Im Religionsunterricht hörst du vielleicht von Mekka, dem Koran oder dem Ramadan. Diese Begriffe gehören zum Islam. Um sie besser zu verstehen, hilft dir die Geschichte von Mohammed.
Wer war Mohammed?
Mohammed, auch Muhammad geschrieben, lebte auf der Arabischen Halbinsel. Er wurde um das Jahr 570 in Mekka geboren und starb 632 in Medina. Beide Städte liegen heute in Saudi-Arabien.
Ein Prophet ist ein Mensch, der nach dem Glauben einer Religion eine Botschaft von Gott an die Menschen weitergibt. Ein Gesandter Gottes ist ein Prophet, der diese Botschaft im Auftrag Gottes überbringt.
Für Musliminnen und Muslime ist Mohammed ein Prophet und Gesandter Gottes. Sie glauben, dass Gott auf Arabisch Allah heißt. Allah ist also kein anderer Gott, sondern das arabische Wort für Gott.
Auch im Judentum und im Christentum gibt es Propheten. Musliminnen und Muslime glauben zum Beispiel an Abraham, Mose und Jesus als Propheten. Mohammed gilt im Islam als der letzte Prophet.
Mohammed ist für Musliminnen und Muslime nicht Gott. Er ist der Mensch, der Gottes Botschaft überbrachte.
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Mohammed in Mekka
Mekka war damals eine wichtige Handelsstadt. Mohammed wuchs dort auf und arbeitete später als Kaufmann. Seine erste Frau hieß Chadidscha. Sie unterstützte ihn besonders am Anfang.
Viele Menschen in Mekka verehrten damals verschiedene Götter. Mohammed begann jedoch, von dem Glauben an einen einzigen Gott zu erzählen. Damit waren manche mächtigen Menschen in der Stadt nicht einverstanden.
Die Kaaba ist ein würfelförmiges Gebäude in Mekka. Sie ist ein besonders heiliger Ort für Musliminnen und Muslime.
Stell dir vor, in einer Stadt gibt es lange bekannte Bräuche. Jemand sagt nun, die Menschen sollten anders leben und gerechter miteinander umgehen. Das kann Zustimmung auslösen, aber auch Streit. So entstand auch Widerstand gegen Mohammeds Botschaft in Mekka.
Mekka war Mohammeds Geburtsstadt. Die Kaaba macht Mekka bis heute zu einem besonders wichtigen Ort im Islam.
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Offenbarungen und der Koran
Nach muslimischem Glauben erhielt Mohammed ab etwa 610 Botschaften von Gott. Diese Botschaften nennt man Offenbarungen. Eine Offenbarung ist etwas, das Gott nach religiösem Glauben einem Menschen mitteilt.
Musliminnen und Muslime glauben, dass der Engel Dschibril, auf Deutsch Gabriel, Mohammed die Botschaften überbrachte. Mohammed trug sie vor und seine Anhänger lernten viele Verse auswendig. Verse wurden auch aufgeschrieben. Erst nach Mohammeds Tod wurden die überlieferten Texte gesammelt und als Koran zusammengeführt.
Der Koran ist die heilige Schrift des Islam. Musliminnen und Muslime glauben, dass er Gottes Wort enthält.
Die Offenbarungen kamen nicht alle auf einmal. Sie begleiteten Mohammed und die junge muslimische Gemeinschaft über viele Jahre. Im Koran geht es zum Beispiel um den Glauben an Gott, das Gebet, Hilfe für arme Menschen und gerechtes Handeln.
Wenn eine Klasse über Wochen Regeln für ein gutes Miteinander sammelt, entsteht nicht alles an einem Tag. Ähnlich wurden die koranischen Botschaften über einen langen Zeitraum überliefert.
Nach muslimischem Glauben empfing Mohammed den Koran. Er gilt deshalb nicht als Autor des Korans.
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Die Hidschra: von Mekka nach Medina
Die Gegner von Mohammeds Botschaft wurden in Mekka immer stärker. Deshalb verließ Mohammed mit seinen Anhängern im Jahr 622 die Stadt und zog nach Yathrib. Diese Stadt heißt heute Medina.
Die Hidschra ist die Auswanderung Mohammeds und seiner Anhänger von Mekka nach Medina im Jahr 622.
In Medina konnte die muslimische Gemeinschaft wachsen. Mohammed war dort nicht nur religiöser Lehrer. Er half auch dabei, das Zusammenleben in der Stadt zu ordnen und Streit zu schlichten.
Die Hidschra ist so wichtig, dass mit ihr die islamische Zeitrechnung beginnt. Der islamische Kalender ist ein Mondkalender. Er richtet sich nach den Mondmonaten und hat etwa elf Tage weniger als unser gregorianischer Kalender. Deshalb fallen islamische Feste in unserem Kalender jedes Jahr auf ein anderes Datum.
Wenn ein Verein an einem neuen Ort neu startet, kann dieser Umzug ein wichtiger Anfang sein. Für die muslimische Gemeinschaft war die Hidschra ein solcher Neuanfang.
Die Hidschra ist kein Geburtstag Mohammeds. Sie erinnert an den Beginn einer neuen Gemeinschaft in Medina.
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Mohammeds Bedeutung bis heute
Mohammed starb 632 in Medina. Seine Botschaft und die muslimische Gemeinschaft blieben bestehen. Heute leben Musliminnen und Muslime auf der ganzen Welt.
Viele Muslime sprechen Mohammeds Namen besonders respektvoll aus. Manche schreiben nach seinem Namen eine Segensformel. Außerdem wird sein Geburtstag in einigen muslimischen Gemeinschaften als Gedenktag gefeiert. Wie genau Menschen feiern, ist unterschiedlich.
Mohammed ist für viele Musliminnen und Muslime ein Vorbild. Sie beschäftigen sich mit seiner Lebensweise und seinen Aussagen. Berichte darüber heißen Hadithe. Ein Hadith ist eine überlieferte Erzählung darüber, was Mohammed gesagt, getan oder gebilligt haben soll.
Ein Vorbild kann dir zeigen, wie jemand mit schwierigen Situationen umgeht. Für viele Musliminnen und Muslime ist Mohammed ein religiöses Vorbild für Glauben, Geduld und Verantwortung.
Im Islam wird Mohammed häufig nicht bildlich dargestellt. Viele Musliminnen und Muslime möchten damit ihren Propheten besonders respektvoll behandeln und vermeiden, dass ein Bild verehrt wird.
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Zusammenfassung
Mohammed wurde um 570 in Mekka geboren und starb 632 in Medina. Für Musliminnen und Muslime ist er der letzte Prophet und ein Gesandter Gottes.
Nach muslimischem Glauben erhielt Mohammed Offenbarungen von Gott. Die überlieferten Botschaften wurden später im Koran gesammelt. Wegen des Widerstands in Mekka zog Mohammed 622 nach Medina. Diese Hidschra markiert den Beginn der islamischen Zeitrechnung. Mohammeds Leben und seine Botschaft prägen den Islam bis heute.
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