Auf dem Weg zur Schule siehst du vielleicht Felder, Kühe auf einer Weide oder einen Traktor. Daraus entstehen viele Dinge, die du täglich brauchst: Brot, Milch, Gemüse oder Kleidung aus Baumwolle. Landwirtschaft prägt deshalb nicht nur Bauernhöfe, sondern auch Landschaften und unser Leben.
- Du erklärst, was Landwirtschaft ist.
- Du unterscheidest Pflanzenbau und Tierhaltung.
- Du beschreibst, warum der Standort wichtig ist.
- Du erklärst Chancen und Folgen für Umwelt und Klima.
Was bedeutet Landwirtschaft?
Landwirtschaft bedeutet, dass Menschen Pflanzen anbauen oder Tiere halten, um Produkte zu gewinnen. Diese Produkte heißen Agrarprodukte. Dazu gehören zum Beispiel Getreide, Kartoffeln, Milch, Eier und Wolle.
Viele Agrarprodukte werden noch verarbeitet. Rohstoffe sind dabei Produkte aus Pflanzen oder Tieren, aus denen andere Dinge entstehen können. Aus Weizen wird zum Beispiel Mehl und daraus Brot.
Landwirtschaft ist die gezielte Nutzung von Boden, Pflanzen und Tieren durch Menschen, um Nahrung und andere Produkte herzustellen.
Ein Betrieb baut Weizen an. Nach der Ernte kommt das Getreide in eine Mühle. Dort wird es zu Mehl gemahlen. Eine Bäckerei backt daraus Brot.
Landwirtschaft beginnt auf dem Feld, auf der Wiese oder im Stall. Viele Produkte werden danach weiterverarbeitet.
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Pflanzenbau und Tierhaltung
Nicht jeder Hof arbeitet gleich. Beim Pflanzenbau werden Nutzpflanzen angebaut. Nutzpflanzen sind Pflanzen, die Menschen gezielt verwenden. Dazu zählen Weizen, Mais, Raps, Kartoffeln, Obst und Gemüse.
Bei der Tierhaltung versorgen Menschen Nutztiere. Das sind Tiere, die zum Beispiel Milch, Eier, Fleisch oder Wolle liefern können. Rinder, Hühner, Schweine und Schafe sind typische Beispiele.
Auf einem Acker wächst Getreide. Das ist Pflanzenbau. Auf demselben Betrieb leben Milchkühe. Sie werden gefüttert und gemolken. Das ist Tierhaltung.
Manche Betriebe verbinden Pflanzenbau und Tierhaltung. Sie bauen zum Beispiel Futter für ihre Tiere an.
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Warum Landwirtschaft nicht überall gleich aussieht
Ob eine Pflanze gut wächst, hängt vom Standort ab. Ein Standort ist ein Ort mit bestimmten natürlichen Bedingungen. Dazu gehören Boden, Klima, Wasser und Gelände.
Der Boden ist die obere Schicht der Erde, in der Pflanzen wurzeln. Er speichert Wasser und enthält Nährstoffe. Nährstoffe sind Stoffe, die Pflanzen zum Wachsen brauchen. Auch Temperatur und Niederschlag, also Regen oder Schnee, sind wichtig.
Weizen wächst gut auf vielen fruchtbaren Böden mit genügend Wasser. In sehr trockenen Gebieten kann Bewässerung nötig sein. Auf steilen Berghängen ist Ackerbau oft schwierig. Dort werden Flächen häufiger als Weiden genutzt.
Der Standort entscheidet mit, welche Pflanzen angebaut werden können und welche Tierhaltung sinnvoll ist.
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Intensive und extensive Landwirtschaft
Landwirte können Flächen unterschiedlich stark nutzen. Intensive Landwirtschaft bedeutet, dass auf einer Fläche viel gearbeitet und häufig Technik, Dünger, Bewässerung oder Pflanzenschutz eingesetzt werden. Dadurch können hohe Ernten möglich werden, aber sie sind nicht automatisch garantiert.
Der Ertrag ist die Menge einer geernteten Pflanze auf einer bestimmten Fläche. Zum Beispiel kann ein Feld viel oder wenig Getreide liefern.
Extensive Landwirtschaft bedeutet, dass eine Fläche weniger stark genutzt wird. Pro Fläche werden meist weniger Mittel und weniger Arbeit eingesetzt. Das kann zum Beispiel bei einer Weide mit wenigen Tieren der Fall sein.
Auf einer intensiv genutzten Ackerfläche wird ein Gemüsefeld gezielt gedüngt und bewässert. Eine große Bergweide mit wenigen Schafen wird extensiver genutzt.
Intensiv und extensiv beschreiben vor allem, wie stark eine Fläche genutzt wird. Sie bedeuten nicht automatisch gut oder schlecht.
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Landwirtschaft und Umwelt
Landwirtschaft schafft Kulturlandschaften. Das sind Landschaften, die Menschen über lange Zeit mitgestaltet haben, etwa Felder, Hecken, Weiden und Obstwiesen. Sie können Lebensräume für Tiere und Pflanzen sein.
Gleichzeitig kann Landwirtschaft die Umwelt belasten. Dünger liefert Pflanzen Nährstoffe. Gelangt zu viel davon in Bäche, Seen oder das Grundwasser, also Wasser im Boden, kann das Wasser belastet werden. Pflanzenschutzmittel sind Mittel gegen Schädlinge, Krankheiten oder unerwünschte Pflanzen. Sie müssen sorgfältig eingesetzt werden, damit sie möglichst wenig andere Lebewesen beeinträchtigen.
Auch schwere Maschinen können den Boden verdichten. Dann wird der Boden zusammengedrückt und nimmt Wasser schlechter auf. Bei starkem Regen kann dadurch leichter Erde weggespült werden.
Eine Hecke zwischen zwei Feldern bietet Vögeln und Insekten Schutz. Sie kann außerdem bremsen, wenn Wind Erde vom Feld wegwehen würde.
Um Landwirtschaft nachhaltiger zu gestalten, können Betriebe abwechslungsreiche Fruchtfolgen nutzen. Eine Fruchtfolge ist der geplante Wechsel verschiedener Pflanzen auf einem Feld über mehrere Jahre.
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Zusammenfassung
Landwirtschaft erzeugt pflanzliche und tierische Produkte. Pflanzenbau und Tierhaltung sind ihre wichtigsten Bereiche. Boden, Klima, Wasser und Gelände bestimmen, was an einem Standort möglich ist.
Flächen können intensiv oder extensiv genutzt werden. Landwirtschaft versorgt Menschen, verändert aber auch Landschaften und die Umwelt. Deshalb ist ein sorgfältiger Umgang mit Boden, Wasser, Tieren und Pflanzen besonders wichtig.
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