Food Crops: Bedeutung, Beispiele und Abgrenzung
Food Crops sind landwirtschaftliche Erzeugnisse, die vor allem der Eigenversorgung dienen. Ein kleiner Teil der Ernte kann verkauft werden. Entscheidend ist nicht die Pflanzenart allein, sondern der hauptsächliche Zweck des Anbaus.
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Woran erkennst du einen Food Crop?
Stell dir eine Familie vor, die Reis anbaut. Den größten Teil der Ernte isst sie selbst. Einen kleinen Überschuss verkauft sie auf dem örtlichen Markt. Der Reis ist in diesem Fall ein Food Crop.
Food Crop
Ein Food Crop, auf Deutsch etwa Nahrungspflanze, wird hauptsächlich für die Ernährung der erzeugenden Person, Familie oder lokalen Bevölkerung angebaut. Kleine lokale Verkäufe ändern diese Einordnung nicht, solange die Eigenversorgung der Hauptzweck bleibt.
Der Anbau von Food Crops gehört häufig zur Subsistenzwirtschaft. Dabei sichern Menschen ihren Lebensunterhalt weitgehend selbst, zum Beispiel durch Pflanzenanbau, Jagd oder Fischfang. Die Produktion ist nur wenig auf den Markt ausgerichtet.
Frage zuerst: Wofür wird die Ernte hauptsächlich erzeugt? Der Hauptzweck entscheidet über die Einordnung.
Food Crops und Cash Crops vergleichen
Cash Crop
Ein Cash Crop wird hauptsächlich für den Verkauf und zur Erzielung von Einkommen angebaut. Der Verkauf kann auf lokalen, nationalen oder internationalen Märkten erfolgen.
| Leitfrage | Food Crop | Cash Crop |
|---|---|---|
| Hauptzweck | Eigenversorgung | Verkauf und Einkommen |
| Marktbezug | höchstens ein kleinerer Teil wird verkauft | der Verkauf steht im Mittelpunkt |
| Typische Verbindung | Subsistenzwirtschaft | stärker marktorientierte Produktion |
| Risiko eines Ernteausfalls | kann direkt die eigene Ernährung gefährden | kann vor allem Einkommen und wirtschaftlichen Erfolg gefährden |
Manche Vergleiche verbinden Food Crops außerdem mit einfacher Anbauweise und Mischkultur, Cash Crops dagegen mit Plantagen oder Monokultur. Das sind jedoch typische Muster und keine festen Definitionsmerkmale.
Dieselbe Pflanzenart kann zu beiden Kategorien gehören. Reis, Mais, Hirse oder Kokospalmen können Food Crops sein, wenn sie hauptsächlich der Eigenversorgung dienen. Werden sie überwiegend für den Markt angebaut, sind sie Cash Crops.
Zwei Betriebe bauen Reis an:
- Betrieb A nutzt fast die gesamte Ernte für die Ernährung der eigenen Familie. Ein kleiner Rest wird im Dorf verkauft. Der Reis ist ein Food Crop.
- Betrieb B erzeugt den Reis hauptsächlich für den Verkauf. Der Reis ist ein Cash Crop.
Die Pflanze ist gleich. Unterschiedlich sind Verwendungszweck und Marktbezug.
Beispiele zeigen die Einordnung
Maniok, auch Cassava genannt, ist in Teilen Afrikas, Asiens und Südamerikas ein Grundnahrungsmittel. Wird die Knollenfrucht hauptsächlich für den Eigenverzehr angebaut, ist sie ein Food Crop. Ein kleiner Teil der Ernte kann lokal verkauft werden.
Auch die Kokospalme zeigt, warum die Pflanzenart allein nicht genügt:
- Wachsen Kokospalmen zusammen mit anderen Nutzpflanzen und dienen ihre Erzeugnisse überwiegend der lokalen Versorgung, werden sie als Food Crops genutzt.
- Werden sie auf einer Plantage hauptsächlich für verkäufliche Produkte angebaut, handelt es sich um Cash-Crop-Produktion.
Aus dem weißen Nährgewebe der Kokosnuss entsteht durch Trocknen Kopra. Daraus können Kokosöl und Kokosfett hergestellt werden. Kokoswasser ist dagegen die Flüssigkeit in der Frucht. Kokosmilch wird aus Nährgewebe und Wasser hergestellt.
Ein Produkt kann mehrere Verarbeitungsschritte durchlaufen. Für die Einordnung als Food Crop oder Cash Crop bleibt entscheidend, ob die Produktion hauptsächlich der Eigenversorgung oder dem Verkauf dient.
Anbauweise, Chancen und Risiken verstehen
Food Crops werden häufig in Mischkultur angebaut. Dabei wachsen verschiedene Nutzpflanzen auf derselben Fläche oder dicht nebeneinander. Genannt werden beispielsweise Kokospalmen, Bananenstauden, Maniok, Süßkartoffeln und Gemüse.
Verschiedene Pflanzenarten können die Ausbreitung spezialisierter Schädlinge erschweren. Mischkultur wird deshalb mit einem geringeren Pestizidbedarf und einer geringeren Bodenbelastung verbunden. Diese Wirkung hängt jedoch von den angebauten Arten und der konkreten Bewirtschaftung ab.
Food Crops können Menschen unmittelbar mit Nahrung versorgen und ihre Abhängigkeit vom Markt verringern. Zugleich entsteht ein besonderes Risiko: Vernichtet eine Dürre oder eine andere Naturkatastrophe die Ernte, fehlt nicht nur ein Verkaufserlös. Die eigene Nahrungsgrundlage kann verloren gehen.
Food-Crop-Anbau kann die Eigenversorgung stärken. Ein Ernteausfall trifft die Produzierenden aber besonders direkt, weil sie die Ernte selbst benötigen.
Neue Fälle begründet einordnen
Nutze bei einem unbekannten Beispiel diese drei Schritte:
- Bestimme den Hauptzweck: Eigenversorgung oder Verkauf?
- Prüfe den Marktbezug: Wird nur ein kleiner Überschuss oder der größte Teil der Ernte verkauft?
- Begründe die Einordnung: Nenne das entscheidende Merkmal. Verwende Anbauform und Betriebsweise nur als zusätzliche Hinweise.
Ein Hof baut Bananen an. Die Familie verwendet den Großteil als Nahrung. Nach einer guten Ernte verkauft sie einige Bündel auf dem örtlichen Markt.
Einordnung: Die Bananen sind Food Crops.
Begründung: Der größte Teil dient der Eigenversorgung. Der kleine lokale Verkauf ändert den Hauptzweck nicht.
Deine Anwendung
Ein zweiter Hof baut Mais an und verkauft fast die gesamte Ernte an Händler. Für die Familie bleibt nur ein kleiner Teil.
Entscheide selbst: Food Crop oder Cash Crop? Begründe mit dem Hauptzweck.
Karteikasten
Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.
Alles auf einen Blick
- Food Crops
- dienen hauptsächlich der Eigenversorgung
- erlauben kleinere lokale Verkäufe
- gehören häufig zur Subsistenzwirtschaft
- werden oft in Mischkultur angebaut
- können Reis, Mais, Maniok oder Kokospalmen sein
- gefährden bei Ernteausfall direkt die eigene Ernährung
- unterscheiden sich durch den Hauptzweck von Cash Crops
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