Schlaginstrumente: Klang, Gruppen und Beispiele
Schlaginstrumente erzeugen Klang, wenn etwas angeschlagen, geschüttelt, gerieben oder auf andere Weise in Schwingung versetzt wird. Meist geben sie den Rhythmus vor. Einige können aber auch bestimmte Töne und Melodien spielen.
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Wie entsteht der Klang?
Beim Spielen gerät ein Teil des Instruments in Schwingung. Diese Bewegung versetzt die umgebende Luft in Schwingung – du hörst einen Klang.
Die Bezeichnung „Schlaginstrument“ ist etwas weiter, als sie klingt. Nicht alle Instrumente dieser Gruppe werden direkt geschlagen:
- Eine Triangel wird mit einem Schlägel angeschlagen.
- Eine Trommel wird mit der Hand oder einem Stock gespielt.
- Eine Rassel wird geschüttelt.
- Chimes werden durch eine streichende Bewegung zum Klingen gebracht.
Entscheidend ist nicht nur die Handbewegung. Frage vor allem: Welches Bauteil schwingt und erzeugt den Klang?
Was unterscheidet Selbstklinger und Fellklinger?
Für viele Schlaginstrumente ist eine Einteilung nach dem schwingenden Bauteil besonders hilfreich.
Idiophon
Bei einem Idiophon schwingt der Instrumentenkörper selbst. Deshalb heißt diese Gruppe auch Selbstklinger. Beispiele sind Triangel, Gong, Becken, Rassel, Glockenspiel und Xylophon.
Membranophon
Bei einem Membranophon schwingt eine gespannte Membran aus Tierhaut oder Kunststoff. Ein Hohlkörper unterstützt die Übertragung des Klangs. Membranophone heißen deshalb auch Fellklinger oder Trommelinstrumente.
Zu den Membranophonen gehören beispielsweise Bongos, Congas, Tom-Toms, die kleine und die große Trommel sowie die Pauke.
So begründest du eine Zuordnung:
Bei einer Conga wird die gespannte Membran mit den Händen angeschlagen. Weil die Membran schwingt, ist die Conga ein Membranophon.
Bei einer Triangel schwingt dagegen der Metallkörper selbst. Deshalb ist sie ein Idiophon.
| Prüffrage | Gruppe | Beispiel |
|---|---|---|
| Schwingt der Instrumentenkörper selbst? | Idiophon | Triangel |
| Schwingt eine gespannte Membran? | Membranophon | Conga |
Welche Instrumente können bestimmte Töne spielen?
Eine zweite Einteilung fragt nach der Tonhöhe.
Instrumente mit bestimmter Tonhöhe können gezielt unterschiedliche Töne spielen. Dazu gehören Glockenspiel, Xylophon, Vibraphon, Marimbaphon und Pauke.
Bei Stabspielen gilt innerhalb des Instruments: Ein längerer Klangstab klingt tiefer als ein kürzerer. Dadurch lassen sich Tonfolgen und Melodien spielen.
Bei einer Pauke schwingt eine Membran. Deshalb ist sie ein Membranophon. Gleichzeitig lässt sich ihre Fellspannung gezielt verändern und die Pauke dadurch auf bestimmte Töne stimmen.
Die Begriffe beantworten also verschiedene Fragen:
- Membranophon beschreibt das schwingende Bauteil.
- Bestimmte Tonhöhe beschreibt, ob sich gezielte Töne spielen lassen.
Instrumente mit unbestimmter Tonhöhe erzeugen zwar einen erkennbaren Klang, werden aber gewöhnlich nicht auf eine Tonleiter gestimmt. Beispiele sind kleine Trommel, Becken und Triangel.
Wähle in jeder Lücke die passende Form und prüfe anschließend deine Antworten.
Beim Xylophon schwingen die . Ein längerer Klangstab erzeugt einen Ton. Die Pauke gehört wegen ihres Fells zu den .
Wie arbeiten Schlaginstrumente zusammen?
Ein Drumset verbindet mehrere Schlaginstrumente zu einem gemeinsamen Instrumentarium. Typische Bestandteile sind:
- Bass Drum oder große Trommel,
- Snare Drum oder kleine Trommel,
- mehrere Toms,
- Hi-Hat,
- Crash- und Ride-Becken.
Die Trommeln des Drumsets sind Membranophone. Hi-Hat, Crash- und Ride-Becken sind Idiophone. Gemeinsam bildet das Drumset besonders in Jazz, Rock und Pop ein rhythmisches Zentrum.
Perkussion ist ein weiter Sammelbegriff für Schlaginstrumente aus unterschiedlichen Weltregionen. Dazu zählen beispielsweise Congas, Rahmentrommeln, Rasseln, Kuhglocken und Schellenkränze.
Als Schlagwerk bezeichnet man häufig die Schlaginstrumente eines Orchesters. Dort kommen unter anderem Pauken, Trommeln, Becken, Triangeln, Gongs und melodische Stabspiele vor.
Wie gehst du mit Grenzfällen um?
Nicht jedes Instrument lässt sich mit nur einem Wort eindeutig einordnen. Verschiedene Einteilungen können entweder die Spielweise oder den schwingenden Klangkörper in den Mittelpunkt stellen.
Beim Hackbrett werden Saiten mit Klöppeln angeschlagen. Nach der Spielweise ähnelt es einem Schlaginstrument. Fragst du nach dem schwingenden Bauteil, sind jedoch die Saiten entscheidend und die Zuordnung zu den Chordophonen beziehungsweise Saiteninstrumenten liegt nahe.
Auch beim Klavier werden im Inneren Saiten angeschlagen. Wegen seiner Tastatur wird es gewöhnlich als Tasteninstrument bezeichnet.
Nenne bei einem Grenzfall immer dein Ordnungskriterium: Spielweise, schwingendes Bauteil oder Verwendung des Instruments. Dann wird deine Begründung nachvollziehbar.
Karteikasten
Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.
Alles auf einen Blick
- Schlaginstrumente
- Klangerzeugung: anschlagen, schütteln oder reiben
- Idiophone: Instrumentenkörper schwingt
- Membranophone: gespannte Membran schwingt
- Tonhöhe: bestimmt oder unbestimmt
- Einsatz: Rhythmus, Klangfarbe oder Melodie
- Zusammenstellungen: Drumset, Perkussion und Orchesterschlagwerk
- Grenzfälle: Ordnungskriterium nennen
Abschluss-Check
Du kannst Schlaginstrumente nun mit zwei getrennten Fragen untersuchen: Was schwingt? Und: Lassen sich bestimmte Töne spielen? Bei Grenzfällen ergänzt du, nach welchem Kriterium du ordnest.
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