Wenn du ein Lied nach Noten spielst, steht manchmal ein kleines Kreuz vor einer Note. Dann klingt der Ton ein Stück höher, als du ihn zuerst erwartest. Auf dem Klavier wäre das oft die nächste Taste rechts. So können Melodien auch Töne benutzen, die nicht zu den sieben einfachen Stammtonnamen gehören.
- Du verstehst, was ein Kreuz-Vorzeichen macht.
- Du kannst aus C, D, F oder G die Namen Cis, Dis, Fis oder Gis bilden.
- Du erkennst den Unterschied zwischen einem Kreuz direkt vor einer Note und Kreuzen am Anfang einer Notenzeile.
- Du weißt, warum ein Auflösungszeichen wichtig sein kann.
Der Ton wird höher
Ein Kreuz sieht so aus: ♯. Es steht in Noten immer vor der Note, die es verändert.
Ein Kreuz-Vorzeichen ist ein Zeichen, das einen Ton um einen Halbton erhöht. Ein Halbton ist der kleinste Schritt im üblichen westlichen Tonsystem. Auf dem Klavier ist das der Weg zur direkt nächsten Taste, egal ob diese weiß oder schwarz ist.
Ein Kreuz-Vorzeichen erhöht einen Ton um einen Halbton. Aus dem Ton F wird dadurch Fis.
Stell dir vor, du sollst ein F spielen. Vor dem F steht ein Kreuz: ♯F. Dann spielst du nicht F, sondern Fis. Auf dem Klavier gehst du vom F zur direkt nächsten Taste rechts.
Ein Kreuz macht den Ton höher. Denke an: Kreuz = einen kleinen Schritt nach oben.
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Aus Stammton wird -is-Name
Die einfachen Tonnamen C, D, E, F, G, A und H nennt man Stammtöne. Ein Stammton ist ein Tonname ohne Kreuz oder b. Ein b ist ein anderes Vorzeichen: Es macht einen Ton tiefer. Hier geht es aber vor allem um das Kreuz.
Wenn ein Kreuz vor einem Stammton steht, verändert sich auch der Name. Bei Kreuz-Tönen hängst du meistens -is an den Stammton. Aus C wird Cis, aus D wird Dis, aus F wird Fis, aus G wird Gis, aus A wird Ais. Auch E und H können erhöht werden: E wird Eis, H wird His.
C mit Kreuz heißt Cis.
D mit Kreuz heißt Dis.
F mit Kreuz heißt Fis.
G mit Kreuz heißt Gis.
Eis klingt auf dem Klavier wie F. His klingt auf dem Klavier wie C. Trotzdem sind Eis und His in der Notenschrift eigene Namen, weil sie aus E oder H mit Kreuz gebildet werden.
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Kreuz direkt vor einer Note
Manchmal steht ein Kreuz mitten im Stück direkt vor einer Note. Dann nennt man es genauer Versetzungszeichen. Ein Versetzungszeichen ist ein Zeichen direkt vor einer Note, das diese Note verändert.
Ein solches Kreuz gilt normalerweise bis zum nächsten Taktstrich. Ein Taktstrich ist die senkrechte Linie, die Musik in Takte einteilt. Nach dem Taktstrich musst du wieder neu schauen, ob dort ein Kreuz steht.
In einem Takt steht zuerst ein Kreuz vor F. Dann spielst du Fis. Kommt im selben Takt noch einmal ein F auf derselben Tonhöhe, gilt das Kreuz weiter. Nach dem nächsten Taktstrich ist diese Wirkung vorbei, wenn kein neues Zeichen dort steht.
Ein Kreuz direkt vor einer Note wirkt im Takt weiter. Am nächsten Taktstrich endet diese Wirkung.
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Kreuze am Anfang der Notenzeile
Ein Notenschlüssel steht am Anfang einer Notenzeile und zeigt, wie die Linien und Zwischenräume gelesen werden. Direkt nach dem Notenschlüssel können Kreuze stehen. Dann gehören sie zur Vorzeichnung. Eine Vorzeichnung ist die Gruppe von Vorzeichen am Anfang, die für das Stück oder einen Abschnitt gelten.
Diese Kreuze sagen: Bestimmte Tonnamen werden fast immer erhöht. Steht am Anfang zum Beispiel ein Kreuz auf der F-Linie, dann wird jedes F als Fis gespielt, solange kein anderes Zeichen es ändert.
Eine Vorzeichnung steht am Anfang der Notenzeile. Sie zeigt, welche Töne im Stück dauerhaft erhöht oder erniedrigt werden.
Am Anfang steht ein Kreuz für Fis. Später siehst du irgendwo im Stück ein F, aber direkt davor steht kein Zeichen. Trotzdem spielst du Fis, weil die Vorzeichnung gilt.
Kreuze in der Vorzeichnung machen das Notenbild übersichtlicher. Sonst müsste vor jedes F im ganzen Stück immer wieder ein Kreuz geschrieben werden.
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Auflösen und genau lesen
Manchmal soll ein erhöhter Ton wieder als Stammton klingen. Dafür gibt es das Auflösungszeichen ♮. Ein Auflösungszeichen hebt die Wirkung eines Kreuzes oder b auf.
Wenn also ein F durch ein Kreuz zu Fis wurde, macht ein Auflösungszeichen daraus wieder F. Das ist wichtig, weil du beim Lesen immer auf die Zeichen vor der Note und auf die Vorzeichnung achten musst.
Am Anfang steht ein Kreuz für Fis. In einem bestimmten Takt steht aber ein Auflösungszeichen vor F: ♮F. Dann spielst du an dieser Stelle F, nicht Fis.
Erst Vorzeichnung prüfen, dann Zeichen direkt vor der Note lesen. Ein Auflösungszeichen kann ein Kreuz für kurze Zeit aufheben.
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Kreuz-Tonarten kurz verstehen
Eine Tonart ist der Klangraum, in dem ein Stück zu Hause ist. Sie legt nahe, welche Töne besonders wichtig sind und welche Töne oft vorkommen. Eine Tonleiter ist eine geordnete Reihe von Tönen, die zu einer Tonart passt.
Manche Tonarten brauchen Kreuz-Vorzeichen, damit ihre Tonleiter richtig aufgebaut ist. Die Reihenfolge der Kreuze in der Vorzeichnung ist fest: Fis, Cis, Gis, Dis, Ais, Eis, His. Für den Anfang reichen die ersten drei oft: G-Dur hat Fis, D-Dur hat Fis und Cis, A-Dur hat Fis, Cis und Gis.
G-Dur hat ein Kreuz: Fis.
D-Dur hat zwei Kreuze: Fis und Cis.
A-Dur hat drei Kreuze: Fis, Cis und Gis.
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Zusammenfassung
Ein Kreuz-Vorzeichen erhöht einen Ton um einen Halbton. Aus einem Stammton wird dadurch meistens ein Name mit -is, zum Beispiel Fis, Cis oder Gis.
Steht das Kreuz direkt vor einer Note, wirkt es als Versetzungszeichen im Takt. Steht es am Anfang der Notenzeile, gehört es zur Vorzeichnung und gilt länger für den jeweiligen Tonnamen.
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