Auf einem Feld wachsen Pflanzen nicht immer gleich gut. Besonders in den Tropen kann der Boden nach wenigen Ernten viele Stoffe verlieren, die Pflanzen zum Wachsen brauchen. Dann brauchen Familien eine Lösung, um weiter Nahrung anzubauen.
- Du erklärst Shifting Cultivation mit eigenen Worten.
- Du beschreibst den Kreislauf aus Anbau und Erholung.
- Du beurteilst, wann diese Wirtschaftsweise nachhaltig sein kann.
Was bedeutet Shifting Cultivation?
Shifting Cultivation ist eine Landwirtschaftsform, bei der sich die genutzten Anbauflächen im Laufe der Zeit verlagern. Im Deutschen wird sie oft als Wanderfeldbau bezeichnet. Je nach Fachtext kann Shifting Cultivation auch ähnliche Formen des Flächenwechsels einschließen.
Eine Fläche wird nur wenige Jahre als Feld genutzt. Danach bearbeiten die Menschen eine andere Fläche. Das frühere Feld bleibt lange ungenutzt, damit sich Boden und Pflanzenwelt erholen können.
Oft dient diese Landwirtschaft der Subsistenzwirtschaft. Das bedeutet: Familien oder Gemeinschaften bauen Lebensmittel vor allem für den eigenen Bedarf an.
Shifting Cultivation beschreibt einen Kreislauf: kurz anbauen, Fläche lange ruhen lassen und später wieder nutzen.
Eine Familie baut auf einem kleinen Feld Maniok und Mais an. Nach einigen Ernten wachsen die Pflanzen schlechter. Die Familie nutzt nun ein anderes Feld. Das erste Feld bleibt viele Jahre in Ruhe.
Shifting Cultivation bedeutet nicht, jeden Tag ein neues Feld anzulegen. Wichtig sind der Wechsel nach einigen Jahren und die lange Erholungszeit.
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So entsteht ein Feld
Oft beginnt der Kreislauf mit einer Brandrodung. Dabei wird Pflanzenwuchs auf einer kleinen Fläche entfernt und anschließend verbrannt. Die Asche bleibt auf dem Boden zurück und kann die Wachstumsbedingungen kurzfristig verbessern.
Danach werden Nutzpflanzen angebaut. Nutzpflanzen sind Pflanzen, die Menschen zum Beispiel als Nahrung verwenden. In den Tropen können das Maniok, Yams, Bananen oder Mais sein.
Häufig wachsen verschiedene Nutzpflanzen gemeinsam auf einem Feld. Das heißt Mischkultur. So stehen nicht nur Pflanzen einer Art nebeneinander.
Der Ablauf kann so aussehen:
- Eine kleine Fläche wird vorbereitet.
- Pflanzenreste werden kontrolliert verbrannt.
- Mit der Regenzeit werden Nutzpflanzen gesät oder gepflanzt.
- Einige Jahre lang wird geerntet.
- Danach bleibt das Feld ungenutzt, während ein anderes Feld angebaut wird.
Brandrodung kann ein Arbeitsschritt sein. Shifting Cultivation meint aber den ganzen Kreislauf aus Nutzung, Wechsel und Erholung.
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Warum der Boden eine Pause braucht
Nährstoffe sind Stoffe im Boden, die Pflanzen zum Wachsen brauchen. In vielen tropischen Regionen sind die Böden selbst eher nährstoffarm. Viele Nährstoffe befinden sich in Pflanzenresten und im Humus. Humus ist dunkles, zersetztes organisches Material im Boden. Er kann Wasser und Nährstoffe speichern.
Nach einer Brandrodung sind zunächst Stoffe aus der Asche verfügbar. Starke Regenfälle können sie jedoch fortspülen oder tief in den Boden verlagern. Dann erreichen die Wurzeln der Nutzpflanzen sie schlechter. Der Ertrag, also die Menge einer Ernte, sinkt.
Eine Brache ist ein früheres Feld, das vorübergehend nicht bewirtschaftet wird. Dort wachsen zunächst Gräser und Sträucher. Später kann ein Sekundärwald entstehen. Das ist Wald, der nach einer vorherigen Nutzung wieder nachwächst.
Ein Feld wird drei Jahre genutzt. Danach bleibt es brach. Neue Pflanzen wachsen, ihre Wurzeln halten den Boden fest, und abgestorbene Blätter bilden wieder Humus. Erst nach einer langen Erholungszeit kann das Feld erneut sinnvoll genutzt werden.
Wie lange eine Brache dauern muss, hängt von Klima, Boden und Nutzungsart ab. Die Erholungszeit ist meist deutlich länger als die Zeit, in der das Feld angebaut wird.
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Wann kann Wanderfeldbau nachhaltig sein?
Nachhaltig bedeutet, dass Menschen etwas so nutzen, dass es langfristig möglich bleibt. Traditioneller Wanderfeldbau kann unter bestimmten Bedingungen an die Umwelt angepasst sein: Die Felder sind klein, es gibt ausreichend Fläche und die Brache dauert lange genug.
Dann kann sich die Vegetation erholen. Wurzeln schützen den Boden, und ein neuer Wald kann wachsen. Wanderfeldbau ist deshalb nicht automatisch gleichbedeutend mit dauerhafter Abholzung.
Schwierig wird es bei starkem Bevölkerungsdruck. Damit ist gemeint, dass viele Menschen auf begrenzter Fläche leben und Nahrung anbauen müssen. Dann werden alte Felder oft früher wieder genutzt. Die Brachezeit wird zu kurz.
In einem dünn besiedelten Gebiet ruht ein altes Feld viele Jahre und wird wieder dicht bewachsen. In einem dicht besiedelten Gebiet wird dieselbe Fläche schon nach kurzer Zeit erneut genutzt. Der Boden hatte dann weniger Zeit zur Erholung.
Kurzer Anbau braucht lange Erholung. Die Brache ist kein ungenutzter Fehler, sondern ein wichtiger Teil des Kreislaufs.
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Folgen bei zu kurzer Brache
Wenn ein Feld zu früh wieder genutzt wird, wächst nur wenig neuer Wald nach. Dann entsteht weniger Humus. Der Boden verliert leichter Nährstoffe, und die Erträge können weiter sinken.
Außerdem kann Erosion auftreten. Erosion bedeutet, dass Wasser oder Wind Boden abtragen. Fehlen schützende Pflanzen, kann Starkregen besonders den fruchtbaren Oberboden wegspülen.
Nach einer zu kurzen Brache ist der Boden nur dünn bewachsen. Bei heftigem Regen wird Erde fortgespült. Auf dem Feld bleiben weniger Nährstoffe zurück, und die nächste Ernte fällt kleiner aus.
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Zusammenfassung
Shifting Cultivation beschreibt Landwirtschaft mit wechselnden Anbauflächen. Oft wird sie als Wanderfeldbau bezeichnet. Nach wenigen Jahren Anbau wird ein Feld zur Brache, damit sich Boden und Vegetation erholen können.
Eine Brandrodung kann am Anfang stehen, ist aber nicht das ganze System. Entscheidend sind lange Brachezeiten. Werden sie durch Bevölkerungsdruck zu kurz, nehmen Bodenfruchtbarkeit, Erträge und Waldregeneration ab.
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