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Jahwe

Jahwe ist der Gottesname im Judentum. Erfahre, warum der Name als heilig gilt und wie er in der jüdischen Tradition verwendet wird.

In einem Religionsbuch steht manchmal „Jahwe“, in vielen Bibeln aber „der HERR“. Das ist kein Zufall. Dahinter steckt ein Gottesname, der im Judentum besonders respektvoll behandelt wird.

Was du lernen wirst

Deine Lernziele
  • Du kennst die Buchstaben JHWH und den Begriff Tetragramm.
  • Du weißt, warum die genaue Aussprache unsicher ist.
  • Du kannst erklären, weshalb jüdische Menschen Ersatzwörter verwenden.
  • Du verstehst eine Deutung des Namens in der Geschichte von Mose.

Die vier Buchstaben

Ein Name kann zeigen, wer jemand ist. JHWH steht in der Tanach, der hebräischen Bibel des Judentums.

Definition

JHWH ist die Umschrift von vier hebräischen Konsonanten im Gottesnamen Israels. Die Zeichen sehen so aus: יהוה.

Konsonanten sind Mitlaute wie J, H oder W.

Diese vier Zeichen nennt man Tetragramm. Das Wort kommt aus dem Griechischen und bedeutet Vier-Buchstaben-Zeichen.

Beispiel

Wenn du in einem hebräischen Bibeltext die Zeichen יהוה siehst, steht dort das Tetragramm. In einer deutschen Bibel findest du an dieser Stelle oft „der HERR“ in Großbuchstaben.

Merke

JHWH ist die Umschrift des Gottesnamens aus vier hebräischen Konsonanten. Tetragramm bedeutet Name aus vier Buchstaben.

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Warum Jahwe nicht sicher ausgesprochen wird

Stell dir vor, du findest eine Nachricht, in der nur die Buchstaben „Mrg“ stehen. Du kannst vermuten, was gemeint ist, aber ganz sicher bist du nicht. Ähnlich ist es bei JHWH.

Die frühe hebräische Schrift notierte vor allem Konsonanten. Die Vokale, also Selbstlaute wie a, e, i, o und u, fehlten meist. Darum lässt sich die ursprüngliche Aussprache nicht eindeutig rekonstruieren.

Beispiel

„Jahwe“ ist eine verbreitete deutsche Aussprachehilfe für JHWH. Fachleute können aber nicht beweisen, dass Menschen in der Antike den Namen genau so ausgesprochen haben.

Gut zu wissen

Die Schreibweise „Jehova“ entstand später dadurch, dass die Konsonanten JHWH mit Vokalzeichen eines Ersatzwortes verbunden wurden. Sie gilt deshalb nicht als ursprüngliche Aussprache des Gottesnamens.

Merke

JHWH kennen wir als Buchstabenfolge. Wie der Name ursprünglich klang, wissen wir nicht sicher.

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Respekt im Judentum

Wenn etwas einer Person sehr wichtig ist, gehst du damit vorsichtig um. Für jüdische Menschen ist der Gottesname heilig. Heilig bedeutet hier: besonders geschützt und nicht alltäglich zu benutzen.

Deshalb wird JHWH im Judentum traditionell nicht ausgesprochen. Beim Lesen ersetzt man den Namen durch ein anderes Wort.

Definition

Tora ist der Name für die fünf Bücher Mose und zugleich für die grundlegende Lehre im Judentum.

Adonai ist ein hebräisches Wort, das beim Vorlesen oft anstelle von JHWH verwendet wird. Es bedeutet mein Herr.

HaSchem bedeutet der Name. Dieses Wort wird im Gespräch häufig als respektvolle Umschreibung benutzt.

Beispiel

Liest jemand aus der Tora die Buchstaben JHWH, kann die Person „Adonai“ sagen. Im Gespräch über Gott kann sie „HaSchem“ verwenden.

Merke

Nichtaussprechen bedeutet nicht, dass der Name vergessen wird. Es ist eine Form von Achtung.

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Der Name in der Bibel

Ein Name kann in einer Geschichte eine Zusage enthalten. In der Bibel begegnet Mose Gott am brennenden Dornbusch. Mose soll den Israeliten helfen, aus der Unterdrückung in Ägypten herauszukommen.

In dieser Erzählung erhält der Gottesname eine wichtige Bedeutung: Gott sagt Mose zu, bei ihm und dem Volk zu sein. Im Zusammenhang von Exodus 3 wird das manchmal mit „Ich bin da“ oder „Ich werde da sein“ gedeutet. Das ist eine mögliche Deutung der Erzählung, keine eindeutig gesicherte Übersetzung des Namens.

Beispiel

Mose zweifelt, ob er die schwere Aufgabe schaffen kann. Gottes Zusage bedeutet in der Geschichte: Du musst nicht allein handeln. Gott begleitet dich und das Volk Israel.

Gut zu wissen

Die Erzählung verbindet JHWH besonders mit Befreiung, Nähe und Verantwortung. Sie erzählt von Glauben und Hoffnung des Volkes Israel.

Merke

In der Mosegeschichte kann der Gottesname als Zusage verstanden werden: Gott lässt sein Volk nicht allein.

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Jahwe im Christentum und im Gespräch

Das Christentum hat die hebräische Bibel als Altes Testament übernommen. Deshalb begegnet der Gottesname auch in christlichen Bibeln und im Religionsunterricht. Viele christliche Übersetzungen schreiben jedoch „der HERR“.

Wichtig ist die Unterscheidung: „Jahwe“ ist eine gebräuchliche Bezeichnung in deutscher Sprache. JHWH ist die Buchstabenfolge im hebräischen Text. Jüdische Traditionen setzen beim Umgang mit diesem Namen einen besonderen Schwerpunkt auf Ehrfurcht.

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Zusammenfassung

JHWH ist die Umschrift des Gottesnamens in der hebräischen Bibel und wird wegen seiner vier Buchstaben Tetragramm genannt. „Jahwe“ ist eine verbreitete, aber nicht sicher belegte Aussprache. Im Judentum wird der Name aus Ehrfurcht meist durch Adonai oder HaSchem ersetzt. In der Geschichte von Mose kann der Name als Zusage verstanden werden, dass Gott beim Volk Israel ist.