Manchmal erzählst du von zwei Dingen, die beide in der Vergangenheit liegen. Dann musst du zeigen, was zuerst passiert war.
Hier lernst du das Plusquamperfekt: Du bildest es mit „hatte“ oder „war“ und dem Partizip II. Danach kannst du Vorzeitigkeit in Erzählungen sicher ausdrücken.
- Ich kann erklären, wann man das Plusquamperfekt verwendet.
- Ich kann das Plusquamperfekt mit „hatte“ oder „war“ bilden.
- Ich kann das Partizip II im Satz erkennen.
- Ich kann Plusquamperfekt und Präteritum in einer Erzählung sinnvoll verbinden.
- Ich kann in gemischten Aufgaben entscheiden, welche Handlung früher passiert ist.
Wozu du das Plusquamperfekt brauchst
Das Plusquamperfekt heißt auch Vorvergangenheit. Es steht für eine Handlung, die schon abgeschlossen war, bevor eine andere vergangene Handlung passierte.
Plusquamperfekt
Das Plusquamperfekt ist eine Zeitform der Vergangenheit. Es drückt aus, dass etwas vor einem anderen Ereignis in der Vergangenheit geschehen war.
„Als ich ankam, hatte der Film schon begonnen.“
- Beide Ereignisse liegen in der Vergangenheit.
- Zuerst begann der Film.
- Danach kam ich an.
- Das frühere Ereignis steht im Plusquamperfekt: „hatte begonnen“.
Plusquamperfekt bedeutet: In der Vergangenheit schaust du noch weiter zurück.
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Bildung mit „hatte“ und „war“
Das Plusquamperfekt besteht aus zwei Teilen: einer Präteritumform von „haben“ oder „sein“ und dem Partizip II.
Partizip II
Das Partizip II ist eine Verbform wie „gemacht“, „gesehen“, „gegangen“ oder „gewesen“. Es steht bei zusammengesetzten Zeitformen am Ende oder nahe am Ende der Verbgruppe.
„Ich hatte die Aufgabe gelöst.“
- Hilfsverb: „hatte“
- Partizip II: „gelöst“
- Ganze Form: „hatte gelöst“
„Wir waren nach Hause gegangen.“
- Hilfsverb: „waren“
- Partizip II: „gegangen“
- Ganze Form: „waren gegangen“
Formel: Plusquamperfekt = hatte/war + Partizip II.
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„Haben“ oder „sein“ entscheiden
Viele Verben bilden das Plusquamperfekt mit „haben“. „Sein“ verwendest du häufig bei Bewegungen mit Ortswechsel und bei Zustandswechseln.
Mit „haben“:
„Ich hatte gelesen.“ „Du hattest gefragt.“ „Sie hatten gespielt.“
Mit „sein“:
„Ich war gegangen.“ „Du warst aufgewacht.“ „Sie waren geblieben.“
Wenn du das Perfekt kennst, kannst du es nutzen: „ich habe gelesen“ wird im Plusquamperfekt zu „ich hatte gelesen“. „ich bin gegangen“ wird zu „ich war gegangen“.
Perfekt als Brücke: habe wird hatte, bin wird war. Das Partizip II bleibt gleich.
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Plusquamperfekt in Erzählungen
In Erzählungen steht die Haupthandlung oft im Präteritum. Das Plusquamperfekt erklärt dann, was davor passiert war.
„Noah suchte sein Lineal. Er hatte es am Morgen in die Federtasche gelegt.“
- Haupthandlung: Noah suchte sein Lineal.
- Rückblick: Er hatte es am Morgen hineingelegt.
- Der Rückblick erklärt die Situation.
Vorzeitigkeit
Vorzeitigkeit bedeutet: Ein Ereignis geschieht vor einem anderen Ereignis, zu dem der Satz gerade erzählt.
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Prüfungsmodus: Zeiten mischen
Prüfungsaufgaben mischen oft Präteritum, Perfekt und Plusquamperfekt. Entscheide nicht nur nach einzelnen Signalwörtern, sondern nach der Reihenfolge der Ereignisse.
Aufgabe: Setze sinnvoll ein.
„Als die Lehrerin die Hefte einsammelte, ___ Tom seinen Namen schon ___ .“
- Einsammeln: vergangene Haupthandlung.
- Namen schreiben: davor abgeschlossen.
- Form: „hatte geschrieben“.
- Satz: „Als die Lehrerin die Hefte einsammelte, hatte Tom seinen Namen schon geschrieben.“
Signalwörter wie „nachdem“, „als“, „schon“ oder „vorher“ helfen. Entscheidend bleibt aber: Welche Handlung war zuerst fertig?
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Alles auf einen Blick
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Zusammenfassung und Abschluss-Check
Das Plusquamperfekt zeigt, dass etwas vor einer anderen vergangenen Handlung passiert war. Du bildest es mit „hatte“ oder „war“ und dem Partizip II.
In gemischten Aufgaben prüfst du zuerst die Reihenfolge. Dann entscheidest du, ob das Verb im Perfekt mit „haben“ oder „sein“ stehen würde, und setzt die passende Präteritumform ein.
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