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Tropischer Wirbelsturm

Tropischer Wirbelsturm in der Geographie: Ursachen, Folgen, Beispiele und Strategien verständlich erklärt.

Wenn über warmem Meer eine riesige Wolkenschnecke entsteht, kann sie ganze Küstenregionen bedrohen. Starker Wind, hoher Wellengang und Dauerregen treffen dann oft zusammen. Solche Stürme wachsen über mehrere Tage und brauchen besondere Bedingungen.

Deine Lernziele
  • Du erklärst, was ein tropischer Wirbelsturm ist.
  • Du beschreibst seine Entstehung in Schritten.
  • Du unterscheidest Hurrikan, Taifun und Zyklon.
  • Du nennst Gefahren und Schutzmöglichkeiten.

Was macht diesen Sturm besonders?

Ein tropischer Wirbelsturm ist ein sehr großes, sich drehendes Sturmgebiet über einem warmen Meer in den Tropen. Im Zentrum liegt ein Tiefdruckgebiet. Das ist ein Bereich, in dem der Luftdruck niedriger ist als ringsum. Deshalb strömt Luft zum Zentrum.

Der Sturm besteht aus Gewittern, Wolkenbändern und starken Winden. Er kann mehrere hundert Kilometer breit sein. Seine Energie erhält er vor allem aus warmem Meerwasser.

Definition

Ein tropischer Wirbelsturm ist ein drehendes Tiefdruckgebiet, das sich über warmem Meerwasser in den Tropen entwickelt.

Beispiel

Über dem Atlantik wächst ein großer Sturm heran und zieht auf eine Insel zu. Dort rechnen die Menschen mit Wind, heftigem Regen und hohen Wellen.

Merke

Warmes Meerwasser liefert Energie. Der niedrige Luftdruck zieht immer neue Luft zum Sturmzentrum.

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So entsteht der Wirbel

Die Sonne erwärmt das Meer. Wasser geht als unsichtbarer Wasserdampf in die Luft über. Dieser Vorgang heißt Verdunstung. Die warme und feuchte Luft steigt auf.

In der Höhe kühlt sie ab. Der Wasserdampf wird wieder zu kleinen Tropfen und Wolken. Das nennt man Kondensation. Dabei wird Wärme frei. Diese Wärme lässt die Luft weiter aufsteigen. Unten sinkt der Luftdruck. Noch mehr feuchtwarme Luft strömt nach.

Durch die Corioliskraft wird bewegte Luft wegen der Erdrotation abgelenkt. Auf der Nordhalbkugel dreht ein tropischer Wirbelsturm gegen den Uhrzeigersinn. Auf der Südhalbkugel dreht er im Uhrzeigersinn.

Beispiel

Über einem warmen Meer verdunstet viel Wasser. Die feuchte Luft steigt auf und bildet Gewitterwolken. Bei der Kondensation wird Wärme frei. Dadurch steigt weitere Luft auf und der Sturm kann wachsen.

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Merke

Warmes Wasser, feuchte Luft und die Erdrotation helfen einem großen Wirbelsturm beim Entstehen.

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Welche Bedingungen braucht der Sturm?

Nicht jedes warme Meer erzeugt einen Wirbelsturm. Die Meeresoberfläche muss meist ungefähr 26 Grad Celsius oder wärmer sein. Außerdem braucht es viel feuchte Luft und eine erste Wetterstörung, zum Beispiel Gewitter.

Wichtig ist auch geringe Windscherung. Windscherung bedeutet: Der Wind weht in verschiedenen Höhen sehr unterschiedlich schnell oder aus verschiedenen Richtungen. Starke Windscherung kann Gewitterwolken auseinanderziehen. Dann bleibt der Sturm nicht gut geordnet.

Tropische Wirbelstürme entstehen mit Abstand zum Äquator, häufig zwischen etwa fünf und dreißig Breitengraden nördlich oder südlich davon.

Beispiel

Über einem warmen Ozean gibt es feuchte Luft und nur wenig Windscherung. Gewitter können lange zusammenbleiben und sich um ein Tiefdruckgebiet ordnen. Das sind gute Bedingungen für einen tropischen Wirbelsturm.

Gut zu wissen

Kaltes Wasser, trockene Luft, starke Windscherung und Landkontakt schwächen einen tropischen Wirbelsturm.

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Auge und Augenwand

Bei einem starken Sturm kann sich ein Auge bilden. Das Auge ist ein Bereich nahe dem Zentrum, in dem es oft vergleichsweise ruhig ist. Dort gibt es weniger Wolken und weniger Wind als direkt daneben.

Um das Auge liegt die Augenwand. Das ist ein Ring aus besonders hohen Gewitterwolken. Hier treten meist die stärksten Winde und heftigsten Regenfälle auf. Die kurze Ruhe im Auge ist deshalb keine Entwarnung.

Beispiel

Ein starker Sturm zieht über eine Küste. Zuerst tobt der Wind. Dann wird es kurz auffällig ruhig, weil das Auge vorbeizieht. Danach trifft die andere Seite der Augenwand auf den Ort.

Merke

Nicht im Auge, sondern in der Augenwand ist der Sturm meist am stärksten.

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Hurrikan, Taifun oder Zyklon?

Für tropische Wirbelstürme gibt es je nach Meeresgebiet verschiedene Namen. Ein Hurrikan ist die regionale Bezeichnung für einen ausreichend starken tropischen Wirbelsturm im Atlantik oder im nordöstlichen Pazifik. Ein Taifun ist die entsprechende Bezeichnung im nordwestlichen Pazifik. Ein Zyklon nennt man solche Stürme in Teilen des Indischen Ozeans und des südlichen Pazifiks.

Die genauen Windgrenzen und Einteilungen werden regional von Wetterdiensten festgelegt. Deshalb heißt nicht jeder tropische Sturm in einer Region sofort Hurrikan, Taifun oder Zyklon.

Beispiel

Ein starkes Sturmsystem bei den Philippinen kann nach der regionalen Einteilung als Taifun bezeichnet werden. Ein ähnlich starker Sturm in der Karibik heißt Hurrikan. Beide sind tropische Wirbelstürme, aber die Namen richten sich nach Region und Stärke.

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Gefahren und Schutz

Ein tropischer Wirbelsturm bringt nicht nur Wind. Starkregen ist sehr viel Regen in kurzer Zeit. Er kann Flüsse über die Ufer treten lassen und Erdrutsche auslösen. Eine Sturmflut ist ein stark erhöhter Wasserstand an der Küste. Wind und niedriger Luftdruck können sie mitverursachen. Sie kann große Gebiete überfluten.

Besonders gefährdet sind tiefe Küstengebiete. Wetterdienste beobachten Stürme mit Satelliten und Messungen. Warnungen geben Menschen Zeit, Häuser zu sichern, Schutzräume aufzusuchen oder gefährdete Gebiete zu verlassen.

Beispiel

Ein langsam ziehender Tropensturm erreicht eine Küstenregion. Sein Wind ist nicht der stärkste, aber er bringt viele Stunden lang Regen. Bäche schwellen an, Straßen stehen unter Wasser und Menschen suchen sichere Orte auf.

Merke

Bei tropischen Wirbelstürmen können Wind, Regen, Wellen und Sturmflut gleichzeitig gefährlich werden.

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Zusammenfassung

Ein tropischer Wirbelsturm ist ein großes drehendes Tiefdruckgebiet über warmem Meer. Verdunstung, aufsteigende feuchte Luft und Kondensation liefern ihm Energie. Die Corioliskraft sorgt für seine Drehung.

Er braucht warmes Wasser, feuchte Luft und geringe Windscherung. Im Zentrum kann ein ruhiges Auge liegen, während die Augenwand besonders gefährlich ist. Je nach Region und Stärkeeinordnung kann ein Sturm Hurrikan, Taifun oder Zyklon heißen. Seine größten Gefahren sind starker Wind, Starkregen, hohe Wellen und Sturmfluten.