Das b-Vorzeichen sieht aus wie ♭ und macht einen Ton tiefer. Genauer: Es erniedrigt einen Stammton um einen Halbton.
Für Anfänger ist dabei vor allem eine Sache knifflig: Das b-Zeichen ist nicht dasselbe wie der Tonname B. Das Zeichen ♭ kann vor vielen Noten stehen; der Ton B entsteht nur, wenn H erniedrigt wird.
- Du erklärst, was ein b-Vorzeichen mit einem Ton macht.
- Du bildest erniedrigte Tonnamen wie Des, Es, As und B.
- Du unterscheidest b als Vorzeichen, b als Versetzungszeichen und B als Tonname.
- Du erkennst typische Fehler beim Lesen von b-Vorzeichen.
Grundidee
Ein b-Vorzeichen erniedrigt einen Stammton um einen Halbton. Aus D wird Des, aus A wird As und aus H wird B.
Die Stammtöne heißen C, D, E, F, G, A und H. Wenn vor einer Note ein ♭ steht, spielst oder singst du den nächsttieferen Halbton. Auf dem Klavier ist das oft die direkt links danebenliegende Taste. Manchmal ist diese Taste schwarz, manchmal weiß.
Das b-Zeichen bedeutet: einen Halbton tiefer. Es bedeutet nicht automatisch: schwarze Taste.
Tonnamen mit b
Bei vielen Stammtönen hängst du beim Erniedrigen die Endung -es an.
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Die Ausnahmen sind wichtig: E wird zu Es, A wird zu As und H wird zu B. Im deutschen Tonsystem ist B also der erniedrigte Ton von H. Genau das führt oft zu Verwechslungen.
Steht ein b vor einem D, heißt der Ton Des.
Steht ein b vor einem A, heißt der Ton As.
Steht ein b vor einem H, heißt der Ton B.
Vorzeichen oder Versetzungszeichen?
Das gleiche Symbol kann an zwei Stellen stehen. Die Stelle entscheidet, wie lange es gilt.
Steht das b am Anfang der Notenzeile direkt nach dem Notenschlüssel, gehört es zur Tonart. Dann gilt es grundsätzlich für alle gleichnamigen Töne im Stück oder Abschnitt, bis eine neue Vorzeichnung kommt.
Steht das b direkt vor einer einzelnen Note im Takt, ist es ein Versetzungszeichen. Dann gilt es normalerweise nur in diesem Takt für diese Tonhöhe.
Am Anfang eines Stücks steht ein b auf der H-Linie. Dann werden H-Töne normalerweise als B gespielt.
Steht mitten im Takt ein b direkt vor einem E, wird dieses E zu Es. Im nächsten Takt gilt diese einzelne Änderung nicht mehr automatisch.
b und Auflösungszeichen
Ein Auflösungszeichen ♮ hebt ein b wieder auf. Wenn in einer Tonart B gilt und vor einer Note ein Auflösungszeichen steht, spielst du wieder H.
In F-Dur gibt es ein b: H wird zu B.
Siehst du in einem Takt ein Auflösungszeichen vor H, spielst du H.
Nach dem Taktstrich gilt wieder die Vorzeichnung der Tonart, also normalerweise wieder B.
Häufige Verwechslungen
Ein Fehler lautet: "b heißt immer B." Nein. ♭ ist das Zeichen, B ist ein bestimmter Tonname.
Ein zweiter Fehler lautet: "Ein b macht jeden Ton zu einer schwarzen Taste." Auch das stimmt nicht. E mit b wird Es, und je nach Instrument oder Tastatur kann der entsprechende Ton als schwarze oder weiße Taste erscheinen. H mit b wird B, auf dem Klavier die schwarze Taste links von H. Fes klingt auf dem Klavier wie E, ist aber theoretisch anders benannt.
Ein dritter Fehler ist, Vorzeichen am Anfang zu übersehen. Wenn am Anfang b-Vorzeichen stehen, musst du sie beim ganzen Stück mitdenken.
Manche Töne können gleich klingen, aber verschieden heißen. Des und Cis liegen auf dem Klavier auf derselben Taste. Der Name hängt davon ab, wie der Ton in der Tonart oder im musikalischen Zusammenhang gedacht ist.
Entscheidungsweg beim Lesen
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Mini-Check
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Transfer
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Zusammenfassung
Das b-Vorzeichen erniedrigt einen Stammton um einen Halbton. Meist entsteht der Name mit -es: Des, Ges oder Ces. Die wichtigen Kurzformen sind Es, As und B. Achte immer darauf, ob das b am Anfang als Tonart-Vorzeichen steht oder direkt vor einer Note als Versetzungszeichen. Und merke dir: ♭ ist das Zeichen, B ist der Ton H mit b.
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