Wenn ein Wort am Ende fast gleich klingt, kann die Rechtschreibung gemein wirken: fröhlich, traurig, komisch. Du brauchst aber keine Wortliste auswendig zu lernen. Mit Bedeutung und Probe findest du die passende Endung meistens sicher.
- Ich kann die Endungen **-lich**, **-ig** und **-isch** unterscheiden.
- Ich kann erklären, warum viele Wörter am Ende anders klingen, als sie geschrieben werden.
- Ich kann die Verlängerungsprobe bei Wörtern wie **traurig** anwenden.
- Ich kann typische Fallen wie **fertig**, **freundlich** und **magisch** prüfen.
- Ich kann in einem Diktat entscheiden, welche Endung passt.
Warum diese Endungen schwierig sind
Adjektive beschreiben, wie jemand oder etwas ist: freundlich, hungrig, typisch. Die Endungen klingen beim schnellen Sprechen manchmal ähnlich. Besonders am Wortende hörst du oft keinen klaren Unterschied zwischen g, ch und sch.
Adjektiv-Endung
Eine Adjektiv-Endung ist der feste Schluss eines Eigenschaftswortes. Bei freundlich, neugierig und komisch gehört die Endung zum Wortstamm oder bildet ein neues Adjektiv.
Du hörst: „Das Kind ist trauri...“
- Frage: Kann ich das Wort verlängern? traurige Augen.
- Jetzt hörst du deutlich ein g.
- Deshalb schreibst du: traurig, nicht „traurich“.
Wenn du am Ende unsicher bist, verlängere das Wort: lustig → lustige, fleißig → fleißige, mutig → mutige. Hörst du dann ein g, schreibst du -ig.
Die Endung -lich
Die Endung -lich zeigt oft: Etwas hat die Art von etwas oder passt zu etwas. Du kennst sie in Wörtern wie freundlich, täglich, schriftlich, höflich und glücklich.
-lich
Die Endung -lich bildet Adjektive. Sie bedeutet oft „so wie“, „zu etwas gehörend“ oder „auf eine bestimmte Weise“.
Freund → freundlich
- Ein Freund verhält sich nett.
- Ein freundlicher Mensch verhält sich wie ein guter Freund.
- Die Schreibweise bleibt mit ch: freundlich, freundliche, freundlicher.
Typische Wörter mit -lich: ehrlich, gefährlich, möglich, nützlich, ordentlich, plötzlich, wirklich, ziemlich. Bei diesen Wörtern hilft dir meist die Wortfamilie oder das genaue Merken der Endung.
-lich wird nicht durch die g-Probe erkannt. Bei freundliche hörst du kein g, sondern weiter den ch-Laut. Darum ist freundlig falsch.
Die Endung -ig
Die Endung -ig ist häufig bei Eigenschaften, die einen Zustand oder Besitz ausdrücken: hungrig, durstig, neblig, sandig, riesig. Am Wortende klingt -ig in vielen Regionen wie „-ich“. Geschrieben wird trotzdem g.
-ig
Die Endung -ig bildet Adjektive. Beim Verlängern wird das g hörbar: neblig → neblige Tage.
fertig prüfen
- Kurzer Satz: „Ich bin fertig.“ Am Ende hörst du vielleicht „fertich“.
- Verlängere: fertige Arbeit.
- Du hörst g.
- Also: fertig.
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Die Endung -isch
Die Endung -isch steht oft bei Herkunft, Fachgebieten, Sprachen, Stilen oder typischen Eigenschaften: englisch, chemisch, magisch, komisch, kindisch, technisch.
-isch
Die Endung -isch bildet Adjektive und zeigt häufig Zugehörigkeit, Art oder Stil: spanisch, biologisch, klassisch.
magisch prüfen
- Das Wort meint: Es wirkt wie Zauberei.
- Verlängern hilft hier nicht zu g, denn es heißt magische Kräfte.
- Du hörst und schreibst sch: magisch.
-isch hat immer den sch-Laut: komisch, logisch, praktisch, typisch. Schreibe nicht „komig“ oder „praktig“.
Prüfungsmodus: So entscheidest du sicher
Gehe bei jedem Zweifelsfall in drei Schritten vor. Erstens: Verlängere das Wort. Zweitens: Frage nach der Bedeutung. Drittens: Prüfe, ob du ein bekanntes Merkwort vor dir hast.
Diktatstelle: „Der Weg war stein...“
- Verlängerung: steiniger Weg.
- Du hörst g.
- Gemeint ist: voller Steine.
- Ergebnis: steinig.
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Zusammenfassung
-lich, -ig und -isch sind häufige Adjektiv-Endungen. Bei -ig hilft dir die Verlängerungsprobe besonders gut: fertig → fertige. -lich schreibst du in Wörtern wie freundlich, täglich und möglich. -isch erkennst du oft an Herkunft, Fachgebiet oder Stil: englisch, chemisch, magisch. In einer Prüfung entscheidest du nicht nur nach dem Klang, sondern prüfst Wortform, Bedeutung und bekannte Merkwörter.
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