Wenn du sagst „mein Heft“, „deine Idee“ oder „ihr Fahrrad“, zeigst du eine Zugehörigkeit. Genau dafür brauchst du Possessivpronomen und Possessivartikel.
Hier lernst du die Grundformen, die wichtigsten Endungen und den Unterschied zwischen Begleiter und Ersatzform.
- Ich kann Possessivformen wie „mein“, „dein“ und „unser“ erkennen.
- Ich kann erklären, welchen Besitzer eine Possessivform meint.
- Ich kann Possessivartikel vor einem Nomen richtig beugen.
- Ich kann Possessivpronomen als Ersatzform von Begleitern unterscheiden.
- Ich kann in gemischten Aufgaben Fall, Geschlecht und Zahl prüfen.
Was Possessivformen ausdrücken
Possessivformen zeigen, zu wem oder wozu etwas gehört. Das muss nicht immer Besitz im engen Sinn sein. „meine Klasse“ bedeutet: die Klasse, zu der ich gehöre.
Possessivpronomen
Ein Possessivpronomen ist ein besitzanzeigendes Fürwort. Es zeigt Zugehörigkeit: mein, dein, sein, ihr, unser, euer, ihr/Ihr.
„Lea sucht ihr Heft.“
- „ihr“ zeigt die Zugehörigkeit.
- Das Heft gehört zu Lea.
- „ihr“ steht vor dem Nomen „Heft“ und begleitet es.
In vielen Schulbüchern wird unterschieden: Vor einem Nomen spricht man oft von Possessivartikel oder Begleiter: „mein Buch“. Als Ersatz für ein Nomen spricht man von Possessivpronomen: „Das ist meins.“
Interaktive Quizfrage wird geladen ...
Grundformen: Wer gehört zu wem?
Die Grundform hängt von der Person ab, zu der etwas gehört. Danach passt du die Endung an das Nomen an.
ich: mein Heft
du: dein Heft
er/es: sein Heft
sie: ihr Heft
wir: unser Heft
ihr: euer Heft
sie/Sie: ihr/Ihr Heft
Erst klärst du den Besitzer, dann das Nomen. Besitzer entscheidet den Wortstamm, Nomen entscheidet die Endung.
Interaktiver Lückentext wird geladen ...
Interaktive Quizfrage wird geladen ...
Endungen vor dem Nomen
Vor einem Nomen verhält sich die Possessivform ähnlich wie „ein“. Die Endung richtet sich nach Geschlecht, Zahl und Fall des Nomens.
Possessivartikel
Ein Possessivartikel steht vor einem Nomen und begleitet es: „mein Stift“, „meine Tasche“, „meinem Bruder“.
Mit „mein“ im Nominativ:
maskulin: mein Stift
feminin: meine Tasche
neutral: mein Heft
Plural: meine Bücher
Im Akkusativ ändert sich vor allem maskulin:
„Ich sehe meinen Stift“, aber „ich sehe meine Tasche“, „mein Heft“ und „meine Bücher“.
Akkusativ maskulin ist die häufigste Falle: „mein Stift“ wird zu „meinen Stift“.
Interaktive Quizfrage wird geladen ...
Ersatzformen: „meins“, „deiner“, „unsere“
Possessivpronomen können auch ein Nomen ersetzen. Dann steht das Nomen nicht mehr daneben.
„Ist das dein Stift?“
„Ja, das ist meiner.“
- „meiner“ ersetzt „mein Stift“.
- Die Form zeigt: ein maskulines Nomen im Nominativ.
„Ist das dein Heft?“
„Ja, das ist meins.“
Ersatzform
Eine Ersatzform steht allein und ersetzt ein Nomen mit Begleiter. Sie muss trotzdem zu Fall, Zahl und Geschlecht des ersetzten Nomens passen.
Interaktiver Lückentext wird geladen ...
Interaktive Quizfrage wird geladen ...
Prüfungsmodus: Fall, Zahl, Geschlecht
In gemischten Aufgaben musst du mehrere Informationen nacheinander prüfen. Springe nicht direkt zur Endung.
Aufgabe: Setze die richtige Form von „dein“ ein.
„Ich helfe ___ Bruder.“
- Frage: Wem helfe ich?
- Fall: Dativ.
- Nomen: Bruder, maskulin, Singular.
- Lösung: „deinem Bruder“.
„Ich sehe ___ Bruder.“
- Frage: Wen oder was sehe ich?
- Fall: Akkusativ.
- maskulin Singular.
- Lösung: „deinen Bruder“.
Prüfreihenfolge: Besitzerperson, Nomen, Fall. Dann erst die Endung.
Interaktive Quizfrage wird geladen ...
Alles auf einen Blick
Interaktive Mindmap wird geladen ...
Interaktive Lernkarten wird geladen ...
Zusammenfassung und Abschluss-Check
Possessivformen zeigen Zugehörigkeit. Vor einem Nomen begleiten sie es: „mein Buch“. Allein ersetzen sie eine Nomengruppe: „Das ist meins“.
Für sichere Lösungen prüfst du zuerst, wem etwas gehört. Dann bestimmst du Geschlecht, Zahl und Fall des Nomens.
Interaktive Quizfrage wird geladen ...
Mit Google fortfahren