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Flexion (Beugung)

Was bedeutet Flexion? Verstehe den Unterschied zwischen dem Deklinieren von Nomen/Adjektiven und dem Konjugieren von Verben verständlich.

Wörter im Deutschen bleiben nicht immer gleich. Aus ich gehe wird du gehst, aus der alte Tisch wird dem alten Tisch. Diese Veränderung nennt man Flexion.

Nach dieser Erklärung verstehst du Flexion als Oberbegriff und kannst Deklination und Konjugation sicher auseinanderhalten.

Deine Lernziele
  • Ich kann erklären, was Flexion bedeutet.
  • Ich kann Deklination und Konjugation unterscheiden.
  • Ich kann erkennen, welche Wortarten flektiert werden.
  • Ich kann einfache Flexionsmerkmale bei Nomen, Adjektiven und Verben benennen.
  • Ich kann in gemischten Prüfungsaufgaben entscheiden, welche Form warum passt.

Was bedeutet Flexion?

Flexion bedeutet Beugung. Ein Wort wird verändert, damit es grammatisch in den Satz passt.

Definition

Flexion

Flexion ist die Veränderung eines Wortes nach grammatischen Merkmalen, zum Beispiel Fall, Zahl, Person, Zeitform oder Aussageweise.

Flexion ist der Oberbegriff. Bei Nomen, Artikeln, Adjektiven und Pronomen spricht man von Deklination. Bei Verben spricht man von Konjugation.

Beispiel

Zwei Arten von Flexion:

  1. Deklination: der kleine Hunddem kleinen Hund.
  2. Konjugation: ich laufedu läufstwir liefen.

In beiden Fällen verändert sich die Form, aber bei unterschiedlichen Wortarten.

Merke

Flexion ist das Dach. Darunter liegen Deklination für Nomengruppen und Konjugation für Verben.

Deklination: Flexion in der Nomengruppe

Die Deklination betrifft Nomen, Artikel, Adjektive und Pronomen. Sie richtet sich vor allem nach Kasus, Numerus und Genus.

Definition

Deklination

Deklination ist die Flexion von Nomen, Artikeln, Adjektiven und Pronomen nach Kasus, Numerus und Genus.

Merkmal Frage Beispiel
Kasus Welche Satzrolle? dem Hund, den Hund
Numerus Singular oder Plural? der Hund, die Hunde
Genus grammatisches Geschlecht? der Hund, die Katze, das Pferd
Beispiel

Nomengruppe: ein neuer Plan

  1. Nominativ: Ein neuer Plan entsteht.
  2. Dativ: Wir arbeiten an einem neuen Plan.
  3. Akkusativ: Wir brauchen einen neuen Plan.

Artikel und Adjektiv verändern sich gemeinsam mit der Aufgabe im Satz.

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Konjugation: Flexion des Verbs

Die Konjugation betrifft Verben. Verben verändern sich nach Person, Numerus, Tempus, Modus und manchmal nach dem Genus Verbi. Genus Verbi bedeutet Handlungsrichtung: Der Satz steht im Aktiv oder im Passiv.

Definition

Konjugation

Konjugation ist die Flexion von Verben nach Person, Numerus, Tempus, Modus und weiteren Verbmerkmalen.

Merkmal Bedeutung Beispiel
Person wer handelt? ich gehe, du gehst
Numerus Singular oder Plural? er geht, wir gehen
Tempus Zeitform ich ging, ich bin gegangen
Modus Aussageweise ich gehe, ich ginge, geh!
Genus Verbi Aktiv oder Passiv Mira schreibt, der Text wird geschrieben
Beispiel

Verb: schreiben

  1. Person/Numerus: ich schreibe, du schreibst, wir schreiben.
  2. Tempus: ich schreibe, ich schrieb, ich habe geschrieben.
  3. Modus: ich schreibe, ich schriebe, schreib!

Alle Formen gehören zum selben Verb, aber sie zeigen verschiedene grammatische Informationen.

Gut zu wissen

Bei starken Verben kann sich auch der Stammvokal ändern: ich gebe, du gibst, ich gab, ich gäbe. Deshalb reicht es nicht immer, nur eine Endung anzuhängen.

Welche Wortarten flektieren?

Nicht alle Wörter werden flektiert. Präpositionen wie mit, für oder wegen bleiben normalerweise gleich. Auch viele Adverbien bleiben unverändert.

Wortart flektierbar? Beispiel
Nomen ja Hund, Hundes, Hunden
Artikel ja der, dem, den
Adjektiv ja guter, guten, gutem
Pronomen ja dieser, diesem, diesen
Verb ja lerne, lernst, lernte
Präposition nein mit, für, seit
Beispiel

Satz: Mit dem neuen Stift schreibt Mira sauber.

  1. „Mit“ bleibt unverändert: keine Flexion.
  2. „dem neuen Stift“ ist dekliniert: Dativ.
  3. „schreibt“ ist konjugiert: 3. Person Singular Präsens.

So kannst du in einem Satz verschiedene Arten von Flexion erkennen.

Merke

Frage zuerst nach der Wortart. Danach weißt du, ob du eher Deklination oder Konjugation prüfen musst.

Starke, schwache und unregelmäßige Formen

Manche Wörter verändern nur Endungen. Andere verändern zusätzlich den Stamm. Das siehst du besonders bei Verben und Pluralformen.

Beispiel

Verbformen:

  1. schwach: machen → machte → gemacht. Der Stamm bleibt sehr stabil.
  2. stark: singen → sang → gesungen. Der Vokal verändert sich.
  3. unregelmäßig: sein → bin → war → gewesen. Die Formen sind besonders verschieden.

Auch bei Nomen gibt es verschiedene Pluralmuster: der Hund → die Hunde, das Kind → die Kinder, der Vater → die Väter.

Gut zu wissen

Du musst die Begriffe „stark“ und „schwach“ nicht für jedes Wort auswendig erklären können. Wichtig ist: Manche Formen folgen leicht erkennbaren Endungen, andere musst du als Wortform mitlernen.

Prüfungsmodus: Flexion erkennen und begründen

In gemischten Aufgaben sollst du oft sagen, welche Form vorliegt oder eine Form verbessern. Dabei hilft ein kurzer Entscheidungsweg.

  1. Bestimme die Wortart.
  2. Bei Nomengruppen: Prüfe Kasus, Numerus und Genus.
  3. Bei Verben: Prüfe Person, Numerus, Tempus und Modus.
  4. Begründe die Form mit dem Satz, nicht nur mit der Tabelle.

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Zusammenfassung

Flexion ist der Oberbegriff für die grammatische Veränderung von Wörtern. Deklination gehört zu Nomen und ihren Begleitern, Konjugation gehört zu Verben.

Wenn du eine Form bestimmen sollst, starte immer mit der Wortart. Dann weißt du, welche Merkmale du prüfen musst und kannst deine Entscheidung sauber begründen.