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Fasten

Fasten in Religionen: Warum Menschen verzichten, welche Regeln es gibt und wie Ramadan, Fastenzeit und andere Formen aussehen.

Wenn in der Schule von Fasten die Rede ist, geht es oft um Ramadan oder die Wochen vor Ostern. Vielleicht kennst du auch Menschen, die eine Zeit lang auf Süßigkeiten, Fleisch oder das Smartphone verzichten. Fasten kann ganz verschieden aussehen. In Religionen geht es dabei vor allem um Besinnung.

Was bedeutet Fasten?

Fasten bedeutet, für eine festgelegte Zeit bewusst auf etwas zu verzichten. Das können Essen und Trinken sein. Manche verzichten aber auch auf Süßigkeiten, Medien oder andere Gewohnheiten.

Beim religiösen Fasten geht es nicht vor allem ums Abnehmen. Menschen unterbrechen ihren Alltag. Sie nehmen sich Zeit für ihren Glauben und für wichtige Fragen.

Beispiel

Mira verzichtet in der Zeit vor Ostern auf Süßigkeiten. Wenn sie Lust auf Schokolade hat, denkt sie kurz darüber nach, wofür sie dankbar ist.

Sie übt damit bewussten Verzicht.

Merke

Fasten ist bewusster Verzicht. Es kann helfen, Gewohnheiten zu prüfen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

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Warum fasten Menschen?

Manchmal fällt uns erst auf, wie wichtig eine Gewohnheit ist, wenn wir sie pausieren. Beim Fasten können Menschen überlegen: Was brauche ich wirklich? Was möchte ich verändern? Wie kann ich anderen helfen?

Besinnung bedeutet, ruhig über sich selbst, das eigene Handeln und wichtige Fragen nachzudenken. Viele Gläubige verbinden das Fasten mit Gebet, Dankbarkeit oder Hilfe für andere.

Beispiel

Jonas lässt während einer Fastenaktion abends sein Handy weg. Stattdessen redet er mit seiner Familie. Er merkt, dass ihm gemeinsame Zeit wichtig ist.

Gut zu wissen

Fasten kann auch Selbstkontrolle üben. Du entscheidest bewusst, einer Gewohnheit nicht sofort nachzugehen.

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Fastenzeit im Christentum

Im Christentum heißt die Zeit vor Ostern Fastenzeit. Sie ist eine Vorbereitungszeit auf das Osterfest. Christinnen und Christen erinnern sich dabei an Jesus, an seinen Tod und an seine Auferstehung.

Die Fastenzeit beginnt am Aschermittwoch. Viele Menschen verzichten in diesen Wochen freiwillig auf etwas: zum Beispiel auf Süßigkeiten, Fleisch oder unnötige Bildschirmzeit. Manche nehmen sich stattdessen vor, anderen bewusster zu helfen.

Beispiel

Eine Klasse sammelt in der Fastenzeit Geld, das sonst für Snacks ausgegeben würde. Sie spendet es für ein Hilfsprojekt. So wird aus Verzicht konkrete Hilfe.

Merke

Christliches Fasten soll nicht zeigen, wer besonders streng ist. Es soll zu einem bewussteren und mitfühlenderen Leben anregen.

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Ramadan im Islam

Im Islam ist der Ramadan ein besonderer Monat. Musliminnen und Muslime richten ihren Alltag in dieser Zeit besonders auf Gott, den Koran, Gebet und Gemeinschaft aus.

Viele Musliminnen und Muslime fasten im Ramadan von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang. In dieser Zeit essen und trinken sie nicht. Wer krank ist, auf Reisen ist oder aus anderen Gründen nicht fasten kann, wird berücksichtigt. Auch junge Menschen werden je nach Alter und persönlicher Situation schrittweise an das Fasten herangeführt.

Das gemeinsame Beenden des täglichen Fastens nach Sonnenuntergang heißt Iftar.

Beispiel

Nach Sonnenuntergang kommt Samirs Familie zum Iftar zusammen. Sie essen gemeinsam und teilen das Essen mit Gästen. Für Samir gehört das Miteinander genauso zum Ramadan wie der Verzicht am Tag.

Gut zu wissen

Zum Ramadan gehören nicht nur Regeln zum Essen. Viele Menschen achten in dieser Zeit besonders darauf, freundlich zu sein, zu teilen und anderen zu helfen.

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Jom Kippur im Judentum

Auch im Judentum gibt es Fasttage. Ein besonders wichtiger Tag ist Jom Kippur, der Versöhnungstag. Jüdinnen und Juden denken dann über Fehler nach, bitten um Vergebung und wollen Beziehungen zu Gott und zu anderen Menschen klären.

Viele erwachsene Jüdinnen und Juden verzichten an Jom Kippur für etwa einen Tag auf Essen und Trinken. Kranke Menschen und andere Personen, für die Fasten gesundheitlich nicht möglich ist, sind davon ausgenommen.

Beispiel

David erinnert sich an einem Versöhnungstag daran, dass er einen Freund unfair behandelt hat. Er entschuldigt sich bei ihm. Für ihn gehört diese Bitte um Vergebung zum Sinn des Tages.

Merke

Jom Kippur richtet den Blick auf Versöhnung: Fehler erkennen, um Entschuldigung bitten und neu anfangen.

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Respektvoll mit Fasten umgehen

Fasten ist persönlich. Niemand sollte dazu gedrängt oder dafür ausgelacht werden. Wenn jemand aus religiösen Gründen nicht mitisst oder etwas anderes isst, kannst du die Entscheidung respektieren.

Längeres Fasten mit Essen und Trinken ist keine Mutprobe. Gesundheit geht vor. Wer selbst fasten möchte, sollte mit Eltern oder anderen verantwortlichen Erwachsenen sprechen.

Merke

Respekt heißt: Du musst nicht selbst fasten, um das Fasten anderer ernst zu nehmen.

Zusammenfassung

Fasten ist bewusster Verzicht für eine bestimmte Zeit. In Religionen soll es Besinnung, Selbstkontrolle, Dankbarkeit, Gemeinschaft und Hilfe für andere fördern. Christinnen und Christen fasten oft vor Ostern, Musliminnen und Muslime im Ramadan, und im Judentum ist Jom Kippur ein wichtiger Fast- und Versöhnungstag. Die Regeln unterscheiden sich, aber Respekt und Gesundheit sind immer wichtig.