Nicht jeder x-Wert ist in jeder Funktion erlaubt. Definitionsmenge und Wertemenge zeigen dir, was du einsetzen darfst und was herauskommen kann.
:::lernziele
- Ich kann Definitionsmenge und Wertemenge unterscheiden.
Ich kann verbotene Nennerwerte finden.
Ich kann Wurzelbedingungen erkennen.
Ich kann Ergebnisse als Mengen beschreiben. :::
## Grundidee Bei Brüchen darf der Nenner nicht 0 werden. Bei Quadratwurzeln darf der Ausdruck unter der Wurzel nicht negativ sein. Diese Bedingungen bestimmen oft die Definitionsmenge. :::definition Definitionsmenge und Wertemenge Die **Definitionsmenge** enthält alle erlaubten x-Werte. Die **Wertemenge** enthält alle möglichen Funktionswerte. ::: :::beispiel Für f(x)=1/(x-3) ist x=3 verboten, weil der Nenner dann 0 wäre. Die Definitionsmenge sind alle reellen Zahlen außer 3. ::: :::merke Definitionsmenge fragt: Was darf hinein? Wertemenge fragt: Was kann herauskommen? ::: :::quiz ?1 Was gehört in die Definitionsmenge? + Alle erlaubten x-Werte. - Alle y-Werte. => Die y-Werte gehören zur Wertemenge. ! Alle erlaubten x-Werte. ist richtig. ?2 Welcher x-Wert ist bei 1/(x-3) verboten? + 3 - -3 => Der Nenner x-3 darf nicht 0 werden. ! Achte auf die genaue Regel und prüfe dein Ergebnis. ::: ## Methode Schritt für Schritt Suche zuerst gefährliche Stellen: Nenner, Wurzeln, Logarithmen oder Sachbedingungen. Danach überlegst du, welche y-Werte die Funktion annehmen kann. :::beispiel Bei f(x)=Wurzel aus x+2 muss x+2 mindestens 0 sein. Also gilt x mindestens -2. Die Wertemenge beginnt bei 0, weil Wurzeln nicht negativ sind. ::: :::lueckentext Die Definitionsmenge beschreibt erlaubte {*x-Werte|y-Werte}. Die Wertemenge beschreibt mögliche {*Funktionswerte|Nenner}. ! Wenn du die Schlüsselwörter richtig zuordnest, passt auch die Rechenidee. :::
Prüfungsmodus
In Klassenarbeiten erkennst du das Thema oft nicht am Namen, sondern an der Aufgabe. Frage dich zuerst: Was ist gegeben, was ist gesucht, und welche Bedingung muss am Ende stimmen?
Typische Prüfungsfalle: Rechne nicht nur mechanisch. Begründe kurz, warum die gewählte Methode passt, und prüfe das Ergebnis mit einer Rückrechnung oder einer passenden Deutung.
## Alles auf einen Blick
:::karten
Nenner => darf nicht 0 sein
Wurzel => Radikand mindestens 0 Wertemenge => mögliche y-Werte :::
:::mindmap
Mengen bei Funktionen
Definitionsmenge Wertemenge Nenner prüfen Wurzel prüfen :::
## Abschluss-Check
:::quiz
?1 Warum ist x=3 bei 1/(x-3) nicht erlaubt?
+ Weil Division durch 0 nicht definiert ist.
- Weil 3 negativ ist. => Das Problem ist der Nenner 0.
! Entscheide zuerst, welche Information wirklich gefragt ist.
?2 Was ist eine gute Probe?
+ Du setzt dein Ergebnis wieder in die Aufgabe oder die Bedeutung ein.
- Du vergleichst nur, ob die Zahl schön aussieht. => Eine Probe muss zur Aufgabe passen.
! Eine Probe schützt dich vor Vorzeichen-, Stellenwert- und Einheitenfehlern.
?3 Wie gehst du bei einer gemischten Aufgabe vor?
+ Erst Thema erkennen, dann passende Regel wählen, dann rechnen und prüfen.
- Sofort irgendeine Formel einsetzen. => Die Formel muss zur Situation passen.
! Diese Reihenfolge hilft besonders in Klassenarbeiten.
:::
## Zusammenfassung
Definitionsmenge und Wertemenge verhindern blindes Einsetzen. Erst prüfst du erlaubte Eingaben, dann deutest du mögliche Ausgaben.
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