Wenn du einen Apfel isst, beginnt seine Geschichte oft im Boden eines Ackers. Auch Bäume im Park, Regenwasser nach einem Gewitter und ein Fußballplatz brauchen gesunden Boden. Deshalb ist Boden viel mehr als Erde unter deinen Schuhen.
- Du erklärst, warum Boden eine wichtige Ressource ist.
- Du nennst wichtige Aufgaben des Bodens.
- Du erkennst Gefahren für Böden.
- Du beschreibst Maßnahmen zum Bodenschutz.
Boden ist eine wertvolle Ressource
Eine Ressource ist etwas Wertvolles, das Menschen nutzen können. Wasser, Holz und Rohstoffe sind Ressourcen. Auch der Boden ist eine Ressource: Er ist die oberste, lockere Schicht der Erdoberfläche. In ihm wachsen Pflanzen. Er enthält Luft, Wasser, Gesteinsteilchen und Lebewesen.
Boden entsteht sehr langsam. Gestein verwittert, Pflanzenreste werden zersetzt und viele kleine Lebewesen mischen alles durch. Darum kann verlorener fruchtbarer Boden nicht schnell ersetzt werden.
Auf einem Acker wächst Weizen. Die Pflanzen nehmen Wasser und Nährstoffe aus dem Boden auf. Aus dem Weizen kann später Brot werden. Ohne geeigneten Boden wäre dieser Anbau viel schwieriger.
Boden ist eine Ressource, weil er Menschen, Tieren und Pflanzen wichtige Lebensgrundlagen bietet und sich nur sehr langsam neu bildet.
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Was Boden alles kann
Der Boden erfüllt mehrere Bodenfunktionen. Das sind Aufgaben, die ein Boden für Natur und Menschen übernimmt.
Er ist Lebensraum für Regenwürmer, Käfer, Pilze, Bakterien und Pflanzenwurzeln. Er liefert Pflanzen Halt und versorgt sie mit Wasser und Nährstoffen. Außerdem kann Boden Wasser aufnehmen, speichern und teilweise reinigen. Das Einsickern von Wasser in den Boden heißt Versickerung. Dabei bleiben manche Stoffe hängen oder werden von Lebewesen abgebaut.
Nach einem starken Regenschauer nimmt eine unbebaute Wiese viel Wasser auf. Ein Teil versickert langsam. Auf einem vollständig asphaltierten Parkplatz fließt das Wasser dagegen schnell oberflächlich ab.
Böden helfen auch beim Klimaschutz. Kohlenstoff ist ein chemischer Bestandteil vieler Stoffe, zum Beispiel von Pflanzenresten. Böden können Kohlenstoff speichern. Besonders viel organisches Material enthalten oft Moorböden.
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Fruchtbarkeit und Humus
Für die Landwirtschaft ist die Bodenfruchtbarkeit wichtig. Sie beschreibt, wie gut ein Boden Pflanzen beim Wachsen unterstützt. Dazu braucht der Boden unter anderem Wasser, Luft, Nährstoffe und eine lockere Struktur.
Ein wichtiger Bestandteil ist Humus. Humus besteht aus zersetzten Resten von Pflanzen und Tieren. Er macht viele Böden dunkel und hilft ihnen, Wasser und Nährstoffe zu speichern. Regenwürmer und andere Bodenlebewesen helfen beim Aufbau von Humus.
Ein Feld wird nach der Ernte nicht lange kahl gelassen. Stattdessen wächst eine Zwischenfrucht, also eine Pflanze zwischen zwei Hauptanbauzeiten, zum Beispiel Klee. Ihre Wurzeln bedecken und lockern den Boden. Pflanzenreste können später zu Humus werden.
Humus ist kein Dünger aus der Tüte. Er ist ein natürlicher Bestandteil des Bodens und unterstützt seine Fruchtbarkeit.
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Wie Böden geschädigt werden
Boden kann durch Menschen und Naturkräfte geschädigt werden. Bodenerosion bedeutet, dass Wind oder Wasser Bodenmaterial abtragen. Besonders gefährdet ist nackter Boden an Hängen bei starkem Regen.
Bei einer Bodenverdichtung werden die Poren im Boden zusammengedrückt. Poren sind kleine Zwischenräume mit Luft und Wasser. Schwere Maschinen können feuchten Boden verdichten. Dann gelangen Luft und Wasser schlechter in den Boden.
Auch Schadstoffe können Böden belasten. Schadstoffe sind Stoffe, die Menschen, Tieren, Pflanzen oder der Umwelt schaden können. Sie können zum Beispiel durch ausgelaufene Chemikalien oder falsch entsorgten Müll in den Boden gelangen.
Ein Traktor fährt nach langem Regen über einen Acker. Der nasse Boden wird stark zusammengedrückt. Später versickert Wasser dort schlechter, und Pflanzenwurzeln haben weniger Platz.
Bei einem Gewitter fließt Wasser über einen kahlen Hang. Es nimmt feine, fruchtbare Bodenteilchen mit. Unten am Hang sammeln sich Schlamm und Erde.
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Versiegelung: Wenn Boden bedeckt wird
Eine Bodenversiegelung entsteht, wenn Boden dauerhaft mit Asphalt, Beton oder Gebäuden bedeckt wird. Unter einer Straße kann der Boden Regenwasser kaum noch aufnehmen. Auch als Lebensraum und Anbaufläche fällt er weitgehend aus.
Manchmal lassen sich alte befestigte Flächen wieder öffnen. Das nennt man Entsiegelung. Dabei wird zum Beispiel Asphalt entfernt und die Fläche begrünt. Der Boden kann dann einen Teil seiner Funktionen zurückgewinnen.
Auf einem ehemaligen Parkplatz wird ein Teil des Asphalts entfernt. Dort entstehen Beete, Bäume und wasserdurchlässige Wege. Bei Regen kann nun mehr Wasser in den Boden gelangen.
Versiegelter Boden ist nicht einfach verschwunden. Aber viele seiner natürlichen Aufgaben sind stark eingeschränkt.
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Bodenschutz im Alltag und in der Landwirtschaft
Bodenschutz bedeutet, Böden vor Schäden zu bewahren und ihre wichtigen Funktionen zu erhalten oder wiederherzustellen. Er beginnt bei der Planung: Bereits bebaute oder brachliegende Flächen können oft sinnvoller genutzt werden als neue Äcker oder Wiesen.
In der Landwirtschaft schützen Pflanzen auf dem Feld den Boden vor Erosion. Landwirtinnen und Landwirte können Maschinen möglichst bodenschonend einsetzen, die Fruchtfolge wechseln und den Boden nicht unnötig lange unbedeckt lassen. Auf Baustellen hilft es, die fruchtbare obere Bodenschicht sorgfältig abzutragen, getrennt zu lagern und später wieder aufzubringen.
Ein Bauunternehmen schützt vor Beginn einer Baustelle den Oberboden. Es lagert ihn getrennt und fährt bei nassem Wetter nicht mit schweren Maschinen über die ganze Fläche. Nach dem Bau kann der Oberboden wieder für Grünflächen verwendet werden.
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Zusammenfassung
Boden ist eine wertvolle Ressource. Er ermöglicht den Anbau von Nahrung, ist Lebensraum, speichert Wasser und kann Kohlenstoff binden. Humus und eine lockere Bodenstruktur fördern die Bodenfruchtbarkeit.
Erosion, Verdichtung, Schadstoffe und Versiegelung können Bodenfunktionen schädigen. Bodenschutz heißt deshalb: Fläche sparsam nutzen, Böden bedeckt halten, sorgfältig bewirtschaften und geschädigte Flächen möglichst wiederherstellen.
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