Sätze mit „zu“ wirken manchmal harmlos, aber genau dort passieren viele Kommafehler. Das Gute ist: Du kannst Infinitivgruppen mit festen Prüffragen erkennen.
Du lernst hier, was eine Infinitivgruppe ist, wann das Komma Pflicht ist und wie du typische Aufgaben sicher löst.
- Ich kann Infinitivgruppen mit „zu“ erkennen.
- Ich kann Pflichtkommas bei Infinitivgruppen erklären.
- Ich kann Einleitewörter wie „um“, „ohne“ und „statt“ nutzen.
- Ich kann eingeschobene Infinitivgruppen mit zwei Kommas abgrenzen.
- Ich kann Prüfungsaufgaben mit gemischten Fällen lösen.
Was eine Infinitivgruppe ist
Der Infinitiv ist die Grundform eines Verbs, zum Beispiel „lernen“, „gehen“, „schreiben“. Eine Infinitivgruppe enthält oft zu plus Infinitiv und weitere Wörter.
Infinitivgruppe
Eine Infinitivgruppe ist eine Wortgruppe mit einem Infinitiv, meistens mit „zu“. Sie kann im Satz die Rolle eines Satzglieds übernehmen und wird häufig mit Komma abgegrenzt.
„Ich versuche, den Text ruhig zu lesen.“
- Der Infinitiv ist lesen.
- Davor steht zu.
- „den Text ruhig zu lesen“ ist die Infinitivgruppe.
- Sie hängt vom übergeordneten Satz „Ich versuche“ ab.
Suche zuerst „zu“ plus Verb: zu lernen, zu schreiben, zu erklären. Prüfe dann, ob eine ganze Wortgruppe dazugehört.
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Pflichtkomma bei Infinitivgruppen
Eine satzwertige Infinitivgruppe wird durch Komma vom übergeordneten Satz getrennt. Satzwertig heißt: Die Gruppe hat genug eigenes Gewicht und wirkt fast wie ein verkürzter Nebensatz.
„Es ist wichtig, die Aufgabe genau zu lesen.“
Die Gruppe „die Aufgabe genau zu lesen“ erklärt, was wichtig ist. Deshalb steht vor der Infinitivgruppe ein Komma.
Für Schultexte ist die sichere Lösung meist: Setze das Komma bei erweiterten Infinitivgruppen, besonders wenn die Gruppe länger ist oder Missverständnisse möglich wären.
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Einleitewörter: um, ohne, statt
Besonders eindeutig ist das Komma, wenn die Infinitivgruppe mit bestimmten Wörtern eingeleitet wird: um, ohne, statt, anstatt, außer oder als.
Pflichtkommas:
- „Ich lerne, um die Arbeit zu bestehen.“
- „Sie ging, ohne sich zu verabschieden.“
- „Er redete weiter, statt zuzuhören.“
Diese Einleitewörter zeigen klar: Jetzt kommt eine Infinitivgruppe, die abgegrenzt wird.
Bei „um zu“, „ohne zu“ und „statt zu“ setzt du fast immer ein Komma vor die ganze Infinitivgruppe.
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Eingeschobene Infinitivgruppen
Manchmal steht die Infinitivgruppe mitten im Satz. Dann brauchst du zwei Kommas: eins am Anfang und eins am Ende der Einschiebung.
„Der Plan, jeden Tag zehn Minuten zu lesen, hilft mir.“
- Hauptsatzrahmen: „Der Plan hilft mir.“
- Eingeschobene Infinitivgruppe: „jeden Tag zehn Minuten zu lesen“
- Deshalb stehen zwei Kommas.
Einschub hinein, Einschub heraus: Wenn eine Infinitivgruppe in den Satz eingeschoben ist, setzt du ein Komma vor und nach der Gruppe.
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Prüfungsmodus
Bei gemischten Aufgaben suchst du zuerst Infinitive mit „zu“. Dann markierst du die ganze Gruppe und entscheidest, ob sie eingeleitet, erweitert oder eingeschoben ist.
Satz: „Um den Bus zu erreichen, rannte sie los.“
- Infinitiv: „erreichen“
- Signal: „um“
- Infinitivgruppe steht am Satzanfang.
- Das Komma steht nach der Gruppe.
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Zusammenfassung
Infinitivgruppen enthalten meist „zu“ plus Verb in der Grundform. Bei erweiterten oder satzwertigen Infinitivgruppen setzt du ein Komma, besonders bei Einleitewörtern wie „um“, „ohne“ und „statt“.
Steht die Infinitivgruppe mitten im Satz, brauchst du zwei Kommas. In Prüfungsaufgaben markierst du zuerst die ganze Gruppe und setzt dann die Kommas an ihre Grenzen.
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