Wenn du auf einer Wanderung einen runden See, dunkle Steine oder einen kegelförmigen Berg siehst, kann dahinter eine spannende Erdgeschichte stecken. Manche Landschaften sehen heute ruhig aus, obwohl sie durch Hitze, Druck und Gestein aus dem Erdinneren entstanden sind. In Erdkunde lernst du daran, wie Kräfte im Inneren der Erde die Oberfläche formen.
- Du kannst erklären, was eine Vulkanlandschaft ist.
- Du unterscheidest Magma, Lava, Krater, Caldera und Maar.
- Du beschreibst, wie Vulkanlandschaften entstehen und sich verändern.
- Du erkennst Beispiele wie die Eifel, Lanzarote oder die Auvergne.
Was eine Vulkanlandschaft ist
Eine Vulkanlandschaft ist ein Gebiet, dessen Formen durch Vulkane und vulkanische Stoffe geprägt wurden. Dazu gehören Berge, Kegel, Krater, Seen, Lavafelder, Ascheschichten und besondere Gesteine. Eine Vulkanlandschaft muss nicht heute noch ausbrechen. Oft sieht man nur noch die Spuren früherer Ausbrüche.
Ein Vulkan ist eine Stelle der Erdkruste, an der heißes Material aus dem Erdinneren an die Oberfläche gelangen kann. Die Erdkruste ist die feste äußere Schale der Erde. Das heiße Material kann fließen, explodieren oder als Asche niederfallen. Dadurch wird die Landschaft aufgebaut, bedeckt oder umgeformt.
Eine Vulkanlandschaft ist eine Landschaft, die durch Vulkanismus entstanden oder deutlich verändert worden ist. Vulkanismus bedeutet: Magma, Gase und Gesteinsstücke gelangen aus dem Erdinneren nach oben und formen die Erdoberfläche.
Stell dir eine Region mit dunklen Lavasteinen, einem runden Kratersee und mehreren kleinen Vulkanhügeln vor. Auch wenn dort heute keine Lava fließt, erkennst du an den Formen und Gesteinen: Diese Landschaft wurde durch Vulkanismus geprägt.
Eine Vulkanlandschaft erkennst du nicht nur an einem rauchenden Vulkan. Auch alte Krater, Maare, dunkles Vulkangestein und Ascheschichten können vulkanische Spuren sein.
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Magma, Lava und vulkanisches Gestein
Unter der Erdkruste kann Gestein so heiß werden, dass es teilweise schmilzt. Dieses geschmolzene Gestein heißt Magma, solange es noch im Erdinneren ist. Wenn Magma an die Oberfläche tritt, nennt man es Lava. Es ist also fast derselbe Stoff, aber an einem anderen Ort.
Wenn Lava ausfließt, kühlt sie an der Luft ab und wird fest. So entstehen neue Gesteinsschichten. Wenn viele Ausbrüche nacheinander passieren, kann daraus ein Vulkanberg oder ein ausgedehntes Lavafeld entstehen.
Basalt ist ein dunkles vulkanisches Gestein. Es entsteht häufig aus dünnflüssiger Lava, die abkühlt und erstarrt. Bims ist ein sehr leichtes vulkanisches Gestein mit vielen kleinen Hohlräumen. Es entsteht, wenn gasreiches Magma aufschäumt und schnell fest wird.
Bei einem ruhigen Ausbruch fließt dünnflüssige Lava langsam über den Boden. Sie bedeckt alte Flächen, kühlt ab und wird zu dunklem Gestein. Nach vielen solchen Lavaströmen entsteht ein Lavafeld.
Bei einem explosiven Ausbruch wird zähes Magma durch Gase aufgerissen. Dann fliegen Asche, Bims und Gesteinsbrocken in die Luft. Diese Stoffe lagern sich später als lockere Schichten ab.
Innen heißt geschmolzenes Gestein Magma. Außen heißt es Lava. Nach dem Abkühlen wird daraus vulkanisches Gestein.
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Formen einer Vulkanlandschaft
Eine Vulkanlandschaft besteht oft aus mehreren Formen. Ein Krater ist eine meist runde Vertiefung an einer vulkanischen Ausbruchsstelle. Er liegt häufig oben an einem Vulkanberg oder dort, wo Material ausgetreten ist.
Eine Caldera ist eine besonders große Einbruchsmulde. Sie entsteht, wenn nach einem großen Ausbruch eine Magmakammer teilweise leer wird und der Boden darüber einsackt. Später kann sich in einer Caldera Wasser sammeln.
Ein Maar ist eine runde oder ovale Hohlform, die durch eine explosive Begegnung von Magma und Wasser entstehen kann. Wenn sich ein Maar mit Wasser füllt, entsteht ein Maarsee. In der Eifel gibt es bekannte Maare.
Ein Lavafeld ist eine Fläche aus erstarrten Lavaströmen. Ein Aschefeld ist eine Fläche, auf der viel feine vulkanische Asche abgelagert wurde. Solche Flächen können später von Pflanzen besiedelt oder durch Regen abgetragen werden.
Der Laacher See in Rheinland-Pfalz liegt in einer großen vulkanischen Einbruchstruktur. Die Umgebung zeigt, dass dort früher sehr viel vulkanisches Material ausgeworfen wurde.
In der Vulkaneifel findest du Maare, die wie fast runde Seen wirken. Sie sehen friedlich aus, gehen aber auf explosive vulkanische Prozesse zurück.
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Wie Vulkanlandschaften sich verändern
Nach einem Ausbruch bleibt eine Vulkanlandschaft nicht einfach gleich. Verwitterung bedeutet, dass Gestein durch Wasser, Temperaturwechsel, Frost, Pflanzenwurzeln oder chemische Vorgänge zerfällt. Aus hartem Lavagestein können mit der Zeit kleinere Stücke und später Boden entstehen.
Erosion bedeutet, dass Wasser, Wind oder Eis Material abtragen und wegtransportieren. Regen spült Asche hangabwärts. Flüsse schneiden Täler ein. Wind kann feine Teilchen verwehen. So werden scharfe Formen runder und steile Hänge flacher.
Vegetation bedeutet die Pflanzenwelt eines Gebietes. Anfangs wachsen auf frischer Lava nur wenige Pflanzen. Später siedeln sich Moose, Gräser, Sträucher und Bäume an. Dadurch wird die Vulkanlandschaft grüner und der Boden stabiler.
Auf einem frischen Lavafeld ist der Boden dunkel, steinig und nährstoffarm. Zuerst können robuste Pflanzen in kleinen Ritzen wachsen. Nach vielen Jahren sammelt sich mehr organisches Material, und es entsteht langsam ein dünner Boden.
Ein alter Vulkankegel kann durch Regen und Frost niedriger wirken als früher. Bäche schneiden kleine Täler in seine Hänge. Von weitem sieht er dann eher wie ein bewachsener Hügel aus.
Vulkanismus baut Landschaften auf. Verwitterung und Erosion formen sie danach weiter um.
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Beispiele aus Deutschland und Europa
In Deutschland ist die Eifel ein wichtiges Beispiel für eine Vulkanlandschaft. Dort gibt es alte Vulkankegel, Maare, Lavagestein, Bims und den Laacher See. Der letzte große Ausbruch am Laacher See liegt etwa 13.000 Jahre zurück. Für geologische Zeiträume ist das jung, für Menschen aber sehr lange her.
Auf Lanzarote, einer Kanareninsel, sieht man große Lavafelder und dunkle, trockene Vulkanflächen. Dort wirkt die Landschaft an manchen Stellen fast wie eine andere Welt. Auch Teneriffa mit dem Teide zeigt, wie ein Vulkan eine Insel prägen kann.
In Frankreich liegt die Chaîne des Puys in der Auvergne. Das ist eine Kette aus vielen Vulkanen. Dort erkennt man gut, dass eine Vulkanlandschaft nicht nur aus einem einzelnen Vulkan besteht, sondern aus vielen Formen in einem Gebiet.
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Wenn du die Eifel auf einer Karte betrachtest, findest du nicht nur einen Vulkan. Du findest viele einzelne Spuren: runde Seen, Kegelberge, Steinbrüche und dunkles Vulkangestein.
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Warum Vulkanlandschaften wichtig sind
Vulkanlandschaften sind nicht nur spannend für den Unterricht. Sie beeinflussen auch Böden, Nutzung, Naturschutz und Tourismus. Vulkanische Böden können fruchtbar sein, wenn sie verwittern und genug Wasser vorhanden ist. Deshalb werden manche vulkanische Gebiete landwirtschaftlich genutzt.
Gleichzeitig können Vulkanlandschaften empfindliche Lebensräume enthalten. Trockenrasen, Felsen, Wälder, Seen und besondere Pflanzenarten liegen manchmal dicht nebeneinander. Deshalb stehen viele vulkanische Gebiete unter Schutz.
Auch Menschen nutzen Vulkangestein. Basalt und Bims wurden und werden als Baustoffe verwendet. Dadurch entstehen Steinbrüche oder historische Bergwerke. Eine Vulkanlandschaft kann also Naturraum und Kulturlandschaft zugleich sein.
Eine Kulturlandschaft ist eine Landschaft, die durch Menschen mitgeprägt wurde. Dazu gehören zum Beispiel Felder, Dörfer, Wege, Steinbrüche oder historische Bauwerke.
In der Region um den Laacher See sieht man Natur und menschliche Nutzung zusammen: See, Wälder, alte Siedlungen, Kloster, Steinbrüche und vulkanische Gesteine gehören zum Landschaftsbild.
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Zusammenfassung
Eine Vulkanlandschaft entsteht durch Vulkanismus. Magma steigt aus dem Erdinneren auf. An der Oberfläche wird es zu Lava oder wird als Asche, Bims und Gesteinsmaterial ausgeworfen.
Typische Formen sind Vulkankegel, Krater, Calderen, Maare, Lavafelder und Ascheflächen. Danach verändern Verwitterung, Erosion und Vegetation die Landschaft weiter. Darum können alte Vulkanlandschaften heute grün, bewaldet oder von Seen geprägt sein.
Wichtige Beispiele in Europa sind die Eifel, Lanzarote, Teneriffa und die Auvergne. An ihnen siehst du: Eine Vulkanlandschaft ist oft ein ganzes Mosaik aus Naturformen, Gesteinen, Böden und menschlicher Nutzung.
Wenn du eine Vulkanlandschaft beschreibst, frage immer: Welche vulkanischen Formen sehe ich? Welche Stoffe wurden abgelagert? Wie haben Wasser, Wind, Pflanzen und Menschen die Landschaft später verändert?
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