Wenn du beim Schreiben jedes Nomen wiederholst, klingt ein Text schnell steif: "Lena sieht Lena in Lenas Spiegel." Pronomen helfen dir, Personen, Dinge, Besitz, Fragen und Bezüge kürzer und genauer auszudrücken.
Nach dieser Erklärung erkennst du die wichtigsten Pronomenarten, unterscheidest ihre Aufgaben und entscheidest in gemischten Sätzen, welches Pronomen warum passt.
- Ich kann erklären, was Pronomen sind.
- Ich kann Personal-, Possessiv-, Reflexiv-, Relativ-, Demonstrativ-, Interrogativ- und Indefinitpronomen unterscheiden.
- Ich kann erkennen, ob ein Pronomen ein Nomen ersetzt oder begleitet.
- Ich kann Pronomen nach Person, Zahl, Geschlecht und Fall passend verwenden.
- Ich kann typische Prüfungsfehler wie "das/dass" und falsche Fälle vermeiden.
Was Pronomen leisten
Ein Pronomen heißt auch Fürwort. Viele Pronomen stehen für eine Person, eine Sache oder eine ganze Wortgruppe. Andere begleiten ein Nomen oder leiten einen Nebensatz ein.
Pronomen
Pronomen sind veränderbare Wörter wie "ich", "du", "mein", "sich", "dieser", "wer" oder "der". Sie verweisen auf Personen, Dinge, Mengen oder ganze Aussagen und helfen, Wiederholungen zu vermeiden oder Bezüge herzustellen.
Ohne Pronomen: Mila sucht Milas Heft. Mila findet Milas Heft unter dem Tisch.
Mit Pronomen: Mila sucht ihr Heft. Sie findet es unter dem Tisch.
"Sie" ersetzt Mila, "ihr" zeigt Besitz, "es" ersetzt das Heft.
Bei Pronomen fragst du immer: Worauf bezieht es sich? Welche Aufgabe hat es im Satz?
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Personalpronomen und Possessivpronomen
Personalpronomen bezeichnen Gesprächspartner oder ersetzen bereits genannte Personen und Dinge: ich, du, er, sie, es, wir, ihr, sie.
Personalpronomen
Personalpronomen stehen für Personen, Dinge oder Gruppen. Sie verändern ihre Form nach Person, Zahl und Fall: ich, mich, mir; du, dich, dir; er, ihn, ihm.
Nominativ: Ich lese den Text.
Akkusativ: Der Lehrer fragt mich.
Dativ: Meine Freundin hilft mir.
Die Form hängt davon ab, welche Aufgabe das Pronomen im Satz hat.
Possessivpronomen zeigen Besitz oder Zugehörigkeit an. In der Schule wird oft auch von Possessivbegleitern gesprochen, wenn sie direkt vor einem Nomen stehen.
Possessivpronomen
Possessivpronomen und Possessivbegleiter zeigen Besitz oder Zugehörigkeit: mein, dein, sein, ihr, unser, euer, ihr.
Begleiter: Das ist mein Rucksack.
Ersatz: Der rote Rucksack ist meiner.
In beiden Fällen zeigt die Form eine Zugehörigkeit an.
"ihn" ersetzt eine Person oder Sache im Akkusativ. "sein/ihr/mein" zeigt Zugehörigkeit. Verwechsle Personalpronomen und Possessivpronomen nicht, nur weil sie ähnlich kurz sind.
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Reflexiv- und Relativpronomen
Reflexivpronomen beziehen sich auf das Subjekt zurück. Du brauchst sie bei Verben wie "sich freuen", "sich erinnern" oder "sich waschen".
Reflexivpronomen
Ein Reflexivpronomen zeigt, dass sich eine Handlung auf das Subjekt desselben Satzes zurückbezieht. Formen sind zum Beispiel mich, dich, sich, uns, euch.
Ich wasche mich.
Du freust dich auf die Ferien.
Die Kinder setzen sich in den Kreis.
Das Pronomen meint jeweils dieselbe Person oder Gruppe wie das Subjekt.
Manche Formen sehen genauso aus wie Personalpronomen. Dann entscheidet der Bezug im Satz.
Personalpronomen: Sie fragt mich.
"mich" meint eine andere Person als das Subjekt "sie".
Reflexivpronomen: Ich wasche mich.
"mich" meint dieselbe Person wie das Subjekt "ich".
Personalpronomen: Die Lehrerin lobt uns.
"uns" meint eine Gruppe, aber nicht die Lehrerin.
Reflexivpronomen: Wir filmen uns für das Projekt.
"uns" bezieht sich auf das Subjekt "wir" zurück.
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Relativpronomen leiten Relativsätze ein. Sie beziehen sich auf ein Bezugswort im Hauptsatz.
Relativpronomen
Ein Relativpronomen leitet einen Relativsatz ein und bezieht sich auf ein Nomen oder Pronomen im Hauptsatz. Häufige Formen sind der, die, das, den, dem, deren, dessen, welche.
Das ist der Junge, der den Wettbewerb gewonnen hat.
Ich lese das Buch, das du empfohlen hast.
Wir besuchen die Frau, der wir geholfen haben.
"dass" ist kein Pronomen. Es leitet einen Nebensatz ein, ersetzt aber kein Nomen. Relativpronomen wie "das" beziehen sich auf ein Bezugswort.
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Weitere Pronomenarten
Demonstrativpronomen zeigen auf etwas Bestimmtes oder heben es hervor.
Dieser Stift schreibt besser als jener.
Das habe ich nicht gemeint.
"dieser" und "das" verweisen besonders deutlich auf etwas.
Interrogativpronomen benutzt du in Fragen.
Wer hat den Text gelesen?
Wem gehört die Jacke?
Welches Thema wählst du?
Indefinitpronomen bleiben unbestimmt. Sie nennen keine genaue Person oder Sache.
Jemand hat an die Tür geklopft.
Alle warten auf den Bus.
Nichts war zu hören.
Demonstrativpronomen
Demonstrativpronomen weisen auf etwas hin oder heben es hervor: dieser, jener, derjenige, derselbe, das.
Interrogativpronomen
Interrogativpronomen sind Fragepronomen wie wer, was, wem, wen, wessen, welcher.
Indefinitpronomen
Indefinitpronomen bezeichnen Personen, Dinge oder Mengen unbestimmt: jemand, niemand, etwas, nichts, alle, manche, einige, jeder.
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Pronomen passend verändern
Pronomen sind flektierbar. Das bedeutet: Viele Pronomen verändern ihre Form nach Fall, Zahl, Geschlecht und manchmal nach Person.
Kasus bei Pronomen
Der Kasus ist der Fall eines Satzglieds. Bei Pronomen erkennst du ihn an Formen wie "ich/mich/mir", "er/ihn/ihm" oder "der/den/dem".
Nominativ: Er erklärt die Aufgabe. Wer erklärt? Er.
Akkusativ: Die Lehrerin lobt ihn. Wen lobt sie? ihn.
Dativ: Die Lehrerin hilft ihm. Wem hilft sie? ihm.
Bei Possessivpronomen und Begleitern musst du außerdem auf das Nomen achten.
mein Heft, meine Tasche, meinen Stift, meinem Bruder
Die Form passt sich an Geschlecht, Zahl und Fall des Bezugswortes an.
Wenn du zwischen zwei Pronomen schwankst, stelle eine Frage: Wer? Wen? Wem? Wessen? Die Antwort zeigt dir oft den Fall.
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Prüfungsmodus: Pronomen bestimmen
In gemischten Aufgaben hilft ein fester Ablauf. Bestimme nicht nur den Namen der Pronomenart, sondern begründe ihn aus der Funktion im Satz.
Satz: Der Schüler, der vorne sitzt, meldet sich.
- "der" nach dem Komma leitet einen Nebensatz ein.
- Es bezieht sich auf "der Schüler".
- Es ist im Relativsatz Subjekt.
Ergebnis: "der" ist ein Relativpronomen im Nominativ Singular Maskulinum.
Satz: Sie freut sich über ihre Note.
- "Sie" ist Personalpronomen, Subjekt.
- "sich" ist Reflexivpronomen, bezieht sich auf "Sie" zurück.
- "ihre" zeigt Zugehörigkeit zur Note und begleitet das Nomen "Note".
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Alles auf einen Blick
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Zusammenfassung
Pronomen sind kleine Wörter mit großer Wirkung. Sie ersetzen oder begleiten Nomen, stellen Bezüge her, zeigen Besitz, fragen nach Personen oder Dingen und leiten Relativsätze ein.
Für Prüfungen ist die Funktion wichtiger als bloßes Auswendiglernen. Suche zuerst das Bezugswort, dann die Satzrolle und danach die genaue Pronomenart.
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