Im Musikunterricht hörst du oft, dass ein Lied hell, freundlich oder offen klingt. Dahinter steckt häufig ein Dur-Akkord. Wenn du am Klavier drei passende Töne gleichzeitig spielst, entsteht daraus ein voller Klang. Einen besonders wichtigen solchen Klang lernst du hier: den Dur-Dreiklang.
- Du kannst erklären, was ein Dur-Dreiklang ist.
- Du kannst Grundton, Terz und Quinte unterscheiden.
- Du kannst einen Dur-Dreiklang mit Halbtonschritten bilden.
- Du kannst einfache Dur-Dreiklänge erkennen und benennen.
Was ein Dreiklang ist
Ein Akkord ist ein Zusammenklang aus mehreren Tönen. Das bedeutet: Die Töne erklingen gleichzeitig oder so dicht nacheinander, dass du sie als Einheit hörst.
Ein Dreiklang ist ein Akkord aus drei verschiedenen Tönen. Diese drei Töne haben feste Rollen. Der wichtigste Ton ist der Grundton. Nach ihm wird der Dreiklang benannt.
Ein Dreiklang ist ein Akkord aus drei Tönen. In der Grundform heißen diese Töne Grundton, Terz und Quinte.
Stell dir den Grundton wie den Namensträger vor. Wenn der Grundton C ist, kann daraus ein C-Dreiklang werden. Wenn der Grundton D ist, kann daraus ein D-Dreiklang werden.
Der C-Dreiklang besteht aus den Tönen C, E und G.
C ist der Grundton. E ist die Terz. G ist die Quinte.
Der Grundton gibt dem Dreiklang seinen Namen. Bei C, E und G ist C der Grundton.
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Grundton, Terz und Quinte
Wenn du einen Dur-Dreiklang verstehen willst, brauchst du die drei Rollen genauer. Der Grundton ist der Startton und Bezugspunkt. Die Terz ist der mittlere Ton des Dreiklangs. Die Quinte ist der obere Ton in der Grundstellung.
Eine Grundstellung liegt vor, wenn der Grundton unten steht, darüber die Terz und darüber die Quinte. Das ist die übersichtlichste Form zum Lernen.
C-Dur in Grundstellung:
C - E - G
C steht unten und ist der Grundton. E liegt in der Mitte und ist die Terz. G liegt oben und ist die Quinte.
Eine Tonleiter ist eine geordnete Reihe von Tönen, zum Beispiel C, D, E, F, G, A, H, C. Für einen einfachen Dreiklang nimmst du vom Grundton aus den ersten, dritten und fünften Ton der passenden Tonleiter.
In der C-Dur-Tonleiter stehen die Töne so:
C D E F G A H C
Für den C-Dur-Dreiklang nimmst du:
- Ton: C
- Ton: E
- Ton: G
In der Grundstellung steht ein Dreiklang wie eine kleine Tonsäule: Grundton unten, Terz in der Mitte, Quinte oben.
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Große und kleine Terz
Jetzt kommt der Klang von Dur ins Spiel. Dafür brauchst du den Begriff Halbtonschritt. Ein Halbtonschritt ist der kleinste Abstand zwischen zwei benachbarten Tasten auf dem Klavier. Das kann von einer weißen zu einer schwarzen Taste sein, aber auch von E zu F oder von H zu C.
Eine große Terz ist ein Abstand von 4 Halbtonschritten. Eine kleine Terz ist ein Abstand von 3 Halbtonschritten.
Eine große Terz umfasst 4 Halbtonschritte. Eine kleine Terz umfasst 3 Halbtonschritte.
Ein Dur-Dreiklang hat eine klare Reihenfolge: zuerst eine große Terz, dann eine kleine Terz. Du gehst also vom Grundton 4 Halbtonschritte nach oben. Dann gehst du vom neuen Ton noch 3 Halbtonschritte nach oben.
C-Dur am Klavier:
Start: C 4 Halbtonschritte nach oben: E 3 Halbtonschritte weiter: G
C-E-G ist ein C-Dur-Dreiklang.
D-Dur:
Start: D 4 Halbtonschritte nach oben: Fis 3 Halbtonschritte weiter: A
D-Fis-A ist ein D-Dur-Dreiklang.
Dur-Formel: 4 Halbtonschritte plus 3 Halbtonschritte. Kurz: groß unten, klein oben.
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Dur-Dreiklänge bilden
Du kannst Dur-Dreiklänge auf zwei Arten bilden. Die erste Art nutzt Halbtonschritte. Die zweite Art nutzt eine Dur-Tonleiter.
Die Halbton-Methode ist praktisch am Klavier. Du startest auf dem Grundton. Dann zählst du 4 Halbtonschritte nach oben. Von dort zählst du 3 Halbtonschritte weiter.
A-Dur mit Halbtonschritten:
A bis Cis sind 4 Halbtonschritte. Cis bis E sind 3 Halbtonschritte.
A-Cis-E ist A-Dur.
Eine Dur-Tonleiter ist eine Tonleiter mit einem hellen Dur-Klang, zum Beispiel C, D, E, F, G, A, H, C. Für den Dur-Dreiklang nimmst du den 1., 3. und 5. Ton dieser Tonleiter.
F-Dur-Tonleiter:
F G A B C D E F
- Ton: F
- Ton: A
- Ton: C
F-A-C ist F-Dur.
Achte bei Vorzeichen genau hin. In D-Dur heißt der mittlere Ton Fis, nicht F. Sonst wäre der Abstand vom Grundton zur Terz zu klein und der Dur-Klang würde verloren gehen.
Fis bedeutet: Der Ton F wird um einen Halbton erhöht. B bedeutet im Deutschen meistens: Der Ton H wird um einen Halbton erniedrigt.
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Dur hören und von Moll unterscheiden
Ein Dur-Dreiklang wird oft als hell, offen oder freundlich empfunden. Das ist keine feste Regel für jedes Lied, aber ein guter erster Höreindruck. Der Dur-Klang entsteht vor allem durch die große Terz über dem Grundton.
Ein Moll-Dreiklang ist ein Dreiklang, bei dem unten zuerst eine kleine Terz liegt und darüber eine große Terz. Er klingt oft weicher, dunkler oder trauriger als Dur.
Ein Moll-Dreiklang hat die Reihenfolge kleine Terz plus große Terz. Beim Dur-Dreiklang ist es umgekehrt: große Terz plus kleine Terz.
Der Unterschied zwischen Dur und Moll steckt meistens im mittleren Ton. Bei C-Dur heißt der mittlere Ton E. Wenn du E einen Halbton tiefer spielst, entsteht Es. Dann wird aus C-Dur der Dreiklang C-Moll.
C-Dur: C-E-G
C-Moll: C-Es-G
Nur der mittlere Ton verändert sich.
Das hilft dir beim Erkennen. Grundton und Quinte bleiben oft gleich. Die Terz entscheidet, ob du Dur oder Moll hörst und siehst.
Dur oder Moll erkennst du besonders gut an der Terz. Dur hat die große Terz über dem Grundton.
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Dur-Dreiklang im Notenbild erkennen
Im Notenbild stehen Dreiklänge oft wie drei übereinanderliegende Notenköpfe. Manchmal stehen sie alle auf Linien oder alle in Zwischenräumen. Das sieht wie ein kleiner Stapel aus.
Beim Bestimmen gehst du ruhig vor. Suche zuerst den tiefsten Ton. Prüfe dann, ob darüber die Terz und die Quinte dieses Grundtons stehen. Danach kontrollierst du, ob die untere Terz groß ist.
Du siehst die Töne G, H und D.
- G ist unten. Also prüfst du G als Grundton.
- Von G zu H sind 4 Halbtonschritte. Das ist eine große Terz.
- Von H zu D sind 3 Halbtonschritte. Das ist eine kleine Terz.
Ergebnis: G-Dur.
Manchmal steht der Grundton nicht unten. Dann spricht man von einer Umkehrung. Eine Umkehrung ist eine andere Reihenfolge derselben Dreiklangstöne. C-E-G, E-G-C und G-C-E enthalten alle die Töne von C-Dur.
Eine Umkehrung entsteht, wenn die Töne eines Dreiklangs anders angeordnet sind und der Grundton nicht unten stehen muss.
C-Dur in verschiedenen Anordnungen:
C-E-G: Grundstellung E-G-C: erste Umkehrung G-C-E: zweite Umkehrung
Alle drei enthalten C, E und G. Deshalb gehören alle zu C-Dur.
Bei Umkehrungen fragst du nicht nur: Welcher Ton steht unten? Frage auch: Welche drei Töne kommen insgesamt vor?
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Zusammenfassung
Ein Dur-Dreiklang ist ein Akkord aus drei Tönen. Die Töne heißen Grundton, Terz und Quinte. In der Grundstellung steht der Grundton unten, die Terz in der Mitte und die Quinte oben.
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Ein Dur-Dreiklang klingt oft hell und offen. Du bildest ihn mit der Formel: Grundton, 4 Halbtonschritte nach oben, dann 3 Halbtonschritte weiter.
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