Wenn Ferien sind, wollen viele Menschen Sonne, Berge oder bekannte Städte erleben. Stell dir vor, an einem kleinen Strand stehen plötzlich tausende Menschen gleichzeitig. Dann verändert der Urlaub nicht nur den Ort, sondern auch das Leben der Menschen, die dort wohnen.
- Du erklärst, was Massentourismus ist.
- Du nennst Gründe für viele Reisende an einem Ort.
- Du beschreibst Folgen für Umwelt, Wirtschaft und Menschen vor Ort.
- Du schlägst Möglichkeiten für einen verträglicheren Tourismus vor.
Was bedeutet Massentourismus?
Tourismus bedeutet, dass Menschen für Freizeit, Erholung oder Kultur an einen anderen Ort reisen. Ein Reiseziel ist der Ort, den sie besuchen, zum Beispiel eine Insel, ein Skiort oder eine Großstadt.
Von Massentourismus spricht man, wenn sehr viele Touristinnen und Touristen zur gleichen Zeit an dasselbe Reiseziel kommen. Entscheidend ist nicht nur die Gesamtzahl. Wichtig ist auch, ob ein Ort mit den vielen Gästen gut zurechtkommt.
Massentourismus ist die starke Konzentration vieler Reisender an einem Ort, besonders zu bestimmten Zeiten.
In einem kleinen Küstenort leben wenige tausend Menschen. Im Sommer kommen zusätzlich sehr viele Urlaubsgäste. Hotels, Strände, Straßen und Geschäfte sind dann deutlich voller als im Winter. Das ist ein Beispiel für Massentourismus.
Viele Reisende allein machen einen Ort noch nicht automatisch kaputt. Problematisch wird es, wenn zu viele Menschen gleichzeitig die vorhandenen Räume, Wasserreserven und Verkehrsmittel nutzen.
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Warum reisen so viele Menschen an dieselben Orte?
Beliebte Ziele sind oft leicht erreichbar. Ein Flughafen, gute Straßen, viele Hotels und Werbung machen es einfacher, dorthin zu fahren oder zu fliegen. Bilder in sozialen Medien können zusätzlich dazu führen, dass viele Menschen genau denselben Aussichtspunkt sehen wollen.
Eine Pauschalreise verbindet zum Beispiel Anreise, Unterkunft und manchmal Verpflegung in einem Angebot. Sie macht Reisen planbar und kann günstig sein, weil viele Plätze gleichzeitig verkauft werden. Auch Menschen, die ihre Reise selbst planen, können Massentourismus verursachen, wenn sie alle denselben Ort wählen.
Eine Insel hat einen Flughafen, große Hotels und viele Direktflüge im Sommer. Reiseveranstalter bieten günstige Wochenreisen an. Dadurch können viele Menschen ohne großen Planungsaufwand dorthin reisen.
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Die Saison nennt man eine wiederkehrende Zeit mit besonders vielen Gästen. An einem Badeort ist das oft der Sommer, in einem Skigebiet der Winter.
Welche Folgen hat Massentourismus für die Umwelt?
Die Umwelt umfasst Natur, Luft, Wasser, Boden, Tiere und Pflanzen. Wenn sehr viele Menschen anreisen und vor Ort wohnen, essen und sich fortbewegen, steigt der Verbrauch von Energie und Wasser. Auch Müll und Abwasser nehmen zu.
Für Hotels, Straßen oder Parkplätze werden manchmal Flächen bebaut. Dadurch können Lebensräume von Tieren und Pflanzen kleiner werden. Bei der Anreise entstehen je nach Verkehrsmittel unterschiedlich viele Treibhausgase. Das sind Gase, die zur Erwärmung des Klimas beitragen.
In einer trockenen Urlaubsregion brauchen Hotels Wasser für Duschen, Pools und Gärten. Wenn im Sommer gleichzeitig wenig Regen fällt, kann Wasser für Einheimische, Landwirtschaft und Natur knapp werden.
Nicht nur der Urlaubsort zählt. Auch die An- und Abreise gehört zur Umweltwirkung einer Reise.
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Was verändert sich für Menschen und Wirtschaft?
Wirtschaft meint alle Tätigkeiten, mit denen Menschen Geld verdienen sowie Waren und Dienstleistungen anbieten. Massentourismus kann Arbeitsplätze schaffen: etwa in Hotels, Restaurants, Verkehrsbetrieben oder bei Ausflügen. Gäste kaufen außerdem Lebensmittel, Souvenirs und andere Dinge vor Ort.
Für die Einheimischen, also die Menschen, die dauerhaft an einem Ort leben, kann das aber auch schwierig sein. Wenn Wohnungen oft als Ferienunterkünfte vermietet werden, gibt es weniger Wohnraum für sie. Mieten und Preise können steigen. Lärm, volle Busse und überfüllte Plätze können den Alltag belasten.
In einer Altstadt werden viele Wohnungen an Urlaubsgäste vermietet. Für Familien aus der Stadt bleiben weniger Wohnungen übrig. Gleichzeitig verdienen Cafés und kleine Läden gut an den vielen Besucherinnen und Besuchern.
Tourismusjobs sind oft saisonal. Das heißt: Sie gibt es vor allem in der Hauptreisezeit. Außerhalb dieser Zeit verdienen manche Beschäftigte deutlich weniger oder suchen andere Arbeit.
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Wann wird aus vielen Gästen Overtourism?
Overtourism bedeutet Überlastung durch Tourismus. Der Begriff beschreibt eine Situation, in der die Zahl oder das Verhalten der Gäste einen Ort so stark belastet, dass Natur, Kultur oder Alltag der Einheimischen leiden.
Eine Sehenswürdigkeit kann sehr beliebt sein und trotzdem gut organisiert werden. Werden Besucherzahlen jedoch zu hoch, entstehen zum Beispiel Gedränge, Schäden an Bauwerken oder Konflikte. Deshalb schauen Städte und Regionen darauf, wie viele Menschen ein Ort tragen kann.
Eine historische Gasse ist sehr schmal. Wenn Reisegruppen gleichzeitig durch sie laufen, kommen Anwohnerinnen und Anwohner kaum nach Hause. Die Stadt kann Zeitfenster für Besuche einführen, damit sich die Gruppen besser verteilen.
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Wie kann Tourismus verträglicher werden?
Nachhaltiger Tourismus versucht, Reisen so zu gestalten, dass Natur und Menschen am Urlaubsort möglichst wenig geschädigt werden und auch künftig gut leben können. Es geht nicht darum, dass niemand mehr reist. Es geht um bewusstere Entscheidungen von Gästen, Unternehmen und Gemeinden.
Reisende können weniger überfüllte Ziele wählen, länger an einem Ort bleiben statt viele Kurztrips zu machen und vor Ort Bus, Bahn oder Fahrrad nutzen. Sie können lokale Betriebe unterstützen und Regeln zum Schutz der Natur beachten. Orte können Besucherströme lenken, Schutzgebiete sichern und die Zahl der Gäste begrenzen.
Statt in der Hauptsaison ein überfülltes Ziel zu besuchen, fährt eine Familie in der Nebensaison in eine weniger bekannte Region. Sie reist mit dem Zug an, nutzt vor Ort Fahrräder und kauft in kleinen Geschäften ein.
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Zusammenfassung
Massentourismus entsteht, wenn viele Menschen gleichzeitig dasselbe Reiseziel besuchen. Er kann Arbeit und Einnahmen schaffen, aber auch Umwelt, Wohnraum und Alltag der Einheimischen belasten. Überlastet der Tourismus einen Ort, spricht man von Overtourism. Nachhaltiger Tourismus versucht, Vorteile des Reisens zu erhalten und Schäden für Natur und Menschen zu verringern.
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