Satzanfänge und Nomen richtig großschreiben
Die meisten Wörter schreibst du klein. Groß schreibst du aber das erste Wort eines Satzes, Nomen und Eigennamen. Hier lernst du, diese Fälle zu erkennen und einen Text richtig zu verbessern.
Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!
Satzanfänge zeigen den Beginn eines Satzes
Das erste Wort eines Textes beginnt mit einem Großbuchstaben. Auch nach einem Punkt, Fragezeichen oder Ausrufezeichen beginnt ein neuer Satz groß.
Morgen fahren wir ans Meer. Kommst du mit? Das wird spannend!
„Morgen“ steht am Textanfang. „Kommst“ folgt auf einen Punkt und „Das“ auf ein Fragezeichen. Deshalb beginnen alle drei Wörter groß.
Nach einem Punkt, Fragezeichen oder Ausrufezeichen beginnt das erste Wort des neuen Satzes mit einem Großbuchstaben. Welche Wortart dort steht, spielt keine Rolle.
Achtung: Ein Wort wird nicht automatisch immer großgeschrieben, nur weil es einmal am Satzanfang steht.
- Heute scheint die Sonne.
- Die Sonne scheint heute.
Nomen bezeichnen Menschen, Tiere, Dinge und Ideen
Ein Nomen ist ein Wort für einen Menschen, ein Tier, ein Ding oder etwas, das du nur denken oder fühlen kannst. Nomen heißen auch Hauptwörter oder Namenwörter. Du schreibst sie immer groß.
- Mensch: der Arzt
- Tier: ein Hund
- Ding: die Tasche
- Gedanke oder Gefühl: das Glück
Begleiterprobe
Prüfe, ob ein Begleiter wie der, die, das, ein oder eine zum Wort passt. Passt ein solcher Begleiter und bezeichnet das Wort einen Menschen, ein Tier, ein Ding oder eine Idee, ist es ein Nomen.
Im Satz „Der Hund wartet vor dem Tor“ kannst du prüfen:
- der Hund – der Begleiter „der“ passt;
- das Tor – der Begleiter „das“ passt.
„Hund“ und „Tor“ sind Nomen und beginnen deshalb mit einem Großbuchstaben. Auch die Mehrzahl Hunde bestätigt, dass „Hund“ als Nomen gebraucht wird.
Die Anfassprobe allein reicht nicht aus. Ein Tisch lässt sich anfassen, aber auch nicht anfassbare Wörter wie Liebe und Glück sind Nomen. Die Begleiterprobe hilft deshalb zuverlässiger.
Eigennamen benennen etwas Bestimmtes
Ein Eigenname bezeichnet eine bestimmte Person, einen bestimmten Ort, eine Straße, ein Buch oder einen Film. Eigennamen werden großgeschrieben.
- Person: Mia Schneider
- Ort: Berlin
- Buch: Faust
Ein Nomen bezeichnet oft eine Art oder Gruppe: die Stadt, der Hund, das Mädchen. Ein Eigenname nennt dagegen etwas Bestimmtes: Berlin, Bello, Mia.
Im Satz „Mia fährt mit dem Hund nach Berlin“ sind die Großbuchstaben unterschiedlich begründet:
- Mia und Berlin sind Eigennamen.
- Hund ist ein Nomen; die Begleiterprobe ergibt „der Hund“.
So überarbeitest du einen Text
Gehe beim Prüfen in einer festen Reihenfolge vor:
- Suche den Textanfang und die Satzschlusszeichen Punkt, Fragezeichen und Ausrufezeichen.
- Schreibe das jeweils folgende erste Wort groß.
- Suche Wörter für Menschen, Tiere, Dinge, Gedanken oder Gefühle.
- Nutze bei unsicheren Wörtern die Begleiterprobe.
- Suche Namen bestimmter Personen oder Orte.
- Lies den verbesserten Text noch einmal vollständig.
Ausgangstext:
„der hund bellt. danach läuft er zum tor.“
Verbesserter Text:
„Der Hund bellt. Danach läuft er zum Tor.“
- Der und Danach beginnen jeweils einen Satz.
- Hund ist ein Nomen: der Hund.
- Tor ist ein Nomen: das Tor.
Verbessere nun diesen Text, indem du jeweils die richtige Form auswählst.
Wähle in jeder Lücke die passende Form und prüfe anschließend deine Antworten.
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Karteikasten
Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.
Alles auf einen Blick
- Großschreibung
- Satzanfänge: erstes Wort eines Textes oder neuen Satzes
- Nomen: Menschen, Tiere, Dinge, Gedanken und Gefühle
- Begleiterprobe: der, die, das, ein oder eine einsetzen
- Eigennamen: bestimmte Personen, Orte, Bücher oder Filme
- Textüberarbeitung: Satzgrenzen markieren und Wörter prüfen
Abschluss-Check
Prüfe zum Schluss: Kannst du bei jedem Großbuchstaben sagen, ob er einen Satzanfang, ein Nomen oder einen Eigennamen kennzeichnet? Dann kannst du die Regeln gezielt anwenden.
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