Wenn du klatschst, summst oder eine Gitarrensaite zupfst, passiert etwas Unsichtbares. Dein Ohr bekommt eine Nachricht aus der Luft. Im Musikunterricht hilft dir dieses Wissen, Töne, Instrumente und Geräusche besser zu verstehen.
- Du kannst erklären, wie Schall entsteht.
- Du kannst beschreiben, wie Schall durch Luft weiterwandert.
- Du unterscheidest Ton, Klang, Geräusch und Knall.
- Du verstehst, warum Instrumente unterschiedlich klingen.
Schall beginnt mit Bewegung
Im Alltag merkst du Schall oft erst, wenn du ihn hörst. In Wirklichkeit beginnt er schon vorher: Etwas bewegt sich schnell hin und her.
Schall ist alles, was als hörbare Bewegung bei deinem Ohr ankommt. Diese Bewegung entsteht durch eine Schwingung. Eine Schwingung ist eine regelmäßige Hin-und-her-Bewegung.
Eine Schallquelle ist der Ort oder Gegenstand, von dem Schall ausgeht. Das kann deine Stimme sein, eine Trommel, ein Lautsprecher oder eine schwingende Saite.
Schall entsteht, wenn eine Schallquelle schwingt und diese Schwingung an ihre Umgebung weitergibt.
Zupfst du eine Gitarrensaite, bewegt sich die Saite schnell hin und her. Sie stößt dabei die Luft neben sich an. Diese Luftbewegung kann bis zu deinem Ohr gelangen.
Schlägst du auf eine Trommel, schwingt das Trommelfell. Das Trommelfell ist eine gespannte Fläche. Es bringt die Luft davor in Bewegung.
Ohne Bewegung gibt es keinen Schall. Irgendetwas muss schwingen, damit du etwas hören kannst.
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Schall wandert als Welle
Vielleicht hast du schon gesehen, wie sich Kreise auf Wasser ausbreiten, wenn ein Stein hineinfällt. Bei Schall passiert etwas Ähnliches, nur meist unsichtbar.
Eine Schallwelle ist die Weitergabe einer Schwingung durch einen Stoff. Dieser Stoff heißt Medium. Ein Medium kann Luft, Wasser, Holz oder Metall sein.
In Luft bedeutet das: Luftteilchen rücken kurz enger zusammen und danach wieder auseinander. Sie fliegen nicht bis zu deinem Ohr. Sie geben den Stoß an benachbarte Luftteilchen weiter.
Eine Schallwelle ist eine sich ausbreitende Druckänderung in einem Medium.
Du klatschst im Klassenraum. Die Luft vor deinen Händen wird kurz zusammengedrückt. Diese Druckänderung wandert durch den Raum. Deshalb hören andere dein Klatschen auch einige Meter entfernt.
Legst du dein Ohr vorsichtig an einen Tisch und jemand tippt am anderen Ende, hörst du das Klopfen oft deutlich. Holz kann Schall weiterleiten.
Schall braucht ein Medium. Im luftleeren Raum kann sich Schall nicht wie in Luft ausbreiten.
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Tonhöhe und Lautstärke
Bei Musik fragst du oft: Ist der Ton hoch oder tief? Und ist er laut oder leise? Dafür sind zwei verschiedene Eigenschaften wichtig.
Die Frequenz gibt an, wie oft etwas in einer Sekunde schwingt. Eine hohe Frequenz hörst du als hohen Ton. Eine niedrige Frequenz hörst du als tiefen Ton.
Die Amplitude beschreibt, wie stark eine Schwingung ausschlägt. Eine große Amplitude hörst du meist als lauter. Eine kleine Amplitude hörst du meist als leiser.
Frequenz bestimmt vor allem die Tonhöhe. Amplitude bestimmt vor allem die Lautstärke.
Eine kurze, straffe Gitarrensaite schwingt meist schneller. Der Ton klingt höher. Eine längere oder lockerere Saite schwingt langsamer. Der Ton klingt tiefer.
Schlägst du eine Trommel leicht an, schwingt das Trommelfell nur wenig. Der Ton ist leiser. Schlägst du stärker, schwingt es weiter aus. Der Ton ist lauter.
Schnell schwingen bedeutet hoch. Stark ausschlagen bedeutet laut.
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Ton, Klang, Geräusch und Knall
Nicht jeder Schall wirkt gleich. Ein Flötenton klingt anders als ein zerknülltes Papier oder eine zufallende Tür.
Ein Ton ist ein Schall mit einer klar erkennbaren Tonhöhe. Ein Klang entsteht, wenn mehrere geordnete Schwingungen zusammenkommen. Ein Geräusch hat keine klare Tonhöhe. Ein Knall ist ein sehr kurzer, plötzlicher Schall.
Ton, Klang, Geräusch und Knall sind verschiedene Arten von Schall.
Eine Stimmgabel erzeugt einen sehr klaren Ton. Eine Gitarre erzeugt einen Klang, weil mehrere geordnete Schwingungen zusammen hörbar werden. Raschelndes Papier erzeugt ein Geräusch. Ein geplatzter Luftballon erzeugt einen Knall.
Beim Singen auf einer Silbe hörst du meist eine bestimmte Tonhöhe. Beim Flüstern hörst du eher ein Geräusch, weil die Tonhöhe nicht so klar geordnet ist.
Tonhöhe klar: eher Ton oder Klang. Ungeordnet: eher Geräusch. Sehr kurz und plötzlich: Knall.
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Warum Instrumente verschieden klingen
Eine Geige und eine Flöte können denselben Ton spielen. Trotzdem erkennst du oft sofort, welches Instrument du hörst. Das liegt nicht nur an der Tonhöhe.
Die Grundschwingung ist die wichtigste Schwingung eines Tons. Sie bestimmt meistens die Tonhöhe. Obertöne sind zusätzliche höhere Schwingungen, die zusammen mit der Grundschwingung erklingen.
Die Klangfarbe ist der besondere Klangcharakter eines Instruments oder einer Stimme. Sie entsteht vor allem dadurch, welche Obertöne wie stark mitschwingen.
Klangfarbe bedeutet: So erkennst du ein Instrument oder eine Stimme am Klang, auch wenn Tonhöhe und Lautstärke gleich sind.
Spielen Klavier und Geige denselben Ton gleich laut, haben sie trotzdem andere Klangfarben. Beim Klavier klingt der Ton eher angeschlagen. Bei der Geige kann der Ton durch den Bogen länger und weicher wirken.
Bei einer Gitarre schwingt nicht nur die Saite. Der Holzkörper schwingt mit und verstärkt bestimmte Anteile des Klangs. Dadurch wird der Ton voller.
Das Mitschwingen eines Körpers nennt man Resonanz. Resonanz kann Schall verstärken, zum Beispiel beim Klangkörper einer Gitarre oder Geige.
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Schall in deinem Ohr
Schall bleibt nicht in der Luft. Er muss in deinem Körper ankommen, damit du ihn hörst.
Dein Ohr nimmt Schallwellen auf. Im Außenohr wird Schall gesammelt. Im Mittelohr wird die Bewegung weitergegeben. Im Innenohr werden Schwingungen in Signale umgewandelt, die dein Gehirn deuten kann.
Hören bedeutet also nicht nur: Da ist Luftbewegung. Hören bedeutet: Dein Ohr und dein Gehirn verarbeiten diese Bewegung als Ton, Klang, Geräusch oder Sprache.
Wenn jemand hinter dir deinen Namen sagt, erreichen Schallwellen deine Ohren. Dein Gehirn erkennt daraus Laute und versteht: Du bist gemeint.
Wenn du Musik über Kopfhörer hörst, bewegen kleine Lautsprecher die Luft direkt neben deinem Ohr. Dein Ohr verarbeitet diese Bewegungen als Musik.
Schall ist die Bewegung. Hören ist die Verarbeitung dieser Bewegung durch Ohr und Gehirn.
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Zusammenfassung
Schall entsteht, wenn eine Schallquelle schwingt. Diese Schwingung breitet sich als Schallwelle durch ein Medium aus, meistens durch Luft.
Frequenz bestimmt vor allem, ob du einen Ton hoch oder tief hörst. Amplitude bestimmt vor allem, ob du ihn laut oder leise hörst. Ton, Klang, Geräusch und Knall sind verschiedene Arten von Schall.
Instrumente klingen unterschiedlich, weil Grundschwingung, Obertöne, Material und Resonanz zusammenwirken. Dein Ohr nimmt die Schallwellen auf, und dein Gehirn macht daraus das, was du als Musik, Sprache oder Geräusch erkennst.
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