Erdkunde

Food Crops: Bedeutung, Beispiele und Abgrenzung

Food Crops: Bedeutung, Beispiele und Abgrenzung
Food Crops: Bedeutung, Beispiele und Abgrenzung
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Food Crops sind landwirtschaftliche Erzeugnisse, die vor allem der Eigenversorgung dienen. Ein kleiner Teil der Ernte kann verkauft werden. Entscheidend ist nicht die Pflanzenart allein, sondern der hauptsächliche Zweck des Anbaus.

Deine Lernziele

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Woran erkennst du einen Food Crop?

Stell dir eine Familie vor, die Reis anbaut. Den größten Teil der Ernte isst sie selbst. Einen kleinen Überschuss verkauft sie auf dem örtlichen Markt. Der Reis ist in diesem Fall ein Food Crop.

Definition

Food Crop

Ein Food Crop, auf Deutsch etwa Nahrungspflanze, wird hauptsächlich für die Ernährung der erzeugenden Person, Familie oder lokalen Bevölkerung angebaut. Kleine lokale Verkäufe ändern diese Einordnung nicht, solange die Eigenversorgung der Hauptzweck bleibt.

Der Anbau von Food Crops gehört häufig zur Subsistenzwirtschaft. Dabei sichern Menschen ihren Lebensunterhalt weitgehend selbst, zum Beispiel durch Pflanzenanbau, Jagd oder Fischfang. Die Produktion ist nur wenig auf den Markt ausgerichtet.

Merke

Frage zuerst: Wofür wird die Ernte hauptsächlich erzeugt? Der Hauptzweck entscheidet über die Einordnung.

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Frage 1 von 2LeichtWelche Situation beschreibt eindeutig einen Food Crop?
Lösung: Eine Familie baut Süßkartoffeln hauptsächlich für die eigenen Mahlzeiten an. — Ein Food Crop dient vor allem der Eigenversorgung. Ein kleiner Verkauf wäre möglich, aber nicht der Hauptzweck.
Frage 2 von 2MittelEine Familie isst den größten Teil ihrer Maisernte selbst und verkauft nur einen kleinen Überschuss vor Ort. Wie ist der Mais einzuordnen?
Lösung: Als Food Crop, weil die Eigenversorgung überwiegt. — Für die Einordnung zählt der hauptsächliche Zweck. Hier steht die eigene Ernährung im Mittelpunkt.
Food Crops und Cash Crops vergleichen
Definition

Cash Crop

Ein Cash Crop wird hauptsächlich für den Verkauf und zur Erzielung von Einkommen angebaut. Der Verkauf kann auf lokalen, nationalen oder internationalen Märkten erfolgen.

LeitfrageFood CropCash Crop
HauptzweckEigenversorgungVerkauf und Einkommen
Marktbezughöchstens ein kleinerer Teil wird verkauftder Verkauf steht im Mittelpunkt
Typische VerbindungSubsistenzwirtschaftstärker marktorientierte Produktion
Risiko eines Ernteausfallskann direkt die eigene Ernährung gefährdenkann vor allem Einkommen und wirtschaftlichen Erfolg gefährden

Manche Vergleiche verbinden Food Crops außerdem mit einfacher Anbauweise und Mischkultur, Cash Crops dagegen mit Plantagen oder Monokultur. Das sind jedoch typische Muster und keine festen Definitionsmerkmale.

Dieselbe Pflanzenart kann zu beiden Kategorien gehören. Reis, Mais, Hirse oder Kokospalmen können Food Crops sein, wenn sie hauptsächlich der Eigenversorgung dienen. Werden sie überwiegend für den Markt angebaut, sind sie Cash Crops.

Beispiel

Zwei Betriebe bauen Reis an:

  1. Betrieb A nutzt fast die gesamte Ernte für die Ernährung der eigenen Familie. Ein kleiner Rest wird im Dorf verkauft. Der Reis ist ein Food Crop.
  2. Betrieb B erzeugt den Reis hauptsächlich für den Verkauf. Der Reis ist ein Cash Crop.

Die Pflanze ist gleich. Unterschiedlich sind Verwendungszweck und Marktbezug.

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Frage 1 von 1MittelWelche Information brauchst du zuerst, um Reis als Food Crop oder Cash Crop einzuordnen?
Lösung: Du musst wissen, wofür der Reis hauptsächlich angebaut wird. — Der Hauptzweck des Anbaus ist das entscheidende Kriterium. Anbauform und Betriebsgröße können zusätzliche Hinweise liefern, entscheiden aber nicht allein.
Beispiele zeigen die Einordnung

Maniok, auch Cassava genannt, ist in Teilen Afrikas, Asiens und Südamerikas ein Grundnahrungsmittel. Wird die Knollenfrucht hauptsächlich für den Eigenverzehr angebaut, ist sie ein Food Crop. Ein kleiner Teil der Ernte kann lokal verkauft werden.

Auch die Kokospalme zeigt, warum die Pflanzenart allein nicht genügt:

  • Wachsen Kokospalmen zusammen mit anderen Nutzpflanzen und dienen ihre Erzeugnisse überwiegend der lokalen Versorgung, werden sie als Food Crops genutzt.
  • Werden sie auf einer Plantage hauptsächlich für verkäufliche Produkte angebaut, handelt es sich um Cash-Crop-Produktion.

Aus dem weißen Nährgewebe der Kokosnuss entsteht durch Trocknen Kopra. Daraus können Kokosöl und Kokosfett hergestellt werden. Kokoswasser ist dagegen die Flüssigkeit in der Frucht. Kokosmilch wird aus Nährgewebe und Wasser hergestellt.

Gut zu wissen

Ein Produkt kann mehrere Verarbeitungsschritte durchlaufen. Für die Einordnung als Food Crop oder Cash Crop bleibt entscheidend, ob die Produktion hauptsächlich der Eigenversorgung oder dem Verkauf dient.

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Frage 1 von 1MittelEin Kleinbetrieb nutzt Kokoswasser und Nährgewebe überwiegend selbst und verkauft nur wenige Kokosnüsse im Dorf. Welche Begründung passt?
Lösung: Die Kokospalmen dienen als Food Crops, weil die Eigenversorgung überwiegt. — Auch bei mehreren Erzeugnissen entscheidet der hauptsächliche Zweck der Produktion.
Anbauweise, Chancen und Risiken verstehen

Food Crops werden häufig in Mischkultur angebaut. Dabei wachsen verschiedene Nutzpflanzen auf derselben Fläche oder dicht nebeneinander. Genannt werden beispielsweise Kokospalmen, Bananenstauden, Maniok, Süßkartoffeln und Gemüse.

Verschiedene Pflanzenarten können die Ausbreitung spezialisierter Schädlinge erschweren. Mischkultur wird deshalb mit einem geringeren Pestizidbedarf und einer geringeren Bodenbelastung verbunden. Diese Wirkung hängt jedoch von den angebauten Arten und der konkreten Bewirtschaftung ab.

Food Crops können Menschen unmittelbar mit Nahrung versorgen und ihre Abhängigkeit vom Markt verringern. Zugleich entsteht ein besonderes Risiko: Vernichtet eine Dürre oder eine andere Naturkatastrophe die Ernte, fehlt nicht nur ein Verkaufserlös. Die eigene Nahrungsgrundlage kann verloren gehen.

Merke

Food-Crop-Anbau kann die Eigenversorgung stärken. Ein Ernteausfall trifft die Produzierenden aber besonders direkt, weil sie die Ernte selbst benötigen.

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Frage 1 von 2LeichtWarum kann ein Ernteausfall bei Food Crops unmittelbar Hunger auslösen?
Lösung: Weil die ausgefallene Ernte für die eigene Ernährung bestimmt war. — Wenn die eigene Nahrung auf dem Feld verloren geht und kein ausreichender Ersatz verfügbar ist, ist die Ernährung unmittelbar gefährdet.
Frage 2 von 2SchwerEin Dorf möchte das Risiko eines vollständigen Ernteverlusts durch einen einzigen Schädling verringern. Welche im Artikel erklärte Maßnahme passt am besten?
Lösung: Verschiedene geeignete Nutzpflanzen in Mischkultur anbauen. — Verschiedene Pflanzenarten können die Ausbreitung spezialisierter Schädlinge erschweren. Das beseitigt Risiken nicht vollständig, kann sie aber verringern.
Neue Fälle begründet einordnen

Nutze bei einem unbekannten Beispiel diese drei Schritte:

  1. Bestimme den Hauptzweck: Eigenversorgung oder Verkauf?
  2. Prüfe den Marktbezug: Wird nur ein kleiner Überschuss oder der größte Teil der Ernte verkauft?
  3. Begründe die Einordnung: Nenne das entscheidende Merkmal. Verwende Anbauform und Betriebsweise nur als zusätzliche Hinweise.
Beispiel

Ein Hof baut Bananen an. Die Familie verwendet den Großteil als Nahrung. Nach einer guten Ernte verkauft sie einige Bündel auf dem örtlichen Markt.

Einordnung: Die Bananen sind Food Crops.

Begründung: Der größte Teil dient der Eigenversorgung. Der kleine lokale Verkauf ändert den Hauptzweck nicht.

Deine Anwendung

Ein zweiter Hof baut Mais an und verkauft fast die gesamte Ernte an Händler. Für die Familie bleibt nur ein kleiner Teil.

Entscheide selbst: Food Crop oder Cash Crop? Begründe mit dem Hauptzweck.

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Frage 1 von 2MittelWie ist der Mais des zweiten Hofs einzuordnen?
Lösung: Als Cash Crop, weil fast die gesamte Ernte für den Verkauf erzeugt wird. — Entscheidend ist nicht, ob die Pflanze essbar ist, sondern wofür die konkrete Ernte hauptsächlich produziert wird.
Frage 2 von 2SchwerEine Kooperative baut Reis an. In einem Jahr wird er überwiegend selbst gegessen, im nächsten Jahr überwiegend verkauft. Welche Aussage ist am genauesten?
Lösung: Die Einordnung kann sich mit dem hauptsächlichen Verwendungszweck ändern. — Food Crop und Cash Crop beschreiben den hauptsächlichen Zweck einer konkreten Produktion. Ändert sich dieser, kann sich auch die Einordnung ändern.
Karteikasten
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Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.

Alles auf einen Blick
Mindmap
  • Food Crops
    • dienen hauptsächlich der Eigenversorgung
    • erlauben kleinere lokale Verkäufe
    • gehören häufig zur Subsistenzwirtschaft
    • werden oft in Mischkultur angebaut
    • können Reis, Mais, Maniok oder Kokospalmen sein
    • gefährden bei Ernteausfall direkt die eigene Ernährung
    • unterscheiden sich durch den Hauptzweck von Cash Crops
Abschluss-Check
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Frage 1 von 3LeichtWas ist das wichtigste Merkmal eines Food Crops?
Lösung: Er wird hauptsächlich zur Eigenversorgung angebaut. — Ein kleiner lokaler Verkauf ist möglich. Entscheidend bleibt die überwiegende Eigenversorgung.
Frage 2 von 3MittelEine Familie baut Hirse an, verbraucht 70 Säcke selbst und verkauft 5 Säcke auf dem lokalen Markt. Welche Einordnung ist begründet?
Lösung: Food Crop, weil die Eigenversorgung klar überwiegt. — Hirse kann zwar in beiden Kategorien vorkommen, doch die Angaben zeigen hier eindeutig den Schwerpunkt auf Eigenversorgung.
Frage 3 von 3SchwerZwei Betriebe nutzen dieselbe Kokospalmenart. Betrieb A versorgt vor allem Familien im Ort, Betrieb B produziert überwiegend für den internationalen Markt. Welche Schlussfolgerung ist richtig?
Lösung: Betrieb A nutzt die Kokospalmen als Food Crops, Betrieb B als Cash Crops. — Die gleiche Pflanzenart kann unterschiedlich eingeordnet werden. Ausschlaggebend sind der hauptsächliche Verwendungszweck und die Marktbeziehung der konkreten Produktion.

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