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Ressource Wasser

Ressource Wasser in der Geographie: Definition, Merkmale, Beispiele und Zusammenhänge in der Wirtschaftsgeographie.

Wasser kommt aus dem Hahn, fällt als Regen und fließt durch Bäche und Flüsse. Du brauchst es jeden Tag zum Trinken, Waschen und Essen. Auch Felder, Tiere und viele Betriebe sind auf Wasser angewiesen. Trotzdem kann es an einem Ort zeitweise knapp werden.

Deine Lernziele
  • Du erklärst, warum Wasser eine Ressource ist.
  • Du unterscheidest Wasserknappheit und Trockenheit.
  • Du nennst wichtige Ursachen und Folgen.
  • Du kennst Möglichkeiten, Wasser zu schützen.

Wasser als Ressource

Eine Ressource ist etwas aus der Natur, das Menschen nutzen können. Wasser ist eine Ressource: Wir trinken es, bereiten damit Lebensmittel zu und verwenden es zum Reinigen oder Bewässern.

Süßwasser enthält nur wenig Salz. Es kommt zum Beispiel in Flüssen, Seen, Gletschern und im Boden vor. Das meiste Wasser auf der Erde ist salziges Meerwasser und nicht direkt als Trinkwasser nutzbar. Auch Süßwasser wird je nach Quelle geschützt und häufig aufbereitet, bevor es als Trinkwasser aus dem Hahn kommt.

Beispiel

Eine Bäckerei benötigt Wasser für Teig und zum Reinigen. Auf einem Bauernhof brauchen Tiere Wasser, und Pflanzen auf dem Feld werden bei Trockenheit bewässert. In allen Fällen nutzen Menschen dieselbe Ressource.

Merke

Wasser ist eine Ressource, weil Menschen es zum Leben und für viele Aufgaben brauchen.

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Wie Regen zu Grundwasser wird

Wenn Regen auf eine Wiese fällt, dringt ein Teil in den Boden ein. Dieses Eindringen heißt Versickerung. So gelangt Wasser in tiefere Bodenschichten.

Dort sammelt es sich in kleinen Hohlräumen von Boden und Gestein. Dieses gespeicherte Wasser nennt man Grundwasser. Es ist für viele Orte eine wichtige Quelle für Trinkwasser.

Flächen aus Asphalt, Beton oder Gebäuden heißen versiegelt. Auf ihnen kann Regen schlechter versickern. Er fließt dann oft schnell in die Kanalisation oder in Gewässer.

Beispiel

Nach einem Regentag kann Wasser auf einer Wiese in den Boden gelangen. Auf einem asphaltierten Parkplatz fließt es dagegen oft in einen Gully. Unter der Wiese kann sich dadurch eher Grundwasser erneuern.

Merke

Versickerung füllt das Grundwasser auf. Versiegelte Flächen erschweren diesen Weg.

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Was Wasserknappheit bedeutet

Wasserknappheit bedeutet: In einem Gebiet steht nicht genug nutzbares Wasser für den Bedarf von Menschen, Tieren, Pflanzen und Wirtschaft zur Verfügung. Sie kann lange dauern oder nur für kurze Zeit auftreten.

Eine Trockenheit ist eine längere Zeit mit zu wenig Niederschlag. Sie kann Wasserknappheit verursachen, muss aber nicht sofort dazu führen. Auch an einem sehr heißen Tag kann es eng werden, wenn viele Menschen gleichzeitig viel Wasser brauchen und Leitungen oder Speicher an ihre Grenze kommen.

Beispiel

In einer Gemeinde füllen an einem heißen Nachmittag viele Familien Pools und gießen ihre Gärten. Das Wasserwerk muss plötzlich viel mehr Wasser liefern als sonst. Die Versorgung kann dann kurzfristig unter Druck geraten.

Merke

Wasserknappheit entsteht, wenn Wasserangebot und Wasserbedarf nicht zusammenpassen.

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Ursachen und Folgen

Bei Wärme geht Wasser von Böden, Pflanzen und Gewässern in die Luft über. Dieser Vorgang heißt Verdunstung. Hohe Temperaturen können die Verdunstung verstärken. Fällt gleichzeitig lange wenig Regen, trocknen Böden aus und es bildet sich weniger neues Grundwasser.

Wasserentnahme bedeutet, Wasser aus einer Quelle zu nutzen, zum Beispiel aus einem Brunnen, Fluss oder See. Wird über längere Zeit mehr Wasser entnommen als nachkommt, sinken die Vorräte.

Wenn mehrere Gruppen dieselbe begrenzte Wassermenge benötigen, entsteht ein Nutzungskonflikt. Dann konkurrieren zum Beispiel Haushalte, Landwirtschaft und Betriebe um Wasser.

Beispiel

Ein Landwirt möchte Gemüse bewässern. Gleichzeitig brauchen Haushalte Trinkwasser und ein Betrieb Wasser zum Kühlen. In einer langen Trockenphase kann nicht jede Nutzung gleich viel Wasser bekommen.

Merke

Wenig Regen, starke Verdunstung und hohe Wasserentnahme können Wasserknappheit verstärken. Dann entstehen Nutzungskonflikte.

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Wasser schützen und klug nutzen

Wasser zu schützen heißt nicht nur, weniger zu verbrauchen. Regenwasser sollte möglichst lange in der Landschaft bleiben. Wälder, Wiesen, Moore und unversiegelte Böden können Wasser aufnehmen und langsam wieder abgeben.

Eine Schwammstadt ist eine Stadt, die Regenwasser aufnimmt und speichert, statt es sofort abzuleiten. Bäume, Grünflächen, Mulden und durchlässige Wege helfen dabei. Das kann sowohl bei Starkregen als auch bei Trockenheit nützen.

Bei der Tröpfchenbewässerung gelangt Wasser langsam und gezielt an die Wurzeln von Pflanzen. So verdunstet oft weniger Wasser als bei einer großflächigen Beregnung.

Beispiel

Eine Schule ersetzt einen Teil ihres asphaltierten Pausenhofs durch Beete und Bäume. Bei Regen kann dort Wasser versickern. An heißen Tagen geben die Bäume Schatten und der Boden trocknet langsamer aus.

Gut zu wissen

Trinkwasser ist besonders wichtig. Deshalb können Gemeinden in sehr trockenen Zeiten zum Beispiel das Befüllen von Pools oder das Bewässern von Gärten einschränken.

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Zusammenfassung

Wasser ist eine lebenswichtige Ressource. Nutzbares Wasser ist aber nicht überall und zu jeder Zeit gleich verfügbar. Wasserknappheit entsteht, wenn der Bedarf größer ist als das verfügbare Wasser. Trockenheit, Verdunstung, Versiegelung und hohe Wasserentnahme können sie verstärken. Mit sparsamem Umgang, kluger Bewässerung und durchlässigen Flächen lässt sich Wasser besser schützen.