Wenn du eine E-Mail an deine Lehrerin oder einen Freund schickst, erscheint sie nicht sofort auf dessen Bildschirm. Sie macht unterwegs mehrere Stationen im Internet. Dein Mailprogramm erledigt viele davon automatisch im Hintergrund.
So beginnt der Versand
Ein E-Mail-Client ist das Programm oder die App, mit dem oder der du E-Mails schreibst und liest. Ein Server ist ein Computer, der anderen Computern einen Dienst anbietet. Ein Mailserver ist ein Server, der E-Mails annimmt, speichert oder weiterleitet.
Dein E-Mail-Client gibt eine fertige Nachricht zuerst an einen Mailserver ab. Dieser Mailserver sucht dann den passenden Zielserver und leitet die Nachricht weiter.
- Du kannst erklären, wofür SMTP da ist.
- Du kennst den Weg einer E-Mail bis zum Zielserver.
- Du unterscheidest SMTP von IMAP und POP3.
- Du verstehst die Aufgaben von Anmeldung und Verschlüsselung beim Versand.
Mia schreibt ihrem Lehrer eine E-Mail. Ihre Mail-App übergibt sie an den Mailserver ihres Anbieters. Dieser leitet die Nachricht an den Mailserver der Schule weiter. Dort wartet sie im Postfach des Lehrers.
Eine E-Mail reist meist erst vom E-Mail-Client zu einem Mailserver und dann weiter zum Zielserver.
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SMTP als gemeinsame Versandsprache
Damit Mailprogramme und Mailserver zusammenarbeiten können, brauchen sie feste Regeln. Ein Protokoll ist eine Vereinbarung darüber, wie Computer Daten austauschen.
SMTP steht für Simple Mail Transfer Protocol. SMTP ist ein Protokoll, das E-Mails versendet und zwischen Mailservern weiterleitet. Es sorgt also dafür, dass alle Beteiligten beim Transport dieselbe technische Sprache sprechen.
SMTP ist ein Protokoll für den Versand und die Weiterleitung von E-Mails.
Du sendest eine Nachricht an [email protected]. Deine Mail-App nutzt SMTP für den Weg zu deinem Mailserver. Dieser kann SMTP nutzen, um die Nachricht zum Mailserver von beispiel.de weiterzugeben.
SMTP bringt E-Mails Schritt für Schritt weiter. Es ist kein Programm zum Schreiben von E-Mails.
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Den richtigen Zielserver finden
Die Adresse hinter dem @ heißt Domain. Bei [email protected] ist schule.de die Domain. Ein Mailserver muss herausfinden, welcher Zielserver für diese Domain zuständig ist.
Dabei hilft das DNS. DNS ist ein Verzeichnis im Internet, das Namen wie schule.de zu passenden Serveradressen zuordnet. So kann ein Mailserver den nächsten richtigen Empfänger finden.
Mia schreibt an [email protected]. Ihr Mailserver fragt das DNS nach dem Mailserver für schule.de. Mit dieser Information kann er die Nachricht an den Zielserver der Schule weiterleiten.
Die Domain zeigt, zu welchem Bereich eine Adresse gehört. DNS hilft, den zuständigen Mailserver zu finden.
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Befehle und der technische Umschlag
SMTP nutzt kurze Befehle. Ein Befehl ist eine technische Anweisung, auf die ein Server mit einer Statusmeldung antwortet. Ein E-Mail-Client kann sich mit EHLO melden, mit MAIL FROM eine technische Absenderadresse nennen und mit RCPT TO Empfänger angeben. DATA kündigt den Inhalt an, QUIT beendet die Verbindung.
Für die Zustellung gibt es den SMTP-Umschlag. Das sind technische Angaben über Absender und Empfänger. Sie helfen beim Transport und sind nicht unbedingt sichtbar. Die Angaben im Umschlag können von den sichtbaren Feldern From: und To: abweichen. Deshalb beweist eine sichtbare Absenderangabe allein nicht sicher, wer eine E-Mail wirklich verschickt hat.
Ein E-Mail-Client meldet sich zuerst mit EHLO. Danach nennt er mit MAIL FROM den technischen Absender und mit RCPT TO den Empfänger. Erst nach DATA überträgt er Betreff und Nachrichtentext.
Eine Nachricht kann mehrere Empfänger haben. Dann sendet der E-Mail-Client RCPT TO mehrmals.
Der SMTP-Umschlag enthält Zustellinformationen. Sichtbare Absender- und Empfängerfelder sind davon getrennt.
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Versand und Abruf unterscheiden
SMTP bringt eine E-Mail zum Mailserver des Empfängers. Damit sie anschließend in einer Mail-App erscheint, braucht die App ein Abrufprotokoll.
IMAP ist ein Protokoll zum Abrufen und Synchronisieren von E-Mails auf dem Mailserver. POP3 ist ein Protokoll, das E-Mails vom Server auf ein Gerät herunterlädt. Die wichtigste Unterscheidung lautet: SMTP schickt los, IMAP und POP3 holen ab.
Noah verschickt eine Nachricht mit SMTP. Seine Schwester öffnet später ihre Mail-App. Die App ruft die neue Nachricht mit IMAP vom Mailserver ab und zeigt sie an.
SMTP transportiert zum Postfachserver. IMAP und POP3 bringen Nachrichten von dort in die Mail-App.
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Sicherer Mailversand
Ein Port ist eine Nummer, über die ein Computer Daten an den passenden Dienst weitergibt. Du kannst ihn dir wie eine Türnummer an einem großen Gebäude vorstellen.
Authentifizierung ist die Prüfung, ob jemand berechtigt ist, einen Dienst zu benutzen. Beim Mailversand meldet sich dein E-Mail-Client deshalb meist beim SMTP-Server an. Das erschwert es Fremden, den Server zum Versand von Spam zu missbrauchen.
TLS ist ein Verfahren zur Verschlüsselung einer Verbindung zwischen zwei Kommunikationspartnern. Es schützt zum Beispiel die Verbindung zwischen deiner Mail-App und einem Mailserver, damit Zugangsdaten nicht offen übertragen werden. TLS verschlüsselt eine E-Mail aber nicht automatisch Ende zu Ende über jeden möglichen Server auf ihrem Weg.
Du richtest eine Mail-App ein und gibst Mailadresse, Passwort, SMTP-Server und Port ein. Die App meldet sich beim Server an. Eine TLS-geschützte Verbindung schützt die Daten während dieser Verbindung.
Authentifizierung prüft die Berechtigung. TLS schützt Daten auf einer einzelnen Verbindung.
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Zusammenfassung
SMTP ist das Protokoll für den Versand und die Weiterleitung von E-Mails. Ein E-Mail-Client übergibt eine Nachricht an einen Mailserver. Dieser findet mithilfe von DNS den passenden Zielserver und leitet die Nachricht weiter.
SMTP bringt die Mail zum Postfachserver. IMAP oder POP3 rufen sie später in deiner Mail-App ab. Authentifizierung und TLS machen den Versand über einzelne Verbindungen sicherer.
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