Python lernen: Erste Programme Schritt für Schritt
Python ist eine gut lesbare Programmiersprache, mit der du Anweisungen in einer festen Reihenfolge ausführen, Entscheidungen treffen und Wiederholungen steuern kannst. Besonders wichtig: Einrückungen gehören zur Syntax. Sie zeigen Python, welche Zeilen zu einem Block gehören.
Auf dieser Seite schreibst und prüfst du kleine Programme mit Ausgaben, Variablen, Bedingungen, Schleifen und Funktionen.
Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!
So führt Python Anweisungen aus
Ein Programm besteht aus Anweisungen. Python führt sie normalerweise von oben nach unten aus. Mit print() lässt du einen Text oder Wert ausgeben.
Anweisung
Eine Anweisung sagt dem Computer, was er als Nächstes tun soll. print("Hallo!") ist eine Anweisung: Python gibt den Text Hallo! aus.
Lies das Programm von oben nach unten:
print("Start")
print("Python läuft")
print("Ende")
Die Ausgabe lautet ebenfalls in dieser Reihenfolge: Start, Python läuft, Ende. Im interaktiven Modus kannst du einzelne Anweisungen sofort ausprobieren und ihre Wirkung beobachten.
Ohne Bedingung, Schleife oder Funktionsaufruf gilt zunächst: Python arbeitet Anweisung für Anweisung von oben nach unten.
Variablen speichern Werte
Eine Variable ist ein Name, unter dem du einen Wert verwendest. Mit dem Gleichheitszeichen weist du ihr einen Wert zu. Bei Python gehört der Datentyp zum Wert, nicht zum Variablennamen.
Variable
Eine Variable verbindet einen Namen mit einem Wert. In punkte = 3 ist punkte der Name und 3 der gespeicherte Wert.
Verfolge den Wert von punkte Schritt für Schritt:
punkte = 3
punkte = punkte + 1
print(punkte)
Zuerst hat punkte den Wert 3. In der zweiten Zeile wird rechts mit diesem bisherigen Wert gerechnet. Das Ergebnis 4 wird anschließend wieder unter punkte gespeichert. Deshalb gibt die letzte Zeile 4 aus.
Bei einer Zuweisung wie punkte = punkte + 1 bedeutet = nicht „ist gleich“ wie in einer mathematischen Gleichung. Python berechnet zuerst die rechte Seite und speichert das Ergebnis danach unter dem Namen links.
Bedingungen treffen Entscheidungen
Mit if, elif und else lässt du Python zwischen Fällen wählen. Nach jeder Bedingung steht ein Doppelpunkt. Die eingerückten Anweisungen gehören zu diesem Fall.
Bedingung
Eine Bedingung ist ein Ausdruck, der True oder False ergibt. Nur wenn eine if-Bedingung wahr ist, führt Python den zugehörigen eingerückten Block aus.
Dieses Programm deckt alle Zahlenwerte für temperatur ab:
temperatur = 0
if temperatur < 0:
print("unter null")
elif temperatur == 0:
print("genau null")
else:
print("über null")
temperatur < 0 ist falsch. Die zweite Prüfung temperatur == 0 ist wahr. Deshalb lautet die Ausgabe genau null. Der else-Block wird nicht mehr ausgeführt.
== vergleicht zwei Werte. Ein einzelnes = weist einer Variablen einen Wert zu.
Schleifen wiederholen Anweisungen
Eine Schleife führt einen Block mehrfach aus. Eine for-Schleife passt gut, wenn Python nacheinander die Elemente einer vorhandenen Sequenz bearbeiten soll. Eine while-Schleife wiederholt, solange ihre Bedingung wahr ist.
Schleife
Eine Schleife ist eine Kontrollstruktur für Wiederholungen. Ihr eingerückter Block wird mehrmals ausgeführt, bis alle vorgesehenen Elemente bearbeitet sind oder eine Bedingung nicht mehr gilt.
Diese for-Schleife begrüßt jeden Namen genau einmal:
namen = ["Mia", "Ali", "Noah"]
for name in namen:
print("Hallo " + name)
Python nimmt nacheinander jeden Wert aus der Liste namen. Die Ausgaben sind Hallo Mia, Hallo Ali und Hallo Noah.
Eine bedingungsgesteuerte Wiederholung kann so aussehen:
antwort = ""
while antwort != "python":
antwort = input("Tippe python: ")
Nach jeder Eingabe prüft Python die Bedingung erneut. Sobald die Eingabe genau python lautet, ist die Bedingung falsch und die Schleife endet.
Prüfe bei while: Kann sich im Schleifenblock etwas so ändern, dass die Bedingung irgendwann falsch wird? Fehlt diese Möglichkeit, droht eine unbeabsichtigte Endlosschleife.
Funktionen bündeln einen Ablauf
Eine Funktion fasst Anweisungen unter einem Namen zusammen. Du definierst sie mit def. Ein Parameter ist ein Platzhalter für einen Wert, den du beim Aufruf übergibst.
Funktion
Eine Funktion ist ein benannter, wiederverwendbarer Programmblock. Sie wird erst ausgeführt, wenn sie aufgerufen wird.
Die Funktion erhält beim Aufruf einen Namen:
def gruesse(name):
print("Hallo " + name + "!")
gruesse("Mia")
name ist der Parameter. Beim Aufruf erhält er den Wert "Mia". Der eingerückte Funktionsblock wird ausgeführt und gibt Hallo Mia! aus.
Die Einrückung hat hier dieselbe Aufgabe wie bei Bedingungen und Schleifen: Sie markiert, welche Anweisung zur Funktion gehört. Verwende Einrückungen im gesamten Programm konsistent; gemischte Tabulatoren und Leerzeichen können Fehler oder eine unbeabsichtigte Blockstruktur verursachen.
Karteikasten
Rufe die Antwort erst aus dem Gedächtnis ab und drehe die Karte danach um.
Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.
Alles auf einen Blick
Die Grundstrukturen erfüllen verschiedene Aufgaben, greifen aber in einem Programm ineinander.
- Python-Programm
- Werte und Reihenfolge
- Anweisungen werden normalerweise von oben nach unten ausgeführt
- Variablen speichern verwendbare Werte
- Steuerung
- Bedingungen wählen einen Fall
- Schleifen wiederholen einen Block
- Struktur
- Funktionen bündeln Anweisungen
- Einrückungen markieren zusammengehörige Blöcke
- Werte und Reihenfolge
Abschluss-Check
Prüfe zuerst selbst. Nutze die Rückmeldung anschließend, um deinen Denkweg zu vergleichen.
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