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Höhenstufen

Höhenstufen in der Geographie: Merkmale, Nutzung, Risiken und Beispiele aus der Geographie.

Wenn du mit einer Seilbahn ins Gebirge fährst, verändert sich die Landschaft schnell. Unten stehen hohe Bäume, weiter oben wachsen Wiesen und Sträucher. Am Gipfel siehst du oft Fels, Schnee und Eis.

Deine Lernziele
  • Du erklärst, was Höhenstufen sind.
  • Du begründest, warum sich Pflanzen mit der Höhe verändern.
  • Du ordnest wichtige Höhenstufen der Alpen.
  • Du erklärst die Folgen für Menschen und Natur.

Was am Berg anders wird

Ein Lebensraum ist ein Ort mit bestimmten Bedingungen, in dem Pflanzen und Tiere leben können. Ein Gebirge enthält viele Lebensräume dicht nebeneinander.

Höhenstufen sind Bereiche eines Gebirges, die sich von unten nach oben durch Klima, Pflanzen und Landschaft unterscheiden. Die Vegetation ist die Pflanzenwelt eines Gebietes.

Beispiel

Du wanderst vom Tal auf einen Berg. Zuerst kommst du durch Wald. Später siehst du niedrige Sträucher und Wiesen. Nahe dem Gipfel wachsen nur noch einzelne Pflanzen zwischen Felsen.

Merke

Höhenstufen ordnen die Landschaft eines Gebirges von unten nach oben.

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Warum Pflanzen weiter oben anders wachsen

Die Temperatur beschreibt, wie warm oder kalt die Luft ist. Mit zunehmender Höhe wird es meist kälter. Als grobe Regel nimmt die Temperatur durchschnittlich um etwa \(0{,}6\) Grad Celsius je 100 Meter ab.

Die Vegetationsperiode ist die Zeit im Jahr, in der Pflanzen wachsen können. In hohen Lagen bleibt Schnee oft länger liegen. Frost beginnt früher, und Wind kann Pflanzen austrocknen. Dadurch ist die Vegetationsperiode kürzer.

Beispiel

Im Tal kann ein Baum viele Monate wachsen. Auf einer hohen Bergwiese schmilzt der Schnee erst spät im Frühjahr. Bis zum nächsten Frost bleibt nur wenig Zeit zum Wachsen.

Merke

Je höher es geht, desto kälter wird es meist und desto kürzer ist die Wachstumszeit für Pflanzen.

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Die Höhenstufen der Alpen

In den Alpen werden Höhenstufen häufig mit festen Namen beschrieben. Die Meterangaben sind nur Orientierung, denn sie unterscheiden sich je nach Ort.

Die kolline Stufe umfasst untere Hügel- und Tallagen. Dort wachsen oft Laubwälder, und Landwirtschaft ist gut möglich. Die montane Stufe ist die Bergwaldstufe mit Misch- und Nadelwäldern.

Die Waldgrenze ist die Höhe, oberhalb der keine geschlossenen Wälder mehr wachsen. In der subalpinen Stufe beginnt der Übergang: Bäume werden kleiner, stehen weiter auseinander, und Sträucher nehmen zu. Die alpine Stufe liegt oberhalb dieses Übergangs und ist vor allem durch baumfreie Wiesen und niedrige Pflanzen geprägt. Die nivale Stufe ist die sehr kalte Gipfelregion mit Fels, Schnee und Eis; dort können nur wenige spezialisierte Pflanzen wachsen.

Beispiel

Du gehst in den Alpen vom Tal nach oben. Nach Laub- und Nadelwald erreichst du einen Bereich mit niedrigen Bäumen und Sträuchern. Darüber folgen Almwiesen. Noch höher bleiben Felsen, Schnee und einzelne Pflanzen.

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Merke

Die Waldgrenze ist kein scharfer Strich. Oft liegt zwischen Wald und baumfreier Landschaft eine Übergangszone.

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Warum Grenzen unterschiedlich hoch liegen

Ein Südhang ist ein Hang, der nach Süden zeigt und in Mitteleuropa meist viel Sonne erhält. Ein Nordhang zeigt nach Norden und bekommt meist weniger direkte Sonne. Deshalb ist er oft kühler.

Auf einem sonnigen Südhang können Bäume häufig weiter oben wachsen als auf einem schattigeren Nordhang. Auch Niederschlag, Wind und die Lage des Gebirges auf der Erde verändern die Höhenstufen. In tropischen Gebirgen liegen viele Stufen deutlich höher als in den Alpen.

Beispiel

Zwei Hänge liegen am selben Berg. Am Südhang steht der Wald noch weiter oben. Am Nordhang beginnen Sträucher schon tiefer, weil es dort kühler ist.

Merke

Meterzahlen allein reichen nicht aus. Hanglage, Klima und Lage auf der Erde verschieben die Grenzen der Höhenstufen.

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Nutzung und Risiken im Gebirge

Menschen nutzen Höhenstufen unterschiedlich. Die Almwirtschaft ist die saisonale Weidewirtschaft auf Bergwiesen. Im Sommer grasen dort zum Beispiel Kühe oder Schafe. Im Winter sind diese Flächen oft schneebedeckt.

Erosion bedeutet, dass Wasser, Wind oder Eis Boden und Gestein abtragen und transportieren. Wälder helfen, den Boden mit ihren Wurzeln festzuhalten. Werden viele Bäume entfernt, kann Wasser schneller bergab fließen und Boden mitnehmen.

Beispiel

Auf einer Alm weiden Kühe im Sommer auf einer Bergwiese. Ein Acker wäre dort schwieriger zu bewirtschaften, weil die Vegetationsperiode kurz ist. Wird ein steiler Bergwald stark gerodet, kann bei starkem Regen mehr Erde hangabwärts gespült werden.

Merke

Die Nutzung im Gebirge muss zum Klima passen. Wald schützt außerdem Boden und Wasserhaushalt.

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Zusammenfassung

Höhenstufen zeigen die Abfolge von Lebensräumen in einem Gebirge. Mit zunehmender Höhe wird es meist kälter, und die Vegetationsperiode wird kürzer.

In den Alpen folgen grob Tal- und Bergwaldstufen, die subalpine Übergangszone, die alpine Stufe mit Wiesen sowie die nivale Stufe mit Fels, Schnee und Eis. Die Grenzen unterscheiden sich durch Hanglage, Klima und die Lage des Gebirges.