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Outsourcing

Outsourcing in der Geographie: Definition, Merkmale, Beispiele und typische Zusammenhänge der Wirtschaftsgeographie.

Wenn ein Unternehmen Turnschuhe verkauft, muss es nicht jede Aufgabe selbst erledigen. Es kann Werbung, Transport oder die Herstellung einzelner Teile anderen Firmen überlassen. In der Erdkunde ist dabei besonders spannend: Wo werden diese Aufgaben erledigt und warum gerade dort?

Was bedeutet Outsourcing?

Outsourcing bedeutet Auslagerung. Ein Unternehmen gibt eine Aufgabe an einen anderen Betrieb weiter, statt sie selbst zu erledigen. Dieser Betrieb heißt externer Dienstleister, weil er nicht zum auftraggebenden Unternehmen gehört.

Das Unternehmen, das die Aufgabe abgibt, verkauft sein Produkt weiter unter seinem Namen. Es kauft aber für einen Teil der Arbeit die Leistung eines anderen Betriebs ein.

Deine Lernziele
  • Du erklärst, was Outsourcing bedeutet.
  • Du unterscheidest eine eigene Abteilung von einem externen Dienstleister.
  • Du nennst Chancen und Risiken der Auslagerung.
  • Du erklärst Onshoring Nearshoring und Offshoring.
Beispiel

Eine Fahrradfirma entwickelt und verkauft Fahrräder. Die Reinigung ihrer Büros übernimmt dauerhaft eine Reinigungsfirma. Die Fahrradfirma lagert diese Aufgabe aus. Das ist Outsourcing.

Merke

Outsourcing heißt: Eine Firma lässt eine Aufgabe von einem anderen Unternehmen erledigen.

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Warum lagern Unternehmen Aufgaben aus?

Jedes Unternehmen hat ein Kerngeschäft. Das ist die wichtigste Tätigkeit, mit der es Geld verdient und sich von anderen Unternehmen unterscheiden will. Eine Bäckerei möchte zum Beispiel gute Backwaren herstellen und verkaufen.

Für andere Aufgaben fehlen manchmal Zeit, Fachwissen oder Geräte. Dann kann ein spezialisierter Dienstleister helfen. Spezialisierung bedeutet, dass sich ein Betrieb besonders gut auf eine bestimmte Tätigkeit konzentriert.

Beispiel

Eine kleine Bäckerei backt Brot und Kuchen selbst. Ihre Lohnabrechnungen lässt sie von einem Steuerbüro erledigen. Dort kennen sich Fachleute mit Steuern und Abrechnungen aus. Die Bäckerei kann sich stärker auf das Backen und Verkaufen konzentrieren.

Gut zu wissen

Eine Auslagerung geschieht nicht nur, um Geld zu sparen. Ein Unternehmen kann auch Fachwissen nutzen, schneller auf viele Bestellungen reagieren oder teure Maschinen nicht selbst kaufen müssen.

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Was hat Outsourcing mit Geographie zu tun?

Outsourcing verändert die räumliche Verteilung von Arbeit. Die Herstellung eines Produkts oder eine Dienstleistung kann an mehreren Orten stattfinden. Ein Standort ist der Ort, an dem ein Unternehmen arbeitet.

Unternehmen vergleichen Standortfaktoren. Das sind Eigenschaften eines Ortes, die für einen Betrieb wichtig sind. Dazu gehören Löhne, gut ausgebildete Arbeitskräfte, Verkehrswege, Energiepreise, Sprache und politische Stabilität.

Beispiel

Ein deutsches Unternehmen lässt Teile für Haushaltsgeräte von einem anderen Betrieb in Polen herstellen. Polen ist gut über Straßen und Bahn erreichbar. Vielleicht gibt es dort passende Fachkräfte und andere Kosten als am deutschen Standort. Die fertigen Teile werden anschließend zur Montage nach Deutschland geliefert.

Merke

Bei Outsourcing wird nicht nur entschieden, wer eine Aufgabe übernimmt. Es wird oft auch entschieden, an welchem Standort sie erledigt wird.

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Onshoring Nearshoring und Offshoring

Wenn eine ausgelagerte Aufgabe an einem anderen Ort erledigt wird, helfen drei Begriffe.

Onshoring bedeutet, dass die Leistung im selben Land erbracht wird. Nearshoring bedeutet, dass die Leistung in ein nahe gelegenes anderes Land vergeben wird. Offshoring bedeutet, dass die Leistung in ein weiter entferntes Ausland verlagert wird.

Diese Begriffe beschreiben vor allem den Ort. Outsourcing beschreibt dagegen die Zusammenarbeit mit einem anderen Unternehmen. Eine Firma kann also eine Aufgabe auslagern und zugleich entscheiden, in welchem Land sie erledigt wird.

Beispiel

Eine Firma aus Deutschland beauftragt eine Softwarefirma in Deutschland. Das ist Outsourcing mit Onshoring.

Beauftragt sie eine Softwarefirma in Tschechien, kann man von Nearshoring sprechen.

Beauftragt sie eine Softwarefirma in Indien, ist das Offshoring. Wegen der großen Entfernung und Zeitverschiebung braucht die Zusammenarbeit oft besonders gute Absprachen.

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Chancen und Risiken abwägen

Outsourcing kann Vorteile bringen. Ein Dienstleister arbeitet vielleicht besonders schnell oder kennt sich mit einer Aufgabe besser aus. Das Unternehmen spart möglicherweise eigene Räume, Maschinen oder Fortbildungen.

Es gibt aber auch Risiken. Abhängigkeit bedeutet, dass ein Unternehmen stark auf einen Partner angewiesen ist. Liefert dieser Partner zu spät oder arbeitet schlecht, kann das ganze Unternehmen Probleme bekommen. Bei großen Entfernungen können außerdem Transportkosten, Zeitverschiebungen und Missverständnisse entstehen.

Beispiel

Ein Handyhersteller bezieht einen wichtigen Chip von nur einem Zulieferer. Fällt dort die Produktion aus, kann der Handyhersteller vielleicht keine Geräte fertigstellen. Der günstige Einkaufspreis hilft dann nicht weiter.

Eine mögliche Lösung: Das Unternehmen prüft die Qualität genau, vereinbart klare Liefertermine und arbeitet bei besonders wichtigen Teilen mit mehreren Zulieferern.

Merke

Outsourcing ist keine automatische Ersparnis. Gute Planung, zuverlässige Partner und klare Absprachen sind entscheidend.

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Zusammenfassung

Outsourcing ist die Auslagerung von Aufgaben an externe Dienstleister. Unternehmen wollen sich damit oft auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und Fachwissen nutzen.

Für die Wirtschaftsgeographie ist wichtig, wo die Aufgaben erledigt werden. Standortfaktoren beeinflussen diese Wahl. Onshoring bleibt im eigenen Land, Nearshoring führt in ein nahe gelegenes Land und Offshoring weiter ins Ausland. Outsourcing kann Chancen bieten, bringt aber auch Risiken wie Abhängigkeit, längere Wege und schwierige Kommunikation mit sich.