Wörter wie „in“, „auf“, „wegen“, „mit“ und „für“ sind klein, aber sie steuern ganze Satzteile. Sie zeigen, wo, wann, warum oder wie etwas geschieht.
Hier lernst du, was Präpositionen sind, welche Bedeutungen sie haben und wie du den passenden Fall findest.
- Ich kann Präpositionen in Sätzen erkennen.
- Ich kann lokale, temporale, modale und kausale Präpositionen unterscheiden.
- Ich kann erklären, warum Präpositionen einen Fall verlangen.
- Ich kann Dativ-, Akkusativ- und Wechselpräpositionen anwenden.
- Ich kann in gemischten Aufgaben Präposition, Bedeutung und Fall prüfen.
Was Präpositionen sind
Präpositionen heißen auch Verhältniswörter. Sie verbinden Wörter und zeigen ein Verhältnis: Ort, Zeit, Art und Weise, Grund oder Zweck.
Präposition
Eine Präposition ist ein Verhältniswort. Sie steht meistens vor einem Nomen oder Pronomen und bestimmt, in welchem Verhältnis dieses Wort zum restlichen Satz steht.
„Das Buch liegt auf dem Tisch.“
- „auf“ ist die Präposition.
- „dem Tisch“ ist die Wortgruppe, die dazugehört.
- Die Präposition zeigt den Ort.
Eine Präposition steht selten allein. Suche immer die ganze Wortgruppe: Präposition plus Nomen oder Pronomen.
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Bedeutungsarten: Ort, Zeit, Art, Grund
Präpositionen kann man nach ihrer Bedeutung ordnen. Diese Gruppen helfen dir beim Verstehen von Sätzen.
lokale Präposition
Eine lokale Präposition zeigt einen Ort, eine Richtung oder eine Lage: in, auf, unter, neben, vor, hinter, zwischen, aus, zu.
temporale Präposition
Eine temporale Präposition zeigt Zeit, Dauer oder Zeitpunkt: seit, vor, nach, während, um, bis.
Lokal: „Die Tasche steht neben dem Stuhl.“
Temporal: „Nach der Pause schreiben wir weiter.“
Modal: „Sie arbeitet mit großer Ruhe.“
Kausal: „Wegen des Regens bleiben wir drinnen.“
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Präpositionen und Fälle
Präpositionen bestimmen häufig den Fall des Nomens oder Pronomens nach sich. Man sagt: Die Präposition regiert den Fall.
Rektion
Rektion bedeutet in der Grammatik: Ein Wort verlangt eine bestimmte Form bei einem anderen Wort. Präpositionen verlangen oft einen bestimmten Kasus.
Mit Dativ:
„mit dem Fahrrad“, „aus der Schule“, „bei meiner Tante“, „nach dem Training“
Mit Akkusativ:
„für den Freund“, „durch den Park“, „ohne meine Mappe“, „gegen die Wand“
Mit Genitiv:
„wegen des Wetters“, „trotz des Fehlers“, „während der Stunde“
Lerne Präpositionen direkt mit ihrem Fall: mit + Dativ, für + Akkusativ, wegen + Genitiv.
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Wechselpräpositionen: Wo oder wohin?
Einige Präpositionen können mit Dativ oder Akkusativ stehen. Dazu gehören zum Beispiel: an, auf, hinter, in, neben, über, unter, vor, zwischen.
Wechselpräposition
Eine Wechselpräposition kann mit Dativ oder Akkusativ stehen. Der Dativ antwortet oft auf „Wo?“, der Akkusativ auf „Wohin?“.
„Das Heft liegt in der Tasche.“
Frage: Wo liegt das Heft? Antwort: in der Tasche. Dativ.
„Ich lege das Heft in die Tasche.“
Frage: Wohin lege ich das Heft? Antwort: in die Tasche. Akkusativ.
Wo? -> Dativ. Wohin? -> Akkusativ. Das ist die wichtigste Regel bei Wechselpräpositionen.
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Prüfungsmodus: typische Verwechslungen
In Prüfungen geht es oft nicht nur um Listen. Du musst Bedeutung, Fall und feste Verbindungen zusammen prüfen.
„seit“ oder „vor“?
„Seit drei Jahren lerne ich Französisch.“ Das Ereignis dauert bis jetzt an.
„Vor drei Jahren begann ich mit Französisch.“ Das nennt einen Zeitpunkt in der Vergangenheit.
„aus“ oder „von“?
„Ich komme aus Berlin.“ Herkunft oder Ursprung.
„Ich komme von der Schule.“ Ort, von dem ich gerade wegkomme.
Manche Verben, Nomen und Adjektive haben feste Präpositionen: „warten auf“, „Angst vor“, „interessiert an“. Diese Verbindungen lernst du am besten als Wortgruppe.
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Alles auf einen Blick
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Zusammenfassung und Abschluss-Check
Präpositionen zeigen Verhältnisse: Ort, Zeit, Art und Weise oder Grund. Sie stehen meistens mit einer Nomengruppe zusammen und verlangen oft einen bestimmten Fall.
Bei festen Präpositionen lernst du den Fall mit. Bei Wechselpräpositionen entscheidest du mit der Frage „Wo?“ oder „Wohin?“.
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