Wenn in deiner Umgebung ein Betrieb schließt, merken das viele Menschen. Arbeitsplätze verändern sich, neue Firmen kommen vielleicht dazu. So kann sich eine ganze Region langsam verwandeln.
Was bedeutet Strukturwandel?
Strukturwandel ist eine langfristige Veränderung der Wirtschaft. Dabei verschiebt sich, welche Arbeiten, Unternehmen und Orte besonders wichtig sind.
Eine Branche ist ein Wirtschaftsbereich mit ähnlichen Produkten oder Tätigkeiten. Die Autobranche umfasst zum Beispiel Hersteller von Autos und Zulieferbetriebe.
Strukturwandel ist mehr als eine kurze Veränderung. Saisonal bedeutet, dass etwas regelmäßig zu einer Jahreszeit anders ist. Ein Eiscafé verkauft im Winter meist weniger Eis. Das ist saisonal, aber kein Strukturwandel.
Strukturwandel bedeutet, dass sich die Bedeutung von Arbeitsplätzen, Branchen oder Regionen über viele Jahre verändert.
In einer Region arbeiten früher viele Menschen im Kohlebergbau. Nach und nach schließen die Bergwerke. Gleichzeitig entstehen Jobs in Forschung, Pflege, Verkehr und erneuerbaren Energien.
Strukturwandel betrifft nicht nur einen einzelnen Betrieb. Er verändert die Wirtschaftsstruktur über längere Zeit.
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Die Wirtschaftssektoren
Um die Wirtschaft besser zu ordnen, teilt man sie in Wirtschaftssektoren ein. Das sind große Bereiche mit unterschiedlichen Aufgaben.
Der primäre Sektor gewinnt Rohstoffe aus der Natur. Rohstoffe sind natürliche Ausgangsmaterialien wie Holz, Getreide oder Eisenerz. Landwirtschaft, Fischerei, Forstwirtschaft und Bergbau gehören dazu.
Der sekundäre Sektor verarbeitet Rohstoffe weiter. Dazu zählen Industrie, Handwerk und Bau.
Der tertiäre Sektor bietet Dienstleistungen an. Eine Dienstleistung ist Arbeit für andere Menschen oder Unternehmen, bei der meist kein Gegenstand hergestellt wird. Dazu gehören etwa Unterricht, medizinische Behandlung, Handel und Beratung.
Ein Bauernhof baut Weizen an. Das gehört zum primären Sektor. Eine Bäckerei backt daraus Brot und gehört zum sekundären Sektor. Ein Geschäft verkauft das Brot und gehört zum tertiären Sektor.
Primär bedeutet gewinnen. Sekundär bedeutet verarbeiten. Tertiär bedeutet Dienstleistungen anbieten.
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Drei Formen des Strukturwandels
Beim sektoralen Strukturwandel verändert sich die Bedeutung zwischen den Wirtschaftssektoren. In Deutschland arbeiten heute viel weniger Menschen in der Landwirtschaft als früher. Dienstleistungen haben dagegen an Bedeutung gewonnen.
Intrasektoral bedeutet innerhalb eines Sektors. Beim intrasektoralen Strukturwandel verändern sich also Branchen innerhalb eines Wirtschaftssektors.
Eine Region ist ein abgegrenzter Raum, zum Beispiel das Ruhrgebiet oder eine ländliche Gegend. Beim regionalen Strukturwandel verändert sich die Wirtschaft in einer solchen Region.
In der Autoindustrie werden Elektroautos wichtiger und Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor weniger wichtig. Das ist intrasektoraler Strukturwandel, weil beides zur Industrie gehört.
Das Ruhrgebiet war lange stark vom Bergbau geprägt. Heute sind dort auch Hochschulen, Dienstleistungen und moderne Unternehmen wichtig. Das ist regionaler Strukturwandel.
Zwischen Sektoren heißt sektoral. Innerhalb eines Sektors heißt intrasektoral. In einem bestimmten Gebiet heißt regional.
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Warum verändert sich die Wirtschaft?
Strukturwandel hat oft mehrere Ursachen. Technischer Fortschritt bedeutet neue Maschinen, Verfahren oder digitale Möglichkeiten. Dadurch können Aufgaben schneller erledigt werden oder ganz neue Berufe entstehen.
Auch Globalisierung beeinflusst die Wirtschaft. Globalisierung bedeutet, dass Länder und Unternehmen weltweit stärker handeln und miteinander konkurrieren.
Weitere Ursachen sind neue Wünsche der Menschen, politische Entscheidungen und Klimaschutz. Wenn mehr Strom aus Sonne und Wind erzeugt wird, gewinnen andere Unternehmen und Berufe an Bedeutung.
Ein landwirtschaftlicher Betrieb nutzt Maschinen und digitale Daten für die Bewässerung. Dadurch können weniger Menschen große Flächen bearbeiten. Gleichzeitig werden Kenntnisse über Technik und Wartung wichtiger.
Strukturwandel ist weder nur gut noch nur schlecht. Er kann neue Chancen schaffen und zugleich Probleme für Beschäftigte oder Regionen bringen.
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Folgen für Menschen und Regionen
Wenn sich die Wirtschaft wandelt, verändern sich Berufe. Manche Tätigkeiten werden seltener gebraucht. Für andere fehlen Fachkräfte.
Eine Qualifikation ist das Wissen und Können für einen Beruf. Eine Weiterbildung hilft Menschen, nach Schule oder Ausbildung neue Kenntnisse zu lernen.
Regionen mit nur einer wichtigen Branche sind besonders anfällig. Wenn dort ein großer Betrieb Probleme bekommt, kann das viele Arbeitsplätze gleichzeitig treffen. Deshalb fördern Städte und Gemeinden unterschiedliche Branchen, Bildungsangebote und gute Verkehrswege.
In einer ehemaligen Kohleregion entstehen ein Technologiepark, neue Bahnverbindungen und Ausbildungsangebote. Neue Unternehmen können sich ansiedeln. Beschäftigte können sich für andere Berufe qualifizieren.
Strukturwandel gelingt leichter, wenn Menschen neue Fähigkeiten lernen und Regionen neue wirtschaftliche Möglichkeiten entwickeln.
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Zusammenfassung
Strukturwandel ist eine langfristige Veränderung der Wirtschaft. Dabei verschiebt sich die Bedeutung von Wirtschaftssektoren, Branchen und Regionen.
Du unterscheidest sektoralen Wandel zwischen den Sektoren, intrasektoralen Wandel innerhalb eines Sektors und regionalen Wandel in einem Gebiet. Technik, Globalisierung, politische Entscheidungen und veränderte Bedürfnisse können ihn auslösen. Weiterbildung, neue Ideen und gute Infrastruktur helfen Menschen und Regionen dabei, den Wandel zu gestalten.
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