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Nomen (Substantiv)

Was sind Nomen (Namenwörter)? Lerne, wie du sie an Artikeln, Endungen und der Großschreibung erkennst. Mit Beispielen für die Grundschule.

Wenn du einen Satz liest, brauchst du Wörter für Menschen, Dinge, Tiere, Orte und Ideen. Genau dafür sind Nomen da: Sie geben dem, worüber du sprechen willst, einen Namen. Nach dieser Seite kannst du Nomen erkennen, richtig großschreiben und in einfachen Sätzen sicher verwenden.

Deine Lernziele
  • Ich kann erklären, was ein Nomen ist.
  • Ich kann konkrete und abstrakte Nomen unterscheiden.
  • Ich kann Nomen an Artikeln, Endungen und der Großschreibung erkennen.
  • Ich kann Singular, Plural, Genus und Kasus bei Nomen grob einordnen.
  • Ich kann zusammengesetzte und nominalisierte Nomen erkennen.

Was Nomen leisten

Stell dir vor, du erzählst: "Gestern war spannend." Ohne Nomen weiß niemand genau, was spannend war: der Film, das Spiel, die Prüfung oder die Pause. Nomen machen Sätze genauer.

Definition

Nomen

Ein Nomen ist eine Wortart für Lebewesen, Dinge, Orte, Namen, Gefühle, Eigenschaften oder Ideen. In der Schule heißt es auch Substantiv oder Namenwort. Nomen werden im Deutschen großgeschrieben.

Nomen können etwas bezeichnen, das du anfassen kannst, aber auch etwas Unsichtbares. Hund, Heft und Berlin sind greifbar oder vorstellbar. Mut, Freundschaft und Angst sind abstrakt, aber trotzdem Nomen.

Beispiel

Satz: Die Klasse plant ein Fest.

Schritt 1: Frage: Wer oder was kommt im Satz als Ding, Gruppe oder Idee vor? Schritt 2: Klasse ist eine Gruppe von Personen. Schritt 3: Fest ist ein Ereignis.

Ergebnis: Klasse und Fest sind Nomen. Beide werden großgeschrieben.

Merke

Nomen benennen etwas. Wenn du davor sinnvoll der, die, das, ein oder eine setzen kannst, hast du oft ein Nomen gefunden.

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Nomen erkennen

Ein einzelner Hinweis reicht nicht immer. Am sichersten ist ein kleiner Nomen-Check aus mehreren Proben.

Definition

Artikelprobe

Die Artikelprobe prüft, ob ein Wort mit einem Begleiter wie der, die, das, ein oder eine stehen kann. Viele Nomen lassen sich so erkennen.

Die Artikelprobe funktioniert besonders gut bei gewöhnlichen Nomen: der Tisch, eine Wolke, das Geräusch. Bei Eigennamen steht nicht immer ein Artikel davor, aber sie sind trotzdem Nomen: Mina, Hamburg, Rhein.

Beispiel

Untersuche den Satz: "Nach dem Training fühlte Lea große Freude."

  1. Training steht mit dem Begleiter "dem".
  2. Lea ist ein Eigenname.
  3. Freude ist ein Gefühl. Man kann sagen: "die Freude".
  4. große beschreibt die Freude und ist kein Nomen.

Nomen: Training, Lea, Freude.

Viele Nomen haben typische Endungen. Das hilft besonders, wenn ein Wort abstrakt ist.

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Genus und Numerus

Wenn du ein Nomen lernst, lernst du am besten den Artikel gleich mit. Der Artikel zeigt das grammatische Geschlecht.

Definition

Genus

Das Genus ist das grammatische Geschlecht eines Nomens. Im Deutschen gibt es Maskulinum mit der, Femininum mit die und Neutrum mit das.

Das Genus ist nicht immer logisch. Das Mädchen ist grammatisch Neutrum, obwohl damit eine weibliche Person gemeint sein kann. Deshalb ist "mit Artikel lernen" so wichtig.

Definition

Numerus

Der Numerus zeigt, ob ein Nomen in der Einzahl oder Mehrzahl steht. Einzahl heißt Singular, Mehrzahl heißt Plural.

Beispiel

Singular und Plural:

  • der Hund -> die Hunde
  • die Schule -> die Schulen
  • das Buch -> die Bücher
  • das Auto -> die Autos

Der Plural wird nicht immer gleich gebildet. Manchmal kommt eine Endung dazu, manchmal ein Umlaut, manchmal beides.

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Nomen im Satz: Kasus

Nomen verändern im Satz oft ihren Begleiter. Das liegt am Fall, also am Kasus. Für den Anfang reicht: Der Kasus zeigt, welche Aufgabe ein Nomen im Satz hat.

Definition

Kasus

Der Kasus ist der Fall eines Nomens oder einer Nomengruppe. Die vier Fälle heißen Nominativ, Genitiv, Dativ und Akkusativ.

Du findest den Fall mit Fragen: Wer oder was? für den Nominativ, wessen? für den Genitiv, wem? für den Dativ und wen oder was? für den Akkusativ.

Beispiel

Satz: Die Schülerin gibt dem Freund den Stift.

  1. Wer gibt? die Schülerin -> Nominativ.
  2. Wem gibt sie etwas? dem Freund -> Dativ.
  3. Wen oder was gibt sie? den Stift -> Akkusativ.

Du siehst: Der Artikel verändert sich je nach Aufgabe im Satz.

Merke

Ein Nomen bleibt nicht einfach "ein Wort im Satz". Es übernimmt eine Aufgabe: Wer handelt? Wem passiert etwas? Wen oder was betrifft die Handlung?

Zusammengesetzte und nominalisierte Nomen

Deutsch kann Nomen stapeln. Aus Schule und Tasche wird Schultasche. Das letzte Wort bestimmt meist den Artikel.

Definition

Zusammengesetztes Nomen

Ein zusammengesetztes Nomen besteht aus mindestens zwei Wörtern, die zusammen ein neues Nomen bilden. Das letzte Nomen ist der Kern.

Beispiel

Schulhof = Schule + Hof

Der Kern ist Hof, also heißt es der Schulhof. Das erste Wort erklärt genauer, welcher Hof gemeint ist: der Hof der Schule.

Weitere Beispiele:

  • Haustür -> die Tür eines Hauses
  • Bücherregal -> ein Regal für Bücher
  • Pausenbrot -> ein Brot für die Pause

Manchmal werden Verben oder Adjektive zu Nomen. Dann schreibt man sie groß.

Definition

Nominalisierung

Eine Nominalisierung entsteht, wenn ein Wort aus einer anderen Wortart wie ein Nomen verwendet wird: laufen -> das Laufen, schön -> das Schöne.

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Alles auf einen Blick

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Abschluss-Check

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Zusammenfassung

Nomen benennen Lebewesen, Dinge, Orte, Namen, Gefühle und Ideen. Du erkennst sie häufig an der Großschreibung, an Artikeln und an typischen Endungen wie -ung, -heit oder -keit. Zu einem Nomen gehören wichtige Grammatikmerkmale: Genus, Numerus und Kasus. Wenn du beim Lesen die Artikelprobe, die Bedeutungsfrage und die Satzaufgabe kombinierst, findest du Nomen deutlich sicherer.