Wenn du in den Ferien ans Meer fährst oder mit deiner Klasse eine Stadt besuchst, bist du unterwegs an einem anderen Ort. Dort übernachtest du vielleicht, kaufst Essen oder schaust dir etwas an. Solche Reisen verändern auch den Ort, den du besuchst.
Was bedeutet Tourismus?
Tourismus bedeutet: Menschen reisen für eine begrenzte Zeit an einen Ort, der nicht ihr gewöhnlicher Wohnort ist. Danach kehren sie wieder zurück. Die Reisenden heißen Touristen.
Eine Destination ist der Ort oder die Region, die besucht wird.
- Du erklärst den Begriff Tourismus.
- Du unterscheidest wichtige Formen des Tourismus.
- Du beschreibst Chancen und Probleme für Reiseziele.
- Du erklärst nachhaltigen Tourismus.
Lina wohnt in Köln und fährt mit ihrer Familie für zwei Wochen an die Nordsee. Die Nordsee ist ihre Destination. Lina und ihre Familie sind dort Touristen, weil sie nur vorübergehend bleiben.
Tourismus ist eine zeitlich begrenzte Reise außerhalb des normalen Alltagsortes mit anschließender Rückkehr.
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Welche Formen von Tourismus gibt es?
Menschen reisen aus verschiedenen Gründen und zu unterschiedlichen Zielen. Deshalb kann eine Reise mehrere Formen zugleich haben.
Binnentourismus bedeutet Reisen innerhalb des eigenen Landes. Internationaler Tourismus bedeutet Reisen über eine Landesgrenze hinweg.
Beim Erholungstourismus stehen Ausruhen und Freizeit im Mittelpunkt. Beim Kulturtourismus besuchen Menschen zum Beispiel Museen, Bauwerke oder Feste. Naturtourismus richtet sich auf Landschaften, Tiere und Pflanzen.
Eine Klasse aus Hamburg fährt für drei Tage nach Berlin und besucht den Reichstag und ein Museum. Das ist Binnentourismus und Kulturtourismus.
Eine Wandergruppe besucht einen Nationalpark, um Tiere zu beobachten. Das ist Naturtourismus.
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Wie verdient eine Region am Tourismus?
Touristen brauchen oft Übernachtungen, Essen, Verkehr und Angebote für ihre Freizeit. Dadurch verdienen viele Menschen Geld.
Eine Dienstleistung ist eine Arbeit für andere Menschen, bei der meist kein Gegenstand hergestellt wird. Ein Hotel stellt Zimmer bereit. Ein Restaurant kocht Essen. Eine Stadtführung erklärt Sehenswürdigkeiten.
Die Tourismuswirtschaft umfasst alle Betriebe und Arbeitsplätze, die mit Reisen zu tun haben. Dazu gehören Hotels, Campingplätze, Reiseveranstalter, Busunternehmen, Museen und Cafés.
In einem kleinen Ort am See kommen im Sommer viele Gäste. Eine Bäckerei verkauft mehr Brötchen. Ein Bootsverleih vermietet Boote. Jugendliche arbeiten im Eiscafé. So schafft Tourismus Einkommen und Arbeitsplätze.
Geld von Touristen kann auch andere Betriebe erreichen. Ein Hotel kauft Lebensmittel bei Höfen in der Umgebung oder beauftragt Handwerker aus dem Ort.
Tourismus wirkt wie eine Kette: Reisende geben Geld aus, Betriebe verdienen daran und kaufen wiederum Waren und Leistungen ein.
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Welche Chancen bringt Tourismus?
Tourismus kann neue Arbeitsplätze schaffen. Damit Gäste gut ankommen und sich versorgen können, braucht ein Ort oft Infrastruktur. Infrastruktur sind Einrichtungen, die Menschen im Alltag und beim Reisen brauchen, etwa Verkehrswege, Wasserleitungen und Abfallentsorgung.
Auch Einheimische können von besseren Busverbindungen, Wegen oder Freizeitangeboten profitieren. Wichtig ist aber, dass ein Ort gut plant und die Menschen vor Ort beteiligt.
Kulturelles Erbe sind wichtige Zeugnisse aus der Vergangenheit, zum Beispiel historische Gebäude, Bräuche oder Handwerk. Wenn Besucher sich dafür interessieren, kann es sich lohnen, dieses Erbe zu schützen und zu pflegen.
Ein Dorf restauriert eine alte Burg. Besucher zahlen Eintritt und essen im Ort. Mit einem Teil des Geldes können die Burg erhalten und Wege verbessert werden.
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Welche Probleme kann Tourismus verursachen?
Viele Besucher können eine Landschaft und die Menschen vor Ort belasten. Besonders schwierig wird es, wenn sehr viele Reisende zur gleichen Zeit am gleichen Ort sind. Das nennt man Massentourismus.
Für Gäste werden manchmal Hotels, Straßen oder Parkplätze gebaut. Wenn zu viele Menschen Wasser verbrauchen, Müll hinterlassen oder empfindliche Wege betreten, leidet die Natur. Wohnungen und Lebensmittel können teurer werden. Dann wird das Leben für Einheimische schwieriger.
An einem beliebten Strand kommen in der Hauptsaison täglich sehr viele Menschen. Es entsteht mehr Müll. Die Parkplätze reichen nicht aus. Hotels verbrauchen viel Wasser. Der Ort verdient Geld, muss aber auch Lösungen für diese Belastungen finden.
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Was ist nachhaltiger Tourismus?
Nachhaltiger Tourismus bedeutet: Reisen soll heute möglich sein, ohne die Chancen von Menschen in der Zukunft zu zerstören. Dabei werden Natur, Klima, Kultur und die Menschen vor Ort berücksichtigt.
Eine einzelne Maßnahme reicht nicht aus. Wichtig ist das Zusammenspiel: Wie reist man an? Wo übernachtet man? Wie viel Müll entsteht? Bleibt Geld bei Betrieben vor Ort? Werden die Wünsche der Einwohner beachtet?
Eine Familie reist mit der Bahn in eine Wanderregion. Sie bleibt mehrere Tage, benutzt markierte Wege, nimmt ihren Müll wieder mit und kauft in kleinen Geschäften im Ort ein. So berücksichtigt sie Natur und lokale Betriebe.
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Zusammenfassung
Tourismus ist das vorübergehende Reisen an einen anderen Ort. Reiseziele heißen Destinationen und können wirtschaftlich profitieren.
Tourismus schafft Arbeit und kann Kultur sowie Infrastruktur stärken. Er kann aber auch Natur, Wohnraum und den Alltag der Einheimischen belasten. Nachhaltiger Tourismus sucht deshalb einen fairen Ausgleich zwischen Reisen, Umwelt und den Menschen vor Ort.
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