Relativsätze machen Sätze genauer. Sie erklären, welche Person, welcher Gegenstand oder welche Sache gemeint ist.
Du lernst hier, Relativsätze zu erkennen und mit Kommas abzugrenzen. Das hilft dir beim Schreiben eigener Texte und beim Korrigieren von Satzgefügen.
- Ich kann Relativsätze erkennen.
- Ich kann Relativpronomen wie „der“, „die“, „das“ bestimmen.
- Ich kann nachgestellte und eingeschobene Relativsätze mit Kommas abgrenzen.
- Ich kann Relativsätze mit Präpositionen erkennen.
- Ich kann typische Fehler in gemischten Kommaaufgaben finden.
Was ein Relativsatz ist
Ein Relativsatz ist ein Nebensatz. Er bezieht sich auf ein Nomen oder Pronomen im Hauptsatz und erklärt es genauer.
Relativsatz
Ein Relativsatz ist ein Nebensatz, der ein Bezugswort näher bestimmt. Er wird meistens durch ein Relativpronomen wie „der“, „die“, „das“, „welcher“, „welche“ oder „welches“ eingeleitet.
„Das Buch, das auf dem Tisch liegt, gehört mir.“
- Bezugswort: „Buch“
- Relativpronomen: „das“
- Relativsatz: „das auf dem Tisch liegt“
- Der Relativsatz erklärt, welches Buch gemeint ist.
Relativsätze sind Nebensätze und werden mit Kommas vom Hauptsatz getrennt.
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Komma bei nachgestellten Relativsätzen
Steht der Relativsatz hinter dem Hauptsatz oder hinter seinem Bezugswort, setzt du vor dem Relativsatz ein Komma.
„Ich suche den Stift, den ich gestern benutzt habe.“
Der Hauptsatz lautet: „Ich suche den Stift.“ Der Relativsatz „den ich gestern benutzt habe“ erklärt den Stift genauer. Deshalb steht vor „den“ ein Komma.
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Eingeschobene Relativsätze
Ein Relativsatz kann mitten im Hauptsatz stehen. Dann brauchst du zwei Kommas: eins vor und eins nach dem Relativsatz.
„Der Pullover, den ich gestern gekauft habe, ist warm.“
Hauptsatzrahmen: „Der Pullover ist warm.“ Der Relativsatz ist eingeschoben und wird auf beiden Seiten abgegrenzt.
Wenn der Hauptsatz nach dem Relativsatz weitergeht, schließt du den Relativsatz mit einem zweiten Komma.
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Relativsätze mit Präpositionen und „was“
Manchmal steht vor dem Relativpronomen eine Präposition: „mit dem“, „auf die“, „für den“. Auch dann gehört die ganze Wortgruppe zum Relativsatz.
„Das ist der Stuhl, auf dem ich immer sitze.“
„auf dem“ leitet den Relativsatz ein. Das Komma steht vor der Präposition, weil dort der Relativsatz beginnt.
„Er bestand die Prüfung, was mich sehr freute.“
„was“ kann sich auf einen ganzen Satzinhalt beziehen.
Verwechsle „das“ als Relativpronomen nicht mit „dass“ als Konjunktion. Probe: Wenn du „das“ durch „welches“ ersetzen kannst, ist es meist ein Relativpronomen.
Prüfungsmodus
In gemischten Aufgaben helfen drei Markierungen: Bezugswort, Relativpronomen, Verb am Ende des Nebensatzes.
Satz: „Die Schülerin, deren Heft fehlt, fragt nach.“
- Bezugswort: „Schülerin“
- Relativpronomen: „deren“
- Relativsatz: „deren Heft fehlt“
- Hauptsatzrahmen: „Die Schülerin fragt nach.“
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Zusammenfassung
Relativsätze erklären ein Bezugswort genauer. Sie beginnen häufig mit Relativpronomen wie „der“, „die“, „das“, „welcher“ oder „deren“ und werden mit Kommas abgegrenzt.
Steht der Relativsatz am Ende, brauchst du meist ein Komma davor. Ist er eingeschoben, brauchst du zwei Kommas. Achte besonders auf Präpositionen wie „auf dem“ und auf die Verwechslung von „das“ und „dass“.
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