Wenn du wissen willst, was eine große Gruppe denkt oder kann, kannst du oft nicht alle befragen. Dann untersuchst du einen Teil der Gruppe: eine Stichprobe.
Hier lernst du den Unterschied zwischen Grundgesamtheit und Stichprobe, warum Auswahl wichtig ist und wie du Aussagen aus Daten vorsichtig deutest.
- Ich kann Grundgesamtheit und Stichprobe unterscheiden.
- Ich kann erklären, warum Stichproben verwendet werden.
- Ich kann repräsentative und verzerrte Stichproben erkennen.
- Ich kann Stichprobenumfang deuten.
- Ich kann Aussagen aus Stichproben vorsichtig bewerten.
Grundgesamtheit und Stichprobe
Die Grundgesamtheit ist die ganze Gruppe, über die du etwas wissen möchtest. Die Stichprobe ist der untersuchte Teil davon.
Grundgesamtheit
Die Grundgesamtheit ist die Menge aller Personen oder Objekte, über die eine Aussage gemacht werden soll.
Stichprobe
Eine Stichprobe ist ein ausgewählter Teil der Grundgesamtheit, der tatsächlich untersucht wird.
Eine Schule möchte wissen, wie alle Schülerinnen und Schüler den neuen Stundenplan finden.
Grundgesamtheit: alle Schülerinnen und Schüler der Schule.
Stichprobe: die 120 befragten Schülerinnen und Schüler.
Frage immer: Über wen soll die Aussage gelten? Wer wurde wirklich untersucht?
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Warum nimmt man Stichproben?
Stichproben sparen Zeit, Geld und Aufwand. Sie sind nötig, wenn die Grundgesamtheit sehr groß ist.
Ein Hersteller prüft die Qualität von Schrauben.
Er kann nicht jede Schraube zerstören, um sie zu testen.
Also prüft er eine Stichprobe und schließt vorsichtig auf die Produktion.
Eine Stichprobe liefert nie absolute Sicherheit über alle. Sie liefert eine begründete Einschätzung.
Je größer und besser ausgewählt die Stichprobe ist, desto verlässlicher kann die Aussage werden.
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Repräsentativ oder verzerrt?
Eine Stichprobe ist gut, wenn sie die Grundgesamtheit möglichst fair abbildet.
Repräsentative Stichprobe
Eine repräsentative Stichprobe bildet wichtige Merkmale der Grundgesamtheit passend ab. Dadurch sind die Ergebnisse eher übertragbar.
Eine Stadt fragt nur Menschen in einem Fitnessstudio nach Sportgewohnheiten.
Das ist wahrscheinlich verzerrt.
Menschen im Fitnessstudio treiben vermutlich häufiger Sport als der Durchschnitt der Stadt.
Eine Schule befragt aus jeder Jahrgangsstufe zufällig einige Lernende.
Das ist besser, weil mehrere Gruppen vorkommen.
Eine große Stichprobe ist nicht automatisch gut. Sie muss auch passend ausgewählt sein.
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Stichprobenumfang
Der Stichprobenumfang ist die Anzahl der untersuchten Personen oder Objekte.
Stichprobenumfang
Der Stichprobenumfang ist die Größe der Stichprobe. Er wird oft mit \(n\) bezeichnet.
In einer Umfrage werden \(250\) Personen befragt.
Dann ist der Stichprobenumfang \(n=250\).
Wenn von \(250\) Personen \(100\) zustimmen, beträgt der Anteil:
\(\frac{100}{250}=0{,}4=40\,\%\).
Anteile aus Stichproben sind Schätzungen. Sie können schwanken, wenn du eine andere Stichprobe ziehst.
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Prüfungsmodus: Aussagen bewerten
In Aufgaben musst du oft entscheiden, ob eine Schlussfolgerung erlaubt ist.
Eine Klasse mit 28 Kindern wird gefragt, ob sie mehr Ausflüge möchte. 24 sagen ja.
Für diese Klasse ist die Aussage stark.
Für alle Schulen in Deutschland ist sie nicht ausreichend.
Ein Supermarkt befragt nur Kundinnen und Kunden am Montagmorgen.
Das Ergebnis beschreibt vielleicht Montagmorgen-Kunden, aber nicht unbedingt alle Kunden.
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Alles auf einen Blick
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Abschluss-Check
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Zusammenfassung
Die Grundgesamtheit ist die ganze Zielgruppe, die Stichprobe ist der untersuchte Teil. Stichproben helfen, große Gruppen praktisch zu untersuchen.
Wichtig sind Auswahl, Umfang und vorsichtige Deutung. Eine verzerrte Stichprobe kann auch mit vielen Daten zu falschen Schlussfolgerungen führen.
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