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Subjekt (Satzgegenstand)

Wie findet man das Subjekt im Satz? Bestimme den Satzgegenstand ganz leicht mit der „Wer oder was?“-Frage. Mit Beispielen und Übungen.

Wenn du einen Satz verstehen willst, fragst du oft zuerst: Um wen oder was geht es hier? Das Subjekt ist genau dieses zentrale Satzglied. Nach dieser Seite kannst du das Subjekt mit der Wer-oder-was-Frage, mit dem Nominativ und mit der Umstellprobe bestimmen.

Deine Lernziele
  • Ich kann erklären, was ein Subjekt ist.
  • Ich kann die Subjektfrage "Wer oder was?" anwenden.
  • Ich kann einteilige, mehrteilige und mehrfache Subjekte erkennen.
  • Ich kann Subjekt und Objekt nicht verwechseln.
  • Ich kann besondere Fälle wie Passiv und formales "es" einordnen.

Was das Subjekt ist

Ein Satz braucht meist jemanden oder etwas, worüber etwas ausgesagt wird. Dieses Satzglied nennt man Subjekt. Es kann handeln, einen Zustand haben oder von etwas betroffen sein.

Definition

Subjekt

Das Subjekt ist ein Satzglied, das im Nominativ steht und mit dem finiten Verb in Person und Zahl zusammenpasst. In der Schule findest du es meist mit der Frage: Wer oder was?

Beispiel

Satz: "Die Katze schläft auf dem Sofa."

  1. Frage: Wer oder was schläft auf dem Sofa?
  2. Antwort: die Katze.
  3. Also ist die Katze das Subjekt.
Merke

Die Subjektfrage lautet: Wer oder was? Frage immer mit dem Verb zusammen: Wer oder was schläft? Wer oder was liegt? Wer oder was wird gesucht?

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Das Subjekt kann aus mehreren Wörtern bestehen

Ein häufiger Fehler ist, nur das Nomen zu markieren. Zum Subjekt gehören aber alle Wörter, die gemeinsam dieses Satzglied bilden.

Definition

Nominalgruppe

Eine Nominalgruppe ist eine Wortgruppe mit einem Nomen oder Pronomen als Kern. Sie kann Artikel, Adjektive und weitere Ergänzungen enthalten.

Beispiel

Satz: "Der kleine Hund meiner Nachbarin bellt."

Frage: Wer oder was bellt? Antwort: Der kleine Hund meiner Nachbarin.

Nicht nur "Hund" ist das Subjekt. Auch "der", "kleine" und "meiner Nachbarin" gehören zur Wortgruppe.

Beispiel

Mehrfaches Subjekt: "Lina und Tom präsentieren ihr Plakat."

Frage: Wer oder was präsentiert? Antwort: Lina und Tom.

Beide Personen bilden zusammen das Subjekt. Deshalb steht das Verb im Plural: präsentieren.

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Subjekt, Verb und Nominativ

Das Subjekt passt zum finiten Verb. Wenn du das Subjekt veränderst, verändert sich oft auch die Verbform.

Definition

Finites Verb

Ein finites Verb ist die gebeugte Verbform im Satz. Sie zeigt Person und Zahl: ich gehe, du gehst, wir gehen.

Beispiel

Vergleiche:

  • Der Schüler schreibt.
  • Die Schüler schreiben.

Das Subjekt wechselt von Singular zu Plural. Das finite Verb wechselt von schreibt zu schreiben. Diese Übereinstimmung hilft dir beim Bestimmen.

Das Subjekt steht im Nominativ, also im ersten Fall. Du kannst oft mit "wer oder was?" danach fragen. Aber Vorsicht: In Gleichsetzungssätzen können zwei Nominative vorkommen.

Beispiel

Satz: "Mina ist die Klassensprecherin."

Wer oder was ist die Klassensprecherin? Mina.

"die Klassensprecherin" steht ebenfalls im Nominativ, ist hier aber eine Gleichsetzung. Das Subjekt ist Mina, weil die Aussage von ihr ausgeht und das Verb mit ihr übereinstimmt.

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Die Umstellprobe

Die Wortstellung im Deutschen ist beweglich. Deshalb ist "steht vorne" kein sicherer Subjekt-Test. Die Umstellprobe zeigt dir, welche Wörter als Satzglied zusammengehören.

Definition

Umstellprobe

Bei der Umstellprobe stellst du Satzglieder um. Wörter, die nur gemeinsam verschoben werden können, gehören zu einem Satzglied.

Beispiel

Ausgangssatz: "Der große Rucksack liegt heute im Flur."

Umstellungen:

  • Heute liegt der große Rucksack im Flur.
  • Im Flur liegt heute der große Rucksack.

"Der große Rucksack" bleibt zusammen. Frage: Wer oder was liegt? Antwort: der große Rucksack. Das ist das Subjekt.

Merke

Kombiniere Tests: Subjektfrage, Nominativ, Verb-Übereinstimmung und Umstellprobe. Dann bist du deutlich sicherer.

Besondere Fälle

Nicht immer tut das Subjekt aktiv etwas. Im Passiv geschieht mit dem Subjekt etwas.

Definition

Passiv

Im Passiv steht nicht die handelnde Person im Mittelpunkt, sondern das, was von der Handlung betroffen ist: Der Ball wird geworfen.

Beispiel

Aktiv: "Mara öffnet die Tür." Subjekt: Mara.

Passiv: "Die Tür wird geöffnet." Subjekt: die Tür.

Die Tür handelt nicht selbst. Trotzdem ist sie das Subjekt, weil sie im Nominativ steht und zur Verbform passt.

Manchmal steht ein es, das keine konkrete Sache meint: "Es regnet." Dieses "es" ist ein formales Subjekt. Es füllt die Subjektstelle, weil der deutsche Satzbau sie braucht.

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Alles auf einen Blick

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Abschluss-Check

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Zusammenfassung

Das Subjekt ist ein wichtiges Satzglied. Du findest es meistens mit der Frage Wer oder was? zusammen mit dem Verb. Es steht im Nominativ und passt in Person und Zahl zum finiten Verb. Markiere immer die ganze Wortgruppe, nicht nur den Kern. Bei schwierigen Sätzen helfen Umstellprobe, Kasus und Verbform zusammen.