‹ Deutsch

Possessivpronomen

Mein, dein, sein: Wie besitzanzeigende Fürwörter Zugehörigkeiten klären und wie du sie passend zum Nomen deklinierst. Mit Übersichtstabelle.

Wenn du sagst „mein Heft“, „deine Idee“ oder „ihr Fahrrad“, zeigst du eine Zugehörigkeit. Genau dafür brauchst du Possessivpronomen und Possessivartikel.

Hier lernst du die Grundformen, die wichtigsten Endungen und den Unterschied zwischen Begleiter und Ersatzform.

Deine Lernziele
  • Ich kann Possessivformen wie „mein“, „dein“ und „unser“ erkennen.
  • Ich kann erklären, welchen Besitzer eine Possessivform meint.
  • Ich kann Possessivartikel vor einem Nomen richtig beugen.
  • Ich kann Possessivpronomen als Ersatzform von Begleitern unterscheiden.
  • Ich kann in gemischten Aufgaben Fall, Geschlecht und Zahl prüfen.

Was Possessivformen ausdrücken

Possessivformen zeigen, zu wem oder wozu etwas gehört. Das muss nicht immer Besitz im engen Sinn sein. „meine Klasse“ bedeutet: die Klasse, zu der ich gehöre.

Definition

Possessivpronomen

Ein Possessivpronomen ist ein besitzanzeigendes Fürwort. Es zeigt Zugehörigkeit: mein, dein, sein, ihr, unser, euer, ihr/Ihr.

Beispiel

„Lea sucht ihr Heft.“

  1. „ihr“ zeigt die Zugehörigkeit.
  2. Das Heft gehört zu Lea.
  3. „ihr“ steht vor dem Nomen „Heft“ und begleitet es.
Gut zu wissen

In vielen Schulbüchern wird unterschieden: Vor einem Nomen spricht man oft von Possessivartikel oder Begleiter: „mein Buch“. Als Ersatz für ein Nomen spricht man von Possessivpronomen: „Das ist meins.“

Interaktive Quizfrage wird geladen ...

Grundformen: Wer gehört zu wem?

Die Grundform hängt von der Person ab, zu der etwas gehört. Danach passt du die Endung an das Nomen an.

Beispiel

ich: mein Heft

du: dein Heft

er/es: sein Heft

sie: ihr Heft

wir: unser Heft

ihr: euer Heft

sie/Sie: ihr/Ihr Heft

Merke

Erst klärst du den Besitzer, dann das Nomen. Besitzer entscheidet den Wortstamm, Nomen entscheidet die Endung.

Interaktiver Lückentext wird geladen ...

Interaktive Quizfrage wird geladen ...

Endungen vor dem Nomen

Vor einem Nomen verhält sich die Possessivform ähnlich wie „ein“. Die Endung richtet sich nach Geschlecht, Zahl und Fall des Nomens.

Definition

Possessivartikel

Ein Possessivartikel steht vor einem Nomen und begleitet es: „mein Stift“, „meine Tasche“, „meinem Bruder“.

Beispiel

Mit „mein“ im Nominativ:

maskulin: mein Stift

feminin: meine Tasche

neutral: mein Heft

Plural: meine Bücher

Im Akkusativ ändert sich vor allem maskulin:

„Ich sehe meinen Stift“, aber „ich sehe meine Tasche“, „mein Heft“ und „meine Bücher“.

Merke

Akkusativ maskulin ist die häufigste Falle: „mein Stift“ wird zu „meinen Stift“.

Interaktive Quizfrage wird geladen ...

Ersatzformen: „meins“, „deiner“, „unsere“

Possessivpronomen können auch ein Nomen ersetzen. Dann steht das Nomen nicht mehr daneben.

Beispiel

„Ist das dein Stift?“

„Ja, das ist meiner.“

  1. „meiner“ ersetzt „mein Stift“.
  2. Die Form zeigt: ein maskulines Nomen im Nominativ.

„Ist das dein Heft?“

„Ja, das ist meins.“

Definition

Ersatzform

Eine Ersatzform steht allein und ersetzt ein Nomen mit Begleiter. Sie muss trotzdem zu Fall, Zahl und Geschlecht des ersetzten Nomens passen.

Interaktiver Lückentext wird geladen ...

Interaktive Quizfrage wird geladen ...

Prüfungsmodus: Fall, Zahl, Geschlecht

In gemischten Aufgaben musst du mehrere Informationen nacheinander prüfen. Springe nicht direkt zur Endung.

Beispiel

Aufgabe: Setze die richtige Form von „dein“ ein.

„Ich helfe ___ Bruder.“

  1. Frage: Wem helfe ich?
  2. Fall: Dativ.
  3. Nomen: Bruder, maskulin, Singular.
  4. Lösung: „deinem Bruder“.

„Ich sehe ___ Bruder.“

  1. Frage: Wen oder was sehe ich?
  2. Fall: Akkusativ.
  3. maskulin Singular.
  4. Lösung: „deinen Bruder“.
Merke

Prüfreihenfolge: Besitzerperson, Nomen, Fall. Dann erst die Endung.

Interaktive Quizfrage wird geladen ...

Alles auf einen Blick

Interaktive Mindmap wird geladen ...

Interaktive Lernkarten wird geladen ...

Zusammenfassung und Abschluss-Check

Possessivformen zeigen Zugehörigkeit. Vor einem Nomen begleiten sie es: „mein Buch“. Allein ersetzen sie eine Nomengruppe: „Das ist meins“.

Für sichere Lösungen prüfst du zuerst, wem etwas gehört. Dann bestimmst du Geschlecht, Zahl und Fall des Nomens.

Interaktive Quizfrage wird geladen ...