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Südpolarmeer

Südpolarmeer in der Geographie: Merkmale, Nutzung, Risiken und Beispiele aus der Geographie.

Stell dir vor, du schaust auf einen Globus: Ganz unten liegt die Antarktika. Rund um sie zieht sich ein riesiges, kaltes Meer. Es beeinflusst Tiere, Strömungen und das Klima der ganzen Erde.

Wo liegt das Südpolarmeer?

Das Südpolarmeer ist der Ozean rund um den Kontinent Antarktika. Es wird auch Südlicher Ozean genannt und verbindet die südlichen Bereiche von Atlantik, Indischem Ozean und Pazifik.

Auf vielen Karten beginnt es am 60. südlichen Breitengrad. Ein Breitengrad ist eine gedachte Kreislinie, die zeigt, wie weit ein Ort nördlich oder südlich des Äquators liegt.

Definition

Das Südpolarmeer ist das kalte Meer, das die Antarktika umfließt.

Beispiel

Ein Forschungsschiff fährt von Südamerika immer weiter nach Süden. Es erreicht schließlich den Meeresraum rund um die Antarktika: das Südpolarmeer.

Merke

Das Südpolarmeer liegt am Südpol. Am Nordpol liegt dagegen das Nordpolarmeer, auch Arktischer Ozean genannt.

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Eis und stürmisches Wetter

Im Winter frieren große Bereiche der Meeresoberfläche zu. Dieses Eis heißt Meereis. Es entsteht direkt aus gefrorenem Meerwasser.

Ein Eisberg ist etwas anderes: Er besteht aus Süßwassereis und ist ein abgebrochenes Stück von einem Gletscher oder einer großen Eisplatte. Eisberge treiben im Meer, während Meereis auf dem Meer gefriert.

Beispiel

Im Winter wächst die Fläche des Meereises weit nach Norden. Im Sommer schmilzt viel davon wieder. Deshalb verändert sich die Eisfläche im Jahreslauf stark.

Gut zu wissen

Starke Westwinde können fast ungehindert um die Antarktika wehen. Darum ist das Südpolarmeer oft besonders stürmisch.

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Die Strömung rund um die Antarktika

Eine Meeresströmung ist Meerwasser, das sich über lange Strecken überwiegend in eine Richtung bewegt. Die wichtigste Strömung im Südpolarmeer heißt Antarktischer Zirkumpolarstrom. Zirkumpolar bedeutet: rund um einen Pol.

Starke Westwinde treiben diese Strömung vor allem an. Sie fließt von Westen nach Osten einmal um die Antarktika. Unterschiede bei Temperatur und Salzgehalt beeinflussen zusätzlich die Bewegung der Wassermassen.

Beispiel

Stell dir ein riesiges Förderband aus Wasser vor, das ohne Unterbrechung um die Antarktika läuft. So verbindet der Antarktische Zirkumpolarstrom die großen Ozeane miteinander.

Merke

Kein Kontinent versperrt dem Antarktischen Zirkumpolarstrom den ganzen Weg. Deshalb kann er die Antarktika vollständig umfließen.

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Das Südpolarmeer und das Klima

Kohlenstoffdioxid oder CO2 ist ein Gas in der Luft. Ein Teil davon löst sich im Meerwasser. Kaltes Wasser kann meist mehr CO2 aufnehmen als warmes Wasser.

Im Südpolarmeer kühlt Wasser stark ab. Dichte beschreibt, wie viel Masse in einem bestimmten Raum steckt. Kaltes und salzreiches Wasser ist meist dichter und kann absinken. Dabei nimmt es Wärme und gelöstes CO2 mit in die Tiefe.

Beispiel

In einem kalten Getränk bleibt Kohlensäure besser gelöst als in einem warmen Getränk. Ähnlich kann kaltes Meerwasser mehr CO2 aufnehmen.

Definition

Eine Kohlenstoffpumpe ist ein Vorgang, der Kohlenstoff von der Meeresoberfläche in tiefere Wasserschichten oder zum Meeresboden bringt.

Auch Lebewesen helfen dabei. Phytoplankton sind winzige Algen, die im lichtreichen Oberflächenwasser leben. Sie nutzen Licht und CO2 zum Wachsen. Werden sie gefressen oder sinken ihre Reste ab, gelangt ein Teil des Kohlenstoffs in tiefere Wasserschichten.

Beispiel

Phytoplankton wird von Krill gefressen. Frisst später ein Wal den Krill, wandert der zuvor in den Algen gebundene Kohlenstoff durch das Nahrungsnetz.

Merke

Das Südpolarmeer bremst die Erwärmung, weil es Wärme und CO2 aufnimmt. Es kann aber nicht unbegrenzt beides speichern.

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Krill und das Nahrungsnetz

Im Südpolarmeer leben Pinguine, Robben, Wale, Fische und Kalmare. Besonders wichtig ist der Krill. Das sind kleine, garnelenähnliche Krebstiere.

Krill frisst Phytoplankton. Viele größere Tiere fressen Krill. Ein Nahrungsnetz zeigt, welche Lebewesen einander fressen. Krill ist darin eine Schlüsselart: Von ihm hängen besonders viele andere Tiere ab.

Beispiel

Gibt es in einem Gebiet deutlich weniger Krill, finden Pinguine und Wale dort weniger Nahrung. Das kann auch ihren Nachwuchs gefährden.

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Gefahren und Schutz

Klimawandel bedeutet die langfristige Veränderung des Klimas durch natürliche und vor allem menschliche Einflüsse. Im Südpolarmeer verändern sich dadurch Temperaturen, Meereis und Strömungen.

Schmelzendes Landeis bringt zusätzliches Süßwasser ins Meer. Dadurch können sich Salzgehalt und Dichte des Wassers ändern. Auch Krillfischerei kann problematisch sein, wenn sie in wichtigen Nahrungsgebieten stattfindet.

Ein Meeresschutzgebiet ist ein Bereich im Meer, in dem menschliche Eingriffe eingeschränkt werden. So sollen Lebensräume und Arten geschützt werden.

Beispiel

In einem Meeresschutzgebiet kann die Krillfischerei begrenzt sein. Dann bleibt mehr Nahrung für Pinguine, Robben und Wale in ihrem Fressgebiet.

Merke

Das Südpolarmeer schützt das Klima nicht allein. Weniger Treibhausgase und der Schutz empfindlicher Lebensräume bleiben wichtig.

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Zusammenfassung

Das Südpolarmeer umgibt die Antarktika. Meereis, starke Westwinde und der Antarktische Zirkumpolarstrom prägen diesen Ozean.

Sein kaltes Wasser nimmt Wärme und CO2 auf. Phytoplankton und absinkende Wassermassen helfen, Kohlenstoff in die Tiefe zu transportieren. Gleichzeitig ist das Südpolarmeer ein wichtiger Lebensraum für Krill, Pinguine, Robben und Wale. Klimawandel und Nutzung durch Menschen setzen dieses empfindliche Nahrungsnetz unter Druck.