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Tropen

Tropen in der Geographie: Merkmale, Nutzung, Risiken und Beispiele aus der Geographie.

Stell dir vor, du reist von Deutschland nach Brasilien, Kenia oder Indonesien. Mittags kann die Sonne dort fast senkrecht über dir stehen. Trotzdem gibt es dort sehr unterschiedliche Landschaften: dichte Wälder, weite Grasländer und trockene Gebiete mit Dornbüschen.

Deine Lernziele
  • Du kannst die Tropen auf einer Weltkarte einordnen.
  • Du erklärst, warum es dort meist ganzjährig warm ist.
  • Du unterscheidest tropischen Regenwald und Savanne.
  • Du nennst Chancen und Risiken der Nutzung tropischer Räume.

Wo liegen die Tropen?

Die Tropen sind ein breiter Gürtel der Erde rund um den Äquator. Der Äquator ist eine gedachte Linie genau zwischen Nordpol und Südpol. Er teilt die Erde in Nordhalbkugel und Südhalbkugel.

Die Tropen reichen vom nördlichen bis zum südlichen Wendekreis. Ein Wendekreis ist eine gedachte Linie bei ungefähr 23,5 Grad nördlicher oder südlicher Breite. Nur zwischen diesen beiden Linien kann die Sonne im Jahreslauf senkrecht über einem Ort stehen.

Beispiel

Das Amazonasgebiet in Südamerika, das Kongobecken in Afrika und große Teile Indonesiens liegen in den Tropen. Auch Teile von Indien, Mexiko und Nordaustralien gehören dazu.

Merke

Die Tropen liegen beiderseits des Äquators zwischen dem nördlichen und dem südlichen Wendekreis.

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Warum ist es dort warm?

Das Klima beschreibt das typische Wetter eines Ortes über viele Jahre. In den Tropen trifft die Sonnenstrahlung meist steil auf die Erdoberfläche. Dadurch verteilt sich viel Energie auf eine kleine Fläche. Boden und Luft werden stark erwärmt.

Das tropische Klima ist oft ein Tageszeitenklima. Das bedeutet: Der Unterschied zwischen Tag und Nacht ist oft größer als der Unterschied zwischen den Monaten eines Jahres. Es gibt dort meist keine vier ausgeprägten Jahreszeiten wie in Deutschland.

Beispiel

In Berlin kann es im Januar frieren und im Juli heiß sein. An einem Ort nahe am Äquator bleiben die Temperaturen über viele Monate ähnlich hoch. Tag und Nacht sind dort außerdem fast gleich lang.

Gut zu wissen

Warm bedeutet nicht automatisch trocken. Für die Pflanzenwelt ist besonders wichtig, wie viel Regen fällt und wann er fällt.

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Regenzeit und Trockenzeit

Niederschlag ist Wasser, das aus Wolken auf die Erde fällt. Das kann Regen, Schnee oder Hagel sein. In den warmen Tropen fällt Niederschlag fast immer als Regen.

Warme Luft kann viel Wasser aufnehmen. Steigt feuchtwarme Luft auf, kühlt sie ab. Das Wasser bildet Wolken und fällt als Regen. Eine Regenzeit ist ein Teil des Jahres mit besonders häufigem oder starkem Regen. Eine Trockenzeit ist ein Teil des Jahres, in dem deutlich weniger Regen fällt.

Nahe am Äquator kann es fast das ganze Jahr feucht sein. Mit zunehmender Entfernung vom Äquator wird die Regenzeit in vielen Regionen kürzer und die Trockenzeit länger.

Beispiel

In einer Savanne kann während der Regenzeit hohes Gras wachsen. In der Trockenzeit wird es gelb und Wasserstellen werden knapp. Manche Tiere ziehen dann in feuchtere Gebiete.

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Merke

In den Tropen ist der Wechsel von Regenzeit und Trockenzeit oft wichtiger als der Wechsel zwischen warmem Sommer und kaltem Winter.

Vom Regenwald zur Savanne

Die Vegetation ist die Pflanzenwelt eines Gebietes. In den Tropen hängt sie vor allem von der Menge und Verteilung des Regens ab.

Ein tropischer Regenwald ist ein dichter Wald in den Tropen, in dem es über das Jahr sehr feucht ist. Viele Bäume bleiben immergrün. Pflanzen wachsen in mehreren Stockwerken übereinander.

Eine Savanne ist eine tropische Landschaft mit vielen Gräsern und einzelnen Bäumen oder Baumgruppen. Dort gibt es eine deutlichere Trockenzeit. Feuchtsavannen erhalten mehr Regen als trockene Savannen.

Beispiel

Ein tropischer Regenwald wirkt wie ein dichtes grünes Dach aus hohen Bäumen. Eine Savanne erinnert eher an eine weite Graslandschaft, in der einzelne Akazien stehen können.

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Leben und Wirtschaften in den Tropen

In den Tropen leben Menschen in großen Städten, Dörfern, an Küsten und in Gebirgen. Die Tropen sind keine einheitliche Welt. Menschen nutzen sie zum Beispiel für Landwirtschaft, Fischerei, Handel, Rohstoffe und Tourismus.

Für viele Bauern ist eine verlässliche Regenzeit wichtig. Reis, Bananen, Kakao, Kaffee und Maniok wachsen in vielen tropischen Regionen. Bleibt Regen aus oder fällt er besonders heftig, können Ernten gefährdet sein.

Ein Nährstoff ist ein Stoff, den Pflanzen zum Wachsen brauchen. Im tropischen Regenwald stecken viele Nährstoffe in den Pflanzen und in der dünnen oberen Bodenschicht. Werden große Waldflächen gerodet, kann starker Regen Erde wegspülen. Dieses Abtragen von Boden heißt Bodenerosion.

Beispiel

An einem abgeholzten Hang fehlen Wurzeln, die den Boden festhalten. Bei Starkregen wird Erde in einen Fluss gespült. Für ein Feld bleibt dann weniger fruchtbarer Boden zurück.

Gut zu wissen

Der Schutz von Wäldern, Böden und Wasser hilft der Natur und sichert zugleich Lebensgrundlagen für Menschen vor Ort.

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Zusammenfassung

Die Tropen bilden einen Gürtel rund um den Äquator zwischen den Wendekreisen. Durch die starke Sonneneinstrahlung ist es dort meist ganzjährig warm. Wie viel und wann es regnet, entscheidet stark darüber, ob Regenwald, Savanne oder eine trockenere Landschaft entsteht.

Merke

Viel Regen über das ganze Jahr fördert tropischen Regenwald. Regenzeit und Trockenzeit prägen Savannen. Die Tropen sind vielfältige Lebensräume und wichtige Wirtschaftsregionen.