Was hast du gestern gemacht? Vielleicht hast du Fußball gespielt, ein Video geschaut oder mit Freunden geschrieben. Sobald du das auf Englisch erzählen willst, brauchst du das Simple Past — die wichtigste Vergangenheitsform im Englischen. Nach dieser Seite kannst du Sätze über gestern, letzte Woche oder deinen letzten Urlaub bilden, verneinen und Fragen dazu stellen.
Was ist das Simple Past?
Das Simple Past ist die einfache Vergangenheit im Englischen. Es entspricht ungefähr dem deutschen Präteritum („ich spielte") — oft übersetzen wir es aber auch mit dem Perfekt („ich habe gespielt"). Du benutzt das Simple Past für Handlungen, die in der Vergangenheit passiert und abgeschlossen sind.
Das Simple Past brauchst du in drei typischen Situationen:
- Einmalige oder wiederholte Handlungen in der Vergangenheit: I visited London last year. (Ich habe letztes Jahr London besucht.)
- Aufeinanderfolgende Handlungen, zum Beispiel wenn du eine Geschichte erzählst: She opened the door, switched on the light and entered the room. (Sie öffnete die Tür, machte das Licht an und betrat das Zimmer.)
- Eine Handlung unterbricht eine andere: Die längere Handlung steht im Past Progressive, die kurze, unterbrechende im Simple Past: We were watching TV when the phone rang. (Wir schauten gerade fern, als das Telefon klingelte.)
Merke: Simple Past = passiert in der Vergangenheit und fertig. Wann genau es passiert ist, steht oft im Satz (yesterday, last week, in 2020).
Bildung: regelmäßige Verben
Bei regelmäßigen Verben ist die Bildung einfach: Du hängst an den Infinitiv (die Grundform des Verbs) die Endung -ed an.
Beispiel:
| Infinitiv | Simple Past | Satz |
|---|---|---|
| play | played | I played tennis yesterday. |
| watch | watched | He watched a film last night. |
| clean | cleaned | We cleaned our room on Saturday. |
Das Beste daran: Die Form ist für alle Personen gleich. Anders als im Simple Present gibt es kein extra -s bei he/she/it — I played, she played, they played.
Besonderheiten bei der Schreibweise
Bei manchen Verben musst du die Schreibung leicht anpassen, bevor du -ed anhängst:
- Endet das Verb auf ein stummes -e, hängst du nur -d an: like → liked, dance → danced.
- Endet das Verb auf Konsonant + y, wird das y zu i: cry → cried, study → studied. Steht vor dem y ein Vokal, bleibt es: play → played, stay → stayed.
- Endet ein kurzes Verb auf kurzen Vokal + einzelnen Konsonanten, wird der Konsonant verdoppelt: stop → stopped, plan → planned.
Tipp: Lerne die drei Musterwörter liked, cried, stopped auswendig — sie decken alle drei Schreibregeln ab.
Unregelmäßige Verben
Viele häufige Verben halten sich nicht an die -ed-Regel. Diese unregelmäßigen Verben haben eine eigene Vergangenheitsform, die 2. Verbform. Sie steht in jeder Verbtabelle in der zweiten Spalte, und du musst sie auswendig lernen.
Beispiel: go → went: We went to the cinema last Friday. (Wir sind letzten Freitag ins Kino gegangen.)
Die wichtigsten unregelmäßigen Verben:
| Infinitiv | Simple Past | Deutsch |
|---|---|---|
| go | went | gehen |
| see | saw | sehen |
| have | had | haben |
| do | did | tun, machen |
| make | made | machen |
| come | came | kommen |
| eat | ate | essen |
| get | got | bekommen |
| say | said | sagen |
| know | knew | wissen, kennen |
| swim | swam | schwimmen |
| win | won | gewinnen |
Merke: Regelmäßig = Infinitiv + -ed. Unregelmäßig = 2. Verbform aus der Tabelle. Wenn du unsicher bist, schlag nach — raten führt zu Fehlern wie goed statt went.
Das Verb „to be": was und were
Das Verb to be (sein) ist ein Sonderfall: Es hat im Simple Past zwei Formen, und sie richten sich nach der Person.
| Person | Form | Beispiel |
|---|---|---|
| I / he / she / it | was | I was tired. She was at school. |
| you / we / they | were | You were late. They were happy. |
Außerdem braucht to be kein Hilfsverb: Verneinung und Frage bildest du direkt mit was/were: She was not (wasn't) at home. Were you at the party?
Verneinung mit didn't
Für die Verneinung brauchst du das Hilfsverb did (die Vergangenheitsform von do) plus not. Danach steht das Vollverb wieder im Infinitiv — die Vergangenheit steckt ja schon im did.
Die Formel: did not (didn't) + Infinitiv
Beispiel: Schritt für Schritt vom positiven zum verneinten Satz:
- Positiver Satz: She watched the film.
- did not einfügen: She did not … the film.
- Verb zurück in den Infinitiv: She did not watch the film.
- Kurzform für Alltag und Gespräche: She didn't watch the film.
Das gilt für regelmäßige und unregelmäßige Verben: They didn't go to school. — nicht didn't went.
Fragen mit did
Auch Fragen bildest du mit dem Hilfsverb did. Es steht am Satzanfang (oder nach dem Fragewort), und das Vollverb bleibt im Infinitiv.
Die Formel: (Fragewort +) did + Subjekt + Infinitiv
Beispiel:
- Aussagesatz: You saw the match.
- did nach vorn, Verb in den Infinitiv: Did you see the match?
- Mit Fragewort: When did you see the match?
Merke: Ein Satz braucht nur ein Vergangenheits-Signal. Steht did im Satz, bleibt das Vollverb im Infinitiv: Did she like it? — niemals
Did she liked it?
Signalwörter
Signalwörter sind Zeitangaben, die dir verraten, dass das Simple Past die richtige Zeitform ist. Sie zeigen: Die Handlung liegt in der Vergangenheit und ist abgeschlossen.
| Signalwort | Deutsch | Beispiel |
|---|---|---|
| yesterday | gestern | I met Tom yesterday. |
| last week / last year | letzte Woche / letztes Jahr | We moved house last year. |
| two days ago / … ago | vor zwei Tagen / vor … | She called me an hour ago. |
| in 2015 / in … | im Jahr 2015 | The film came out in 2015. |
Tipp: Siehst du in einer Klassenarbeit yesterday, ago oder last …, ist das Simple Past fast immer die gesuchte Zeitform.
Zusammenfassung
- Das Simple Past beschreibt abgeschlossene Handlungen in der Vergangenheit — einmalig, wiederholt oder nacheinander.
- Regelmäßige Verben: Infinitiv + -ed (played); Schreibregeln: liked, cried, stopped.
- Unregelmäßige Verben: eigene 2. Verbform (go → went) — auswendig lernen.
- to be: I/he/she/it was, you/we/they were — ohne Hilfsverb did.
- Verneinung: didn't + Infinitiv (She didn't watch TV.).
- Fragen: Did + Subjekt + Infinitiv (Did you see it?).
- Signalwörter: yesterday, last …, … ago, in 2015.
Interaktiv üben
- Ich kann erklären, wann man das Simple Past verwendet.
- Ich kann regelmäßige Verben mit -ed bilden und die Schreibregeln anwenden.
- Ich kann die 2. Verbform häufiger unregelmäßiger Verben und was/were richtig einsetzen.
- Ich kann Sätze im Simple Past mit didn't verneinen.
- Ich kann Fragen im Simple Past mit did bilden.
- Ich kann Signalwörter erkennen und die richtige Zeitform wählen.
Wann brauchst du das Simple Past?
Ob letzter Urlaub, gestriges Fußballtraining oder eine spannende Geschichte: Sobald du auf Englisch über Vergangenes sprichst, bist du beim Simple Past. Hier frischst du kurz auf, wofür die Zeitform da ist.
Drei Situationen musst du erkennen — und die dritte ist die kniffligste: Wenn eine kurze Handlung eine längere unterbricht, läuft die lange im Hintergrund im Past Progressive, die kurze steht im Simple Past. In den meisten Aufgaben reicht aber schon ein Blick auf die Zeitangabe im Satz, um das Simple Past zu erkennen.
Simple Past
Das Simple Past ist die einfache Vergangenheit im Englischen. Es beschreibt Handlungen, die in der Vergangenheit passiert und abgeschlossen sind — einmalig, wiederholt oder nacheinander (beim Erzählen von Geschichten).
Drei typische Einsätze:
- Abgeschlossene Handlung: I visited London last year.
- Handlungen nacheinander: She opened the door, switched on the light and entered the room.
- Unterbrechung einer laufenden Handlung: We were watching TV when the phone rang. (kurze Handlung rang = Simple Past)
Signalwörter verraten dir das Simple Past: yesterday, last week, two days ago, in 2015. Siehst du eins davon, ist die Handlung vorbei und abgeschlossen.
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Regelmäßige Verben: die -ed-Regel
Die gute Nachricht: Bei den meisten Verben reicht eine einzige Endung — und sie ist für alle Personen gleich. Prüfe bei jedem Verb zuerst das Wortende: stummes -e, Konsonant + y oder kurzer Vokal mit einem einzelnen Konsonanten? Nur in diesen drei Fällen ändert sich etwas an der Schreibung — alle anderen Verben bekommen einfach -ed. Im Lückentext weiter unten probierst du alle drei Regeln direkt aus.
Regelmäßige Verben
Regelmäßige Verben bilden das Simple Past mit Infinitiv + -ed: play → played, watch → watched. Es gibt kein extra -s bei he/she/it — die Form gilt für alle Personen.
Drei Schreibregeln beim Anhängen von -ed:
- Stummes -e am Ende: nur -d anhängen → like → liked
- Konsonant + y: y wird zu i → cry → cried (aber Vokal + y bleibt: play → played)
- Kurzer Vokal + einzelner Konsonant: Konsonant verdoppeln → stop → stopped
Merk dir die drei Musterwörter liked, cried, stopped — sie decken alle drei Schreibregeln ab.
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Unregelmäßige Verben und was/were
Leider spielen nicht alle Verben nach der -ed-Regel. Die häufigsten Verben im Englischen sind unregelmäßig — genau die brauchst du ständig. Je öfter du kleine Geschichten liest oder selbst schreibst, desto schneller sitzen die Formen. Und denk an den Sonderfall to be: Es ist das einzige Verb, bei dem du im Simple Past auf die Person achten musst — was oder were.
Unregelmäßige Verben
Unregelmäßige Verben haben eine eigene Vergangenheitsform, die 2. Verbform: go → went, see → saw, eat → ate. Diese Formen stehen in der Verbtabelle und müssen auswendig gelernt werden.
to be im Simple Past
Das Verb to be hat als einziges Verb zwei Formen: was für I/he/she/it und were für you/we/they. Es braucht kein Hilfsverb: She wasn't at home. Were you tired?
Last Sunday we went to the lake. The water was cold, but my friends were brave. We ate sandwiches and I saw a huge fish. — went (go), was/were (be), ate (eat), saw (see): vier unregelmäßige Formen in einer kurzen Geschichte.
Wenn du eine Form nicht kennst: nachschlagen statt raten. Erfundene Formen wie goed oder eated sind die häufigsten Fehler bei unregelmäßigen Verben.
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Verneinung und Fragen mit did
Jetzt wird es praktisch: Wie sagst du, dass etwas nicht passiert ist — und wie fragst du nach? Beides funktioniert mit demselben Hilfsverb, und das Prinzip ist immer gleich: did übernimmt die Vergangenheit, das Vollverb kehrt in den Infinitiv zurück. Der häufigste Fehler ist die doppelte Vergangenheit — didn't watched oder Did you went. Wenn du did im Satz siehst, kontrolliere also sofort das Vollverb.
Hilfsverb did
Did ist die Vergangenheitsform von do und übernimmt in Verneinungen und Fragen das Vergangenheits-Signal. Verneinung: did not (didn't) + Infinitiv. Frage: (Fragewort +) did + Subjekt + Infinitiv. Das Vollverb steht immer im Infinitiv.
Vom positiven Satz zur Verneinung und zur Frage:
- She watched the film.
- Verneinung: She didn't watch the film. (nicht:
didn't watched) - Frage: Did she watch the film?
- Mit Fragewort: When did she watch the film?
Ein Satz braucht nur ein Vergangenheits-Signal. Steht did im Satz, bleibt das Vollverb im Infinitiv — Did you see it?, niemals Did you saw it?
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Alles auf einen Blick
Bevor der Abschluss-Check kommt, ordnest du hier das ganze Thema einmal im Kopf — erst als Übersicht, dann mit Lernkarten.
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Abschluss-Check
Neue Situationen, kombiniertes Wissen: Wenn du diese Aufgaben schaffst, sitzt das Simple Past. Fehler sind okay — lies dann einfach die Erklärung.
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