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Präteritum (Imperfekt)

Alles zur ersten Vergangenheit: Wie du das Präteritum bei starken und schwachen Verben bildest. Ideal für Geschichten und Berichte.

Wenn du eine Geschichte erzählst oder einen Bericht schreibst, brauchst du oft das Präteritum. Es klingt schriftlicher als das Perfekt und ist deshalb in Märchen, Erzählungen, Berichten und Inhaltsangaben zu Vergangenem sehr wichtig.

Nach dieser Erklärung kannst du Präteritumsformen bilden, starke und schwache Verben unterscheiden und in gemischten Aufgaben entscheiden, wann Präteritum sinnvoll ist.

Deine Lernziele
  • Ich kann erklären, was das Präteritum ausdrückt.
  • Ich kann schwache Verben im Präteritum bilden.
  • Ich kann starke und gemischte Präteritumsformen erkennen.
  • Ich kann Präteritum und Perfekt in typischen Schulsituationen unterscheiden.
  • Ich kann in Prüfungsaufgaben Formen bilden und Fehler begründen.

Was das Präteritum ist

Das Präteritum ist eine Vergangenheitsform. Man nennt es auch erste Vergangenheit. Im Deutschen benutzt du es besonders häufig beim Schreiben.

Definition

Präteritum

Das Präteritum ist eine einfache Verbform für Vergangenes. Es besteht aus einer gebeugten Verbform wie "ging", "spielte" oder "war" und braucht kein Hilfsverb.

Beispiel

Erzählung: Der Junge öffnete die Tür und trat in den Garten.

Bericht: Am Montag besuchte die Klasse das Museum.

Zustand in der Vergangenheit: Früher war der Schulhof kleiner.

Merke

Präteritum wirkt im Deutschen oft schriftlich und erzählend. Im Gespräch benutzt man für viele Verben eher das Perfekt: "Ich habe gelernt."

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Schwache Verben bilden

Schwache Verben sind regelmäßig. Du erkennst sie daran, dass sie im Präteritum ein t bekommen und der Stamm gleich bleibt.

Definition

schwaches Verb

Ein schwaches Verb bildet das Präteritum regelmäßig: Verbstamm + t + Personalendung. Der Stammvokal bleibt gleich.

Beispiel

lernen

  1. Grundform: lernen
  2. Stamm: lern-
  3. Präteritum: lern + t + Endung
  • ich lernte
  • du lerntest
  • er/sie/es lernte
  • wir lernten
  • ihr lerntet
  • sie lernten

Bei Stämmen auf t oder d brauchst du ein zusätzliches e: arbeiten -> arbeitete, reden -> redete.

Beispiel

reden

  • ich redete
  • du redetest
  • er redete
  • wir redeten
  • ihr redetet
  • sie redeten

Das zusätzliche e verhindert eine schwer aussprechbare Form wie "redte".

Merke

Bei schwachen Verben sind ich und er/sie/es im Präteritum gleich: ich lernte, er lernte.

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Starke und gemischte Verben

Starke Verben verändern im Präteritum den Stamm. Deshalb kannst du sie nicht nur mit einer einfachen Endungsregel bilden.

Definition

starkes Verb

Ein starkes Verb verändert im Präteritum meistens den Stammvokal. Aus "gehen" wird "ging", aus "finden" wird "fand", aus "lesen" wird "las".

Beispiel

gehen: ich ging, du gingst, er ging, wir gingen

finden: ich fand, du fandest, sie fand, wir fanden

lesen: ich las, du last, er las, wir lasen

Gemischte Verben haben beides: einen veränderten Stamm und ein t wie schwache Verben.

Definition

gemischtes Verb

Ein gemischtes Verb verändert im Präteritum den Stamm und bekommt zusätzlich ein t-Signal. Beispiele sind "bringen -> brachte" und "denken -> dachte".

Beispiel

bringen: ich brachte, du brachtest, er brachte

denken: ich dachte, du dachtest, sie dachte

kennen: ich kannte, du kanntest, wir kannten

Merke

Schwach: Stamm bleibt, t kommt dazu. Stark: Stamm ändert sich. Gemischt: Stamm ändert sich und t kommt dazu.

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Präteritum, Perfekt und Gebrauch

Präteritum und Perfekt können beide Vergangenes ausdrücken. Der Unterschied liegt oft im Gebrauch: Das Präteritum passt besonders zum Schreiben, das Perfekt besonders zum Sprechen.

Beispiel

Schriftlich erzählend: Die Klasse betrat den Raum. Niemand sagte ein Wort.

Mündlich/alltäglich: Wir haben den Raum betreten. Niemand hat etwas gesagt.

Bei einigen Verben ist das Präteritum aber auch im Gespräch sehr üblich.

Beispiel

sein: Ich war gestern müde.

haben: Wir hatten keine Zeit.

Modalverb: Sie musste früh gehen.

wissen: Ich wusste die Antwort nicht.

Gut zu wissen

Das Wort "Imperfekt" wird manchmal als anderer Name für Präteritum benutzt. In Deutschaufgaben kannst du beiden Bezeichnungen begegnen; hier verwenden wir den üblichen Schulbegriff "Präteritum".

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Prüfungsmodus: Formen und Funktion

In Klassenarbeiten kommen häufig Mischaufgaben vor: Du sollst Formen bilden, Zeitformen erkennen und die Wirkung begründen.

Beispiel

Aufgabe: Setze ins Präteritum.

Die Kinder spielen im Hof.

  1. Verb suchen: spielen
  2. Verbart bestimmen: schwach
  3. Präteritum bilden: spielten

Lösung: Die Kinder spielten im Hof.

Beispiel

Fehler finden:

Falsch: Sie nehmete das Heft.

Korrektur: Sie nahm das Heft.

Begründung: "nehmen" ist stark. Der Stamm ändert sich zu "nahm"; die Form bekommt kein regelmäßiges "-ete".

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Alles auf einen Blick

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Zusammenfassung

Das Präteritum beschreibt Vergangenes mit einer einfachen Verbform. Schwache Verben bildest du regelmäßig mit t, starke Verben verändern den Stamm und gemischte Verben kombinieren beides.

In Prüfungen musst du Formen sicher bilden und den Gebrauch erklären. Schriftlich ist das Präteritum sehr wichtig; mündlich wird bei vielen Verben oft das Perfekt benutzt. "Sein", "haben" und Modalverben stehen aber auch im Gespräch häufig im Präteritum.

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