Stell dir vor, es ist jeden Tag warm, feucht und am Nachmittag zieht oft ein kräftiges Gewitter auf. So ähnlich ist das Wetter in vielen Regenwaldgebieten. Pflanzen können dort das ganze Jahr wachsen.
Wo liegen die immerfeuchten Tropen?
Die immerfeuchten Tropen sind eine Ökozone, also ein großer Erdraum mit ähnlichem Klima, ähnlichen Böden und ähnlicher Pflanzenwelt. Dort ist es ganzjährig warm, und in fast allen Monaten fällt viel Regen.
Sie liegen vor allem nahe am Äquator. Das ist eine gedachte Linie rund um die Mitte der Erde. Sie trennt Nord- und Südhalbkugel.
Zu den immerfeuchten Tropen gehören Teile des Amazonasbeckens in Südamerika, des Kongobeckens in Afrika und Indonesiens in Südostasien.
Immerfeuchte Tropen liegen meist nahe am Äquator. Wärme und Regen prägen sie das ganze Jahr.
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Warum regnet es so oft?
Die Sonne erwärmt in Äquatornähe Boden und Luft stark. Warme Luft mit viel Wasser steigt auf. Beim Aufsteigen kühlt sie ab. Aus dem Wasserdampf, also Wasser in der Luft, bilden sich Wolken und Regen.
Dieses Aufsteigen warmer Luft heißt Konvektion. Dabei entstehen häufig kurze, kräftige Gewitterschauer.
Am Vormittag scheint die Sonne. Die feuchte Luft wird warm und steigt auf. Später wachsen hohe Wolken, und am Nachmittag fällt starker Regen.
Starke Sonneneinstrahlung lässt feuchte Luft aufsteigen. Beim Abkühlen entstehen Wolken und Regen.
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Tageszeitenklima statt Jahreszeiten
In Deutschland unterscheiden sich Winter und Sommer deutlich. In den immerfeuchten Tropen ähneln sich die Monate viel stärker. Deshalb nennt man das Klima dort Tageszeitenklima. Das bedeutet: Der Unterschied zwischen Tag und Nacht ist oft größer als der Unterschied zwischen den Monaten.
Die Temperatur liegt häufig ungefähr zwischen 25 und 27 Grad Celsius. Die Tage sind nahe am Äquator fast das ganze Jahr etwa zwölf Stunden lang.
Ein Ort kann im Januar und im Juli tagsüber ungefähr gleich warm sein. Zwischen der kühleren Nacht und dem heißen Mittag ist der Unterschied dagegen deutlich spürbar.
Im Tageszeitenklima prägen Tag und Nacht das Wetter stärker als Sommer und Winter.
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Der tropische Regenwald
Der tropische Regenwald ist die typische Pflanzenwelt der immerfeuchten Tropen. Er ist dicht, immergrün und artenreich. Artenreich bedeutet: In einem Gebiet leben besonders viele verschiedene Pflanzen- und Tierarten.
Die Pflanzen wachsen in mehreren Stockwerken. Ein Stockwerk ist eine Höhenstufe im Wald. Unten am Boden kommt wenig Licht an, weil die Baumkronen weiter oben viel Sonnenlicht auffangen.
Einzelne sehr hohe Bäume ragen über das Blätterdach. Darunter liegt das Kronendach, die obere Schicht aus vielen Baumkronen. Am Boden wachsen weniger Pflanzen, weil dort wenig Licht ankommt.
Wärme und Regen ermöglichen Pflanzenwachstum das ganze Jahr. Deshalb ist der tropische Regenwald hoch, dicht und artenreich.
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Böden, Nutzung und Gefährdung
Trotz der üppigen Pflanzenwelt sind viele Böden wenig fruchtbar. Nährstoffe sind Stoffe, die Pflanzen zum Wachsen brauchen. Starker Regen kann sie aus dem Boden herausspülen.
Abgestorbene Blätter und Tiere werden bei Wärme und Feuchtigkeit schnell zersetzt. Die Pflanzen nehmen die frei werdenden Nährstoffe rasch wieder auf. Viele Nährstoffe stecken deshalb in den Pflanzen und in der obersten Bodenschicht.
Wird ein Stück Regenwald gerodet, fehlen bald die schützenden Pflanzen und Wurzeln. Regen kann dann Nährstoffe leichter wegspülen. Ein Feld bringt oft nur wenige Jahre gute Ernten.
Eine Rodung bedeutet, dass Bäume und andere Pflanzen entfernt werden. Häufig entstehen danach Plantagen. Eine Plantage ist ein großer landwirtschaftlicher Betrieb, auf dem meist eine Nutzpflanze für den Verkauf wächst, zum Beispiel Kakao oder Ölpalmen.
Durch große Rodungen verlieren Tiere ihren Lebensraum. Außerdem wird weniger Kohlenstoff gespeichert. Kohlenstoff ist ein Bestandteil von Kohlenstoffdioxid und steckt auch in Holz und anderen Pflanzenteilen.
Wenn Regenwald für eine Ölpalmenplantage verschwindet, leben dort meist weniger verschiedene Arten. Der offene Boden wird außerdem leichter vom Regen abgetragen.
Viele Nährstoffe befinden sich im Regenwald nahe an der Oberfläche und in den Pflanzen. Große Rodungen schaden deshalb Boden, Tieren und Klima.
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Zusammenfassung
Die immerfeuchten Tropen liegen vor allem nahe am Äquator. Dort ist es ganzjährig warm und es regnet häufig. Durch Konvektion entstehen oft kräftige Schauer.
Das Klima ist ein Tageszeitenklima: Tag und Nacht unterscheiden sich stärker als die Monate. Der tropische Regenwald ist dicht und artenreich. Seine Böden sind oft nährstoffarm. Deshalb können große Rodungen schnell Boden, Lebensräume und Klima schädigen.
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