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Deklination

Wie passt man Substantive, Pronomen und Adjektive an Kasus, Numerus und Genus an? Die wichtigsten Beugungsregeln kompakt zusammengefasst.

Deklination klingt wie ein Fachwort aus der Grammatik, begegnet dir aber in fast jedem Satz. Aus der gute Freund wird dem guten Freund, weil sich Artikel, Adjektiv und Nomen an ihre Aufgabe im Satz anpassen.

Nach dieser Erklärung weißt du, welche Wörter dekliniert werden, welche Merkmale eine Rolle spielen und wie du Formen in Prüfungsaufgaben begründest.

Deine Lernziele
  • Ich kann erklären, was Deklination bedeutet.
  • Ich kann Kasus, Numerus und Genus als Merkmale der Deklination benennen.
  • Ich kann Nomen, Artikel, Adjektive und Pronomen als deklinierbare Wörter erkennen.
  • Ich kann einfache Formen in den vier Fällen bestimmen.
  • Ich kann in gemischten Aufgaben passende Endungen auswählen.

Was bedeutet Deklination?

Deklination bedeutet: Ein Wort verändert seine Form, damit es zu seiner Aufgabe im Satz passt. Das betrifft vor allem Nomen, Artikel, Adjektive und Pronomen.

Definition

Deklination

Deklination ist die Beugung von Nomen, Artikeln, Adjektiven und Pronomen nach Kasus, Numerus und Genus.

Nicht jedes Wort verändert sich gleich stark. Oft siehst du die Veränderung zuerst am Artikel oder am Adjektiv.

Beispiel

Grundgruppe: der kleine Hund

  1. Nominativ: Der kleine Hund bellt.
  2. Dativ: Ich helfe dem kleinen Hund.
  3. Akkusativ: Ich sehe den kleinen Hund.

Der Artikel wechselt von der zu dem und den. Das Adjektiv bekommt hier die Endung -en.

Merke

Deklination beantwortet die Frage: Welche Form braucht dieses Nomen oder Begleitwort in genau diesem Satz?

Die drei Merkmale: Kasus, Numerus, Genus

Bei der Deklination spielen drei Merkmale zusammen.

Merkmal Bedeutung Beispiel
Kasus Fall im Satz Nominativ, Genitiv, Dativ, Akkusativ
Numerus Anzahl Singular oder Plural
Genus grammatisches Geschlecht maskulin, feminin, neutral

Der Kasus ist für Prüfungen besonders wichtig, weil er die Satzrolle zeigt. Der Nominativ ist häufig das Subjekt. Der Akkusativ ist oft das direkte Objekt. Der Dativ steht oft bei Empfängerinnen und Empfängern oder nach bestimmten Verben und Präpositionen. Der Genitiv zeigt häufig Zugehörigkeit.

Beispiel

Satzreihe mit das Kind:

  1. Das Kind spielt im Hof. Frage: Wer oder was spielt? Nominativ.
  2. Die Jacke des Kindes hängt am Haken. Frage: Wessen Jacke? Genitiv.
  3. Ich helfe dem Kind. Frage: Wem helfe ich? Dativ.
  4. Ich sehe das Kind. Frage: Wen oder was sehe ich? Akkusativ.
Gut zu wissen

Die Fragewörter helfen, aber sie ersetzen nicht das Denken. Manche Präpositionen legen den Fall fest, zum Beispiel „mit“ fast immer Dativ und „für“ Akkusativ.

Welche Wortarten werden dekliniert?

Dekliniert werden vor allem Wortarten rund um das Nomen.

Wortart Beispiel im Nominativ Beispiel im Dativ
Nomen der Schüler dem Schüler
Artikel der Plan dem Plan
Adjektiv ein guter Plan einem guten Plan
Pronomen dieser Plan diesem Plan
Beispiel

Wortgruppe: dieser neue Stift

  1. Nominativ: Dieser neue Stift schreibt gut.
  2. Dativ: Ich schreibe mit diesem neuen Stift.
  3. Akkusativ: Ich kaufe diesen neuen Stift.

Artikelwort, Adjektiv und Nomen bilden eine Gruppe. Wenn der Fall wechselt, muss die ganze Gruppe passen.

Merke

Betrachte bei der Deklination nicht nur ein einzelnes Wort. Prüfe die ganze Nomengruppe.

Nomen und Artikel deklinieren

Bei Nomen erkennst du Deklination im Deutschen oft an Artikel, Endung oder Umlaut. Besonders sichtbar ist die Form im Genitiv Singular maskulin/neutral und im Dativ Plural.

Form Beispiel Hinweis
Genitiv Singular maskulin des Mannes häufig -s oder -es
Genitiv Singular neutral des Kindes häufig -s oder -es
Dativ Plural den Kindern häufig zusätzlich -n
Beispiel

Nomen: der Lehrer, Plural die Lehrer

  1. Nominativ Singular: der Lehrer erklärt.
  2. Genitiv Singular: die Tasche des Lehrers.
  3. Dativ Singular: ich danke dem Lehrer.
  4. Akkusativ Singular: ich sehe den Lehrer.
  5. Dativ Plural: ich danke den Lehrern.

Im Plural kommt im Dativ oft ein -n an das Nomen: Lehrern, Kindern, Freunden.

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Adjektive und Pronomen deklinieren

Adjektive passen sich ebenfalls an. Ihre Endung hängt davon ab, ob schon ein Artikelwort viele Informationen zeigt.

Vergleiche:

Form Beispiel Warum?
mit bestimmtem Artikel der gute Plan der Artikel zeigt Genus/Kasus stark
mit unbestimmtem Artikel ein guter Plan das Adjektiv muss mehr zeigen
ohne Artikel guter Plan das Adjektiv trägt die Information allein

Pronomen werden ähnlich angepasst: dieser, diesem, diesen; mein, meinem, meinen.

Beispiel

Nomengruppe: ein spannendes Buch

  1. Nominativ: Ein spannendes Buch liegt hier.
  2. Dativ: Ich lese aus einem spannenden Buch vor.
  3. Akkusativ: Ich kaufe ein spannendes Buch.

Im Dativ zeigt „einem“ den Fall deutlich. Das Adjektiv bekommt -en.

Merke

Wenn du Adjektivendungen prüfst, suche zuerst das Artikelwort. Es entscheidet oft, wie viel die Adjektivendung noch zeigen muss.

Prüfungsmodus: gemischte Formen prüfen

In einer Klassenarbeit musst du oft eine ganze Wortgruppe bestimmen oder verbessern. Arbeite dann mit einem festen Ablauf.

  1. Markiere die Nomengruppe.
  2. Bestimme Genus und Numerus des Nomens.
  3. Bestimme den Kasus durch Frage, Verb oder Präposition.
  4. Prüfe Artikel, Adjektiv und Nomen gemeinsam.

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Zusammenfassung

Deklination sorgt dafür, dass Nomengruppen grammatisch in den Satz passen. Dafür arbeiten Kasus, Numerus und Genus zusammen.

Wenn du eine Form bestimmen sollst, geh nicht nach Gefühl allein. Suche die Nomengruppe, bestimme den Fall und prüfe dann Artikel, Adjektiv, Nomen und Pronomen als zusammengehörige Einheit.