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Wechselfeuchte Tropen

Wechselfeuchte Tropen in der Geographie: Merkmale, Nutzung, Risiken und Beispiele aus der Geographie.

Wenn bei uns Sommer ist, erwarten wir warme Tage. In den wechselfeuchten Tropen entscheidet aber vor allem der Regen darüber, wie Menschen, Tiere und Pflanzen leben. Monate mit kräftigen Schauern wechseln sich dort mit langen trockenen Phasen ab.

Deine Lernziele
  • Du beschreibst Lage und Klima der wechselfeuchten Tropen.
  • Du erklärst, warum Regen- und Trockenzeit entstehen.
  • Du unterscheidest Feucht- und Trockensavanne.
  • Du nennst Chancen und Risiken der Nutzung.

Wo liegen die wechselfeuchten Tropen?

Der Äquator ist eine gedachte Linie rund um die Mitte der Erde. Die Wendekreise sind gedachte Linien nördlich und südlich davon. Zwischen ihnen liegen die Tropen.

Die wechselfeuchten Tropen sind ein tropischer Raum mit einer ausgeprägten Regenzeit und einer ausgeprägten Trockenzeit. Sie liegen auf beiden Seiten des Äquators. Dort schließen sie sich an die immerfeuchten Tropen mit ihren Regenwäldern an und reichen in Richtung der trockenen Tropen nahe den Wendekreisen.

Eine Ökozone ist ein großer Erdraum mit ähnlichem Klima, ähnlichen Böden, Pflanzen und Tieren. Die wechselfeuchten Tropen heißen auch Savannenzone, weil dort Savannen typisch sind.

Beispiel

In Afrika liegt südlich der Sahara ein breiter Bereich mit Savannen. Auch Teile Brasiliens, Indiens und Nordaustraliens gehören zu den wechselfeuchten Tropen.

Merke

Wechselfeuchte Tropen liegen zwischen dem tropischen Regenwald am Äquator und den trockenen Tropen nahe den Wendekreisen.

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Warm ist es das ganze Jahr

In den wechselfeuchten Tropen ist es in jedem Monat warm. Die mittlere Temperatur liegt meist über \(18\,^\circ\mathrm{C}\). Darum gibt es keine Jahreszeiten wie unseren kalten Winter und warmen Sommer.

Stattdessen bestimmen Regen und Trockenheit den Jahresablauf. Die Regenzeit ist die Zeit des Jahres, in der regelmäßig viel Niederschlag fällt. In der Trockenzeit fällt über Wochen oder Monate kaum Regen.

Beispiel

Nach den ersten kräftigen Regenfällen wächst trockenes Gras schnell wieder nach. In der folgenden Trockenzeit verdorrt es teilweise, wenn kein Wasser mehr nachkommt.

Gut zu wissen

Je weiter ein Ort vom Äquator entfernt liegt, desto kürzer ist meist seine Regenzeit. Dadurch wird die Trockenzeit länger.

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Warum wandert der Regen?

Die Innertropische Konvergenzzone, kurz ITC, ist ein Gebiet nahe dem Äquator, in dem warme Luft aufsteigt und häufig starke Regenfälle entstehen. Sie wandert im Jahresverlauf mit dem höchsten Sonnenstand nach Norden und Süden.

Wenn die ITC über einem Gebiet liegt, beginnt dort die Regenzeit. Zieht sie weiter, setzt die Trockenzeit ein. Auf der Nordhalbkugel fällt die Regenzeit deshalb meist in die Monate um den europäischen Sommer. Auf der Südhalbkugel liegt sie ungefähr ein halbes Jahr versetzt.

Beispiel

In Burkina Faso in Westafrika fällt der meiste Regen im europäischen Sommer. In einem Gebiet im südlichen Brasilien kann die Regenzeit dagegen in den Monaten liegen, in denen bei uns Winter ist.

Merke

Die ITC bringt Regen. Weil sie im Jahreslauf wandert, wandern auch Regen- und Trockenzeiten.

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Savannen passen sich dem Wasser an

Eine Savanne ist eine tropische Landschaft mit einer geschlossenen oder fast geschlossenen Grasdecke sowie einzelnen Bäumen und Sträuchern. Die Pflanzen müssen mit einer langen trockenen Zeit zurechtkommen.

In einer Feuchtsavanne regnet es länger und mehr. Deshalb wachsen Gräser meist höher. In einer Trockensavanne ist die Regenzeit kürzer. Dort sind die Gräser meist niedriger und die Vegetation lichter. Wie dicht Bäume stehen, hängt jedoch auch vom Boden, von Feuer und von der Nutzung durch Menschen ab.

Beispiel

Stell dir zwei Schulhöfe vor: Auf dem ersten wird der Rasen viele Monate lang gegossen, auf dem zweiten nur wenige Monate. Auf dem ersten bleibt mehr Grün erhalten. Ähnlich unterscheiden sich Feucht- und Trockensavanne.

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Flüsse und Böden im Wechsel

Viele kleinere Flüsse führen in der Regenzeit viel Wasser. In der Trockenzeit können ihre Flussbetten fast oder ganz trocken fallen. Starke Regenfälle spülen dabei Wasser und Bodenmaterial über die Oberfläche.

Erosion bedeutet, dass Wasser oder Wind Boden und Gestein abträgt und transportiert. Eine dichte Pflanzendecke bremst diesen Vorgang. Werden zu viele Bäume gefällt oder zu viele Tiere auf einer Fläche gehalten, kann Erosion stärker werden.

Die Böden sind oft lange verwittert. Verwitterung bedeutet, dass Gestein durch Wasser, Wärme, Luft und Lebewesen langsam zerfällt oder sich chemisch verändert. Dabei können Nährstoffe ausgewaschen werden. Landwirtschaft ist deshalb nicht überall gleich leicht möglich.

Beispiel

Ein Feld ohne Pflanzen ist bei Starkregen wie ein ungeschützter Sandhaufen. Wasser kann Erde mitnehmen. Zwischen dicht stehenden Pflanzen wird der Regen eher gebremst, und die Wurzeln halten den Boden fest.

Merke

Regen ist für den Anbau wichtig. Zu starker Regen auf ungeschütztem Boden kann jedoch Erosion auslösen.

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Leben und Wirtschaften in der Savanne

Viele Menschen bauen während der Regenzeit Nutzpflanzen wie Hirse, Mais, Maniok oder Erdnüsse an. Regenfeldbau bedeutet, dass Pflanzen vor allem mit Regenwasser wachsen und nicht dauerhaft künstlich bewässert werden.

Auch die Haltung von Rindern, Schafen oder Ziegen ist wichtig. Manche Hirten ziehen mit ihren Tieren zu Gebieten, in denen gerade Wasser und frisches Gras vorhanden sind. Diese Anpassung funktioniert besonders gut, wenn Weideflächen Zeit bekommen, sich zu erholen.

Eine Überweidung entsteht, wenn zu viele Tiere auf einer Fläche zu lange fressen. Dann wachsen Gräser und Sträucher nicht schnell genug nach. Die Fläche verliert ihren Schutz.

Beispiel

Wenn eine Weide nach der Regenzeit genutzt wird und danach lange ruhen kann, wächst neues Gras nach. Bleiben zu viele Tiere dauerhaft dort, fressen sie die jungen Pflanzen immer wieder ab.

Gut zu wissen

Die wechselfeuchten Tropen bieten gute Möglichkeiten für Landwirtschaft. Doch die Erträge schwanken, wenn Regenzeiten verspätet beginnen, zu kurz sind oder ganz ausbleiben.

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Zusammenfassung

Wechselfeuchte Tropen sind warme Tropen mit einer Regenzeit und einer Trockenzeit. Die wandernde ITC sorgt für diesen Wechsel. Typische Landschaften sind Feucht- und Trockensavannen. Regen ermöglicht Ackerbau und Weidewirtschaft, doch Dürre, Überweidung und Erosion können Menschen und Natur stark belasten.