Schreiben musst du deshalb zuerst hören und dann den passenden Buchstaben suchen.
Wenn du "Sonne" sagst, hörst du am Anfang den Laut S. Wenn du "Schule" sagst, hörst du am Anfang Sch. Dieser Laut wird mit drei Buchstaben geschrieben, zählt aber als ein Anfangslaut.
Anlaut
Der Anlaut ist der erste hörbare Laut eines Wortes oder einer Silbe. Er hilft dir, den passenden Buchstaben oder die passende Buchstabengruppe zu finden.
Sprich die Wörter langsam:
Maus: Am Anfang hörst du M.
Igel: Am Anfang hörst du I.
Schaf: Am Anfang hörst du Sch.
Auto: Am Anfang hörst du Au.
Du siehst: Ein Anlaut kann aus einem Buchstaben bestehen, aber auch aus mehreren Buchstaben.
Beim Anlaut zählt, was du am Anfang hörst. Nicht jedes Wort beginnt mit einem einzelnen Buchstaben-Laut.
Wie hörst du den Anlaut?
Viele Kinder schauen zuerst auf das geschriebene Wort. Beim Anlaut ist aber dein Ohr wichtiger. Sprich das Wort langsam, ziehe den Anfang ein wenig lang und halte kurz beim ersten Laut an.
Das hilft besonders bei Wörtern, die schnell gesprochen werden. Du darfst das Wort wie ein Gummiband ziehen: Mmm-aus, Sss-onne, Sch-sch-schule. Danach fragst du: Was kam zuerst aus meinem Mund?
Anlaut finden bei "Tasse":
- Sprich das Wort langsam: T-a-s-s-e.
- Höre auf den ersten Laut: T.
- Suche in der Anlauttabelle ein Bild mit T, zum Beispiel T wie Tiger oder Tasse.
- Schreibe den Buchstaben T.
Für den Anfang reicht es, den ersten Laut sicher zu finden. Später hörst du auch die nächsten Laute im Wort.
Manche Anlaute klingen kurz, andere lang. A in "Affe" klingt anders als A in "Ameise". Beide Wörter beginnen trotzdem mit A. Deshalb haben manche Anlauttabellen mehrere Bilder für denselben Buchstaben oder Laut.
Was ist eine Anlauttabelle?
Eine Anlauttabelle ist eine Übersicht mit Buchstaben, Lauten und Bildern. Neben einem Buchstaben steht ein Bild, dessen Name mit diesem Laut beginnt. Das Bild hilft dir, den Buchstaben zu finden.
Beispiel: Neben L steht vielleicht ein Löwe. Wenn du bei "Lampe" am Anfang L hörst, suchst du L wie Löwe und schreibst L.
Anlauttabelle
Eine Anlauttabelle ist eine Tabelle mit Buchstaben oder Buchstabengruppen und passenden Bildern. Sie hilft beim Hören, Finden und Schreiben von Lauten.
So benutzt du die Tabelle:
Du möchtest "Lama" schreiben.
- Sprich: L-a-m-a.
- Erster Laut: L. Suche L wie Löwe. Schreibe L.
- Nächster Laut: A. Suche A wie Apfel. Schreibe A.
- Nächster Laut: M. Suche M wie Maus. Schreibe M.
- Letzter Laut: A. Schreibe A.
Ergebnis: LAMA.
Am Anfang sind solche Schreibversuche normal. Sie zeigen, dass du Laute hörst und passende Buchstaben suchst.
Schwierige Anlaute
Einige Anlaute sind knifflig, weil ein Laut mit mehreren Buchstaben geschrieben wird oder weil ein Buchstabe verschieden klingen kann.
Sch in Schule ist ein Laut, aber drei Buchstaben. St in Stern klingt am Anfang oft wie Scht. Sp in Spinne klingt oft wie Schp. V kann wie F klingen, zum Beispiel in Vogel, oder wie W, zum Beispiel in Vase.
Entscheidungshilfe:
Schaf beginnt nicht mit S wie Sonne, sondern mit Sch. Du hörst am Anfang einen eigenen Sch-Laut.
Vogel beginnt mit einem F-Laut, wird aber mit V geschrieben. Deshalb hilft hier ein passendes Tabellenbild besonders.
Ente und Esel beginnen beide mit E. In Ente klingt das E kurz, in Esel lang. Beide gehören trotzdem zu E.
Bei schwierigen Wörtern darfst du zweimal prüfen: Was höre ich? Und wie zeigt es meine Anlauttabelle?
Vom Anlaut zum ganzen Wort
Die Anlauttabelle hilft nicht nur beim ersten Laut. Du kannst damit nach und nach alle Laute eines einfachen Wortes suchen. Besonders gut klappt das bei lautgetreuen Wörtern, also bei Wörtern, die ziemlich genau so geschrieben werden, wie man sie hört.
Nicht jedes Wort ist am Anfang geeignet. "Fuchs" oder "Vater" sind schwieriger als "Mimi", "Lama" oder "Sofa", weil nicht alle Schreibungen direkt hörbar sind.
Gemeinsam schreiben: "Sofa"
Sage das Wort langsam: S-o-f-a.
S: Suche S wie Sonne.
O: Suche O wie Ofen.
F: Suche F wie Fisch.
A: Suche A wie Apfel.
Jetzt steht SOFA.
Probe: Lies die Buchstaben wieder zusammen. Klingt es wie Sofa?
Wenn du beim Schreiben einen Laut hörst, aber den Buchstaben noch nicht findest, ist das kein Fehler im Denken. Dein Ohr arbeitet schon. Die Tabelle ist dann wie eine Suchkarte: Sie hilft dir, den gehörten Laut einem Zeichen zuzuordnen.
Üben ohne Frust
Anlaute hören braucht Übung. Manche Kinder hören den ersten Laut sofort, andere brauchen viele Wiederholungen. Das ist normal. Wichtig ist, nicht zu raten, sondern immer wieder langsam zu sprechen.
Gute Übungen sind: Wörter mit gleichem Anlaut sammeln, Gegenstände nach Anlaut sortieren, den eigenen Namen abhören, Bilder mit demselben Anfang verbinden oder ein Wort gemeinsam an der Tafel "auseinanderziehen".
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Zusammenfassung
Ein Anlaut ist der erste Laut eines Wortes. Mit einer Anlauttabelle findest du zu diesem Laut den passenden Buchstaben oder die passende Buchstabengruppe.
Der wichtigste Trick ist langsames, genaues Sprechen. Erst hörst du, dann suchst du das passende Bild, dann schreibst du. Bei schwierigen Anlauten wie Sch, St, Sp oder V hilft dir die Tabelle besonders, weil Laut und Buchstaben nicht immer ganz einfach zusammenpassen.
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