Musik

Chor: Gemeinsam singen, proben und auftreten

Chor: Gemeinsam singen, proben und auftreten
Chor: Gemeinsam singen, proben und auftreten
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Ein Chor ist eine Gruppe von Menschen, die gemeinsam singt. Damit aus einzelnen Stimmen ein gemeinsamer Vortrag wird, braucht die Gruppe geeignetes Repertoire, regelmäßige Proben, gegenseitiges Zuhören und eine abgestimmte Gestaltung.

Auf dieser Seite erfährst du, wie ein Schulchor Stücke auswählt, probt und für einen Auftritt vorbereitet. Außerdem lernst du Beispiele aus verschiedenen kulturellen Zusammenhängen kennen.

Deine Lernziele

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Was macht einen Chor aus?

Ein Chor ist ein Ensemble: Mehrere Menschen musizieren als Gruppe. Beim Chor entsteht der Klang durch ihre Stimmen. Die Mitglieder müssen dabei nicht nur die eigene Stimme beachten, sondern auch auf die gesamte Gruppe reagieren.

Definition

Repertoire

Das Repertoire umfasst die Lieder und Chorwerke, die ein Chor kennt, probt oder aufführt. Dazu können beispielsweise Kinderlieder, Popsongs, klassische Chorwerke, religiöse Stücke oder Musiktheaterstücke gehören.

Chöre können unterschiedliche Ziele verfolgen. Ein Schulchor kann etwa für ein Konzert proben, ein Musical gestalten oder bei einer schulischen Feier auftreten. Das gemeinsame Singen verbindet deshalb musikalisches Lernen mit Zusammenarbeit.

Merke

Ein Chor ist mehr als eine Ansammlung singender Personen: Die Stimmen werden zu einem gemeinsamen musikalischen Ergebnis verbunden.

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Frage 1 von 1LeichtWelche Aussage beschreibt einen Chor am besten?
Lösung: Mehrere Menschen gestalten gemeinsam Musik mit ihren Stimmen. — Beim Chor bilden menschliche Stimmen den Ensembleklang. Entscheidend ist das musikalische Zusammenspiel der Gruppe.
Wie wählt ein Chor passende Stücke aus?

Ein Stück ist nicht allein deshalb geeignet, weil es beliebt ist oder in einem Katalog als „leicht“ erscheint. Die Bezeichnung leicht wird nicht überall anhand derselben musikalischen Merkmale erklärt. Häufig fehlen Angaben zu Stimmzahl, Tonumfang, Rhythmik oder Mehrstimmigkeit.

Vor der Auswahl helfen daher konkrete Fragen:

  • Passt das Stück zum Anlass des Auftritts?
  • Passt es zum derzeitigen Können der Gruppe?
  • Bleibt genügend Zeit zum Proben?
  • Interessiert das Stück die Sängerinnen und Sänger?
  • Sind Besetzung und musikalische Anforderungen bekannt?
  • Lässt sich der Inhalt verantwortungsvoll einordnen?

Schülerinnen und Schüler können an der Auswahl beteiligt werden, zum Beispiel bei der Entscheidung zwischen einem aktuellen Popsong und einem Klassiker. Die Chorleitung muss trotzdem prüfen, ob das Stück mit der Gruppe erarbeitet werden kann.

Beispiel

Ein Schulchor plant ein Frühlingskonzert. Zur Auswahl stehen ein bekanntes Mitsinglied und ein Werk, dessen Besetzung und Schwierigkeitsgrad nicht angegeben sind.

Die Bekanntheit des Mitsinglieds reicht noch nicht für eine Entscheidung. Auch die bloße Bezeichnung eines Liedes als „einfach“ erklärt seine Anforderungen nicht. Die Gruppe sollte deshalb bei beiden Stücken prüfen, welche Stimmen, Rhythmen und Fähigkeiten nötig sind. Eine begründete Wahl berücksichtigt außerdem Anlass, Interesse und verfügbare Probenzeit.

Als zugängliche Mitsinglieder werden unter anderem „Bruder Jakob“, „Alle Vögel sind schon da“, „Es tönen die Lieder“, „Der Mond ist aufgegangen“ und „Freude schöner Götterfunken“ geführt. Für einen Schulchor kommen außerdem moderne deutschsprachige und erste englischsprachige Songs infrage.

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Frage 1 von 1MittelEin Katalog kennzeichnet ein Chorstück als „leicht“. Was ist die sinnvollste Reaktion?
Lösung: Die konkreten Anforderungen des Stücks zusätzlich prüfen. — Eine Schwierigkeitsangabe allein reicht nicht aus. Besetzung, musikalische Anforderungen, Anlass und Probenzeit müssen zur Gruppe passen.
Wie wird aus einzelnen Stimmen gemeinsamer Gesang?

Eine Probe bereitet die Gruppe schrittweise auf das gemeinsame Singen und einen möglichen Auftritt vor. Dabei sind mehrere Arbeitsbereiche wichtig:

  1. Einsingen: Die Stimmen werden vor der weiteren Probenarbeit aufgewärmt. Abwechslungsreiche Übungen können unterschiedliche Bereiche vorbereiten.
  2. Stimmbildung: Die Stimmen werden über das bloße Aufwärmen hinaus regelmäßig auf das Singen und Aufführungen vorbereitet.
  3. Vom-Blatt-Singen: Die Gruppe übt, Musik nach Noten zu erfassen und zu singen.
  4. Arbeit am Stück: Text, musikalischer Verlauf, gemeinsamer Takt und Ausdruck werden zusammengeführt.
  5. Performance: Bei Popstücken können Groove, Musizierfreude und die Wirkung des Vortrags wichtig sein.

Diese Übersicht ist kein vollständiges Übungsprogramm. Konkrete Atem- und Stimmübungen sollten passend zur Gruppe angeleitet werden.

Gut zu wissen

Leitungssignale helfen der Gruppe, gemeinsam zu beginnen, zu enden und auf Veränderungen zu reagieren. Für das gemeinsame Ergebnis sind außerdem Aufmerksamkeit und gegenseitiges Zuhören nötig.

Lückentext

Wähle in jeder Lücke die passende Form und prüfe anschließend deine Antworten.

Vor dem Singen kann sich ein Chor beim aufwärmen. Die regelmäßige Arbeit an der Stimme heißt . Musik direkt nach Noten zu erfassen, nennt man .

Lösungen: Lücke 1: Einsingen; Lücke 2: Stimmbildung; Lücke 3: Vom-Blatt-Singen. Einsingen bereitet auf die Probe vor, Stimmbildung entwickelt die Stimme regelmäßig weiter und Vom-Blatt-Singen verbindet Notenbild und Gesang.
Wie gestaltet ein Schulchor einen Auftritt?

Ein Auftritt braucht neben dem Gesang eine gemeinsame Planung. Mögliche Anlässe sind Weihnachts- oder Osterkonzerte, Wettbewerbe und Musicals.

Bei einem Musical kommen Gesang und Schauspiel zusammen. Weitere schulische Gruppen können mitwirken: Eine Kunst-AG kann Bühnenbild und Kostüme gestalten, eine Tanz-AG die Aufführung unterstützen. Genannte Beispiele sind „Die drei ??? Kids – Musikdiebe“, „Der kleine Tag“ und „Lights! Camera! Christmas!“.

Eine Aufführung gelingt nicht allein durch die Stückwahl. Die Gruppe muss auch klären:

  • Wer übernimmt welche Aufgabe?
  • Wie beginnen und enden die Beteiligten gemeinsam?
  • Welche Wirkung soll der Vortrag haben?
  • Wie greifen Musik, Bewegung, Kostüme und Bühnenbild ineinander?
Beispiel

Ein Schulchor plant ein Musical. Der Chor übernimmt die Gesangsteile, eine Kunst-AG arbeitet an Bühnenbild und Kostümen und eine Tanz-AG gestaltet Bewegungen.

Damit daraus eine zusammenhängende Aufführung wird, müssen die Gruppen ihre Beiträge abstimmen. Ein eindrucksvolles Bühnenbild kann fehlende musikalische Proben nicht ersetzen. Ebenso reicht sicherer Gesang allein nicht aus, wenn Einsätze und Spielszenen ungeklärt bleiben.

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Frage 1 von 1MittelWelche Planung verbindet die Beiträge bei einem Schulmusical am besten?
Lösung: Gesang, Schauspiel, Bewegung und Gestaltung werden gemeinsam abgestimmt. — Ein Musical verbindet mehrere Ausdrucksformen. Deshalb müssen Aufgaben, Übergänge und gemeinsame Abläufe abgestimmt werden.
Was erzählt internationales Chorrepertoire?

Chorwerke können musikalische Wirkung und kulturelle Erfahrungen miteinander verbinden. Dabei solltest du zwischen einer hör- oder textbezogenen Beobachtung und ihrem historischen Kontext unterscheiden.

  • „Shosholoza“ aus Südafrika half Arbeitern, einen gemeinsamen Arbeitsrhythmus zu halten. Seine freudige Wirkung steht den schlimmen Bedingungen gegenüber, unter denen Menschen es in Bergwerken sangen.
  • „Mata del anima sola“ von Antonio Estévez wird als Madrigal eingeordnet. Das mehrstimmige Werk entwickelt zunehmend musikalische Schichten und Texturen.
  • „Rosas Pandan“ von Domingo Lopez erzählt von einer Frau, die zu einem Fest ins Tal kommt. Die lebhaften Gesangslinien entsprechen der fröhlichen Handlung.
  • „Furusato“ von Teiichi Okano handelt von der Sehnsucht einer Person, die fern von ihrer Heimat arbeitet.
  • „Happy Song“ von Se Enkebayar wird als fröhlich, optimistisch und dynamisch beschrieben. Der Komponist verbindet moderne Chormusik mit Einflüssen mongolischer Vokaltraditionen.
Definition

Kultureller Kontext

Der kulturelle Kontext umfasst Lebensbedingungen, Traditionen, Sprachen und geschichtliche Erfahrungen, mit denen ein Werk verbunden ist. Er ist nicht dasselbe wie die musikalische Wirkung, kann aber helfen, ein Stück genauer zu verstehen.

Merke

Eine fröhliche musikalische Wirkung beweist nicht, dass auch der geschichtliche Hintergrund fröhlich ist. Bei „Shosholoza“ muss beides getrennt betrachtet werden.

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Frage 1 von 2MittelWarum sollte man bei „Shosholoza“ Wirkung und Kontext unterscheiden?
Lösung: Das Lied kann freudig wirken und zugleich mit harter Bergwerksarbeit verbunden sein. — Die musikalische Wirkung beschreibt, wie ein Stück erscheint. Der Kontext erklärt, mit welchen Erfahrungen und Bedingungen es verbunden ist.
Frage 2 von 2SchwerEin Chor möchte ein Werk aus einem anderen kulturellen Zusammenhang aufführen. Welcher erste Schritt ist am sinnvollsten?
Lösung: Musikalische Anforderungen und kulturellen Kontext des Werks klären. — Eine verantwortungsvolle Auswahl verbindet die praktische Prüfung des Stücks mit einer sorgfältigen Einordnung seines Inhalts und Hintergrunds.
Karteikasten
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Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.

Alles auf einen Blick
Mindmap
  • Chor
    • gemeinsamer Klang: Stimmen hören und abstimmen
    • Repertoire: Anlass, Können, Interesse und Anforderungen prüfen
    • Probe: Einsingen, Stimmbildung und Arbeit am Stück
    • Auftritt: Musik und weitere Beiträge koordinieren
    • Werkverständnis: Wirkung und kulturellen Kontext unterscheiden
Abschluss-Check
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Frage 1 von 3LeichtWas gehört zum Repertoire eines Chores?
Lösung: Die Lieder und Werke, die er kennt, probt oder aufführt. — Das Repertoire ist der Bestand an Liedern und Chorwerken, mit denen sich die Gruppe beschäftigt.
Frage 2 von 3MittelWelche Begründung für eine Stückwahl ist am stärksten?
Lösung: Das Stück passt zu Anlass, Fähigkeiten, verfügbarer Probenzeit und Interessen der Gruppe. — Eine begründete Auswahl verbindet mehrere konkrete Anforderungen mit den Möglichkeiten der Gruppe.
Frage 3 von 3SchwerEin lebhaftes Chorstück erzählt von einer schwierigen geschichtlichen Erfahrung. Wie ordnest du es angemessen ein?
Lösung: Ich beschreibe die musikalische Wirkung und erkläre den geschichtlichen Kontext getrennt. — Eine genaue Einordnung unterscheidet, was musikalisch wahrnehmbar ist, von den Erfahrungen und Bedingungen, mit denen das Werk verbunden ist.

Du kannst einen Chor nun als vokales Ensemble beschreiben, wichtige Bereiche seiner Arbeit ordnen und Entscheidungen über Repertoire und Aufführung begründen. Besonders wichtig bleibt: Prüfe konkrete Anforderungen, statt dich allein auf Bezeichnungen wie „leicht“ zu verlassen.

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