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Menora

Die Menora ist der siebenarmige Leuchter und ein wichtiges Symbol des Judentums. Bedeutung und Verwendung werden verständlich erklärt.

In einem Religionsbuch oder auf dem Wappen Israels kannst du einen Leuchter mit mehreren Armen entdecken. Seine Form hilft dir, ihn wiederzuerkennen. Zugleich verbindet er jüdischen Glauben mit einer langen Geschichte.

Was du lernst

Deine Lernziele
  • Du beschreibst die Form einer Menora.
  • Du erklärst ihre Bedeutung im Judentum.
  • Du unterscheidest Menora und Chanukkia.

Sieben Lichter

Eine Menora ist ein jüdischer Leuchter mit sieben Armen. Ein Arm steht in der Mitte. Je drei weitere Arme gehen nach links und rechts ab.

Ein Symbol ist ein Zeichen, das an eine Idee, eine Geschichte oder eine Gemeinschaft erinnert. Die Menora ist ein solches Zeichen für das Judentum.

Beispiel

Du zählst einen mittleren Arm, drei auf der linken Seite und drei auf der rechten Seite.

\(1 + 3 + 3 = 7\)

Die Zeichnung zeigt eine Menora.

Merke

An der Zahl sieben erkennst du die Menora.

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Licht in den jüdischen Überlieferungen

Licht kann einen Raum hell machen. Es kann aber auch für Hoffnung, Orientierung oder Gottes Nähe stehen. Deshalb ist die Menora mehr als ein Gebrauchsgegenstand.

Die Tora sind die fünf Bücher Mose. Sie gehören zu den wichtigsten heiligen Schriften im Judentum. In der Tora wird ein Leuchter beschrieben, der für ein wanderndes Heiligtum bestimmt war. Später gehörte die Menora nach jüdischer Überlieferung zum Tempel in Jerusalem.

Ein Tempel ist hier ein heiliger Ort, an dem Gottesdienste gefeiert wurden. Die sieben Lichter der Menora werden oft mit den sieben Tagen der Schöpfung verbunden. Dabei erinnert der siebte Tag besonders an den Schabbat, den wöchentlichen Ruhetag im Judentum.

Beispiel

Stell dir eine Woche mit sieben Tagen vor. Nach sechs Tagen folgt ein besonderer Tag für Ruhe, Familie und Glauben. So kann die Zahl sieben an der Menora verstanden werden.

Gut zu wissen

Menschen können die Menora unterschiedlich deuten. Besonders verbreitet ist die Verbindung von Licht, Schöpfung und Schabbat.

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Erinnerung und Gegenwart

Im Jahr 70 n. Chr. zerstörten römische Truppen den Zweiten Tempel in Jerusalem. Was danach mit der ursprünglichen Tempel-Menora geschah, ist historisch nicht sicher bekannt. Erhalten sind unter anderem Darstellungen, zum Beispiel auf dem Titusbogen in Rom.

Die Menora blieb dennoch ein wichtiges Zeichen jüdischer Geschichte und Zugehörigkeit. Du findest ihre Darstellung etwa in Kunstwerken und auf dem Staatswappen Israels. Eine Synagoge ist ein jüdisches Gotteshaus. Dort kommen Gemeinden zum Beten, Lernen und Feiern zusammen; Darstellungen der Menora können an den Tempel erinnern.

Beispiel

Das Staatswappen Israels zeigt eine Menora zwischen zwei Olivenzweigen. Damit wird an die lange Geschichte des Judentums erinnert.

Merke

Die Menora steht heute für jüdische Erinnerung, Glauben und Identität.

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Menora und Chanukkia unterscheiden

Zwei Leuchter können ähnlich aussehen und trotzdem verschiedene Aufgaben haben. Deshalb lohnt sich das genaue Zählen.

Eine Chanukkia ist ein Leuchter für Chanukka. Chanukka ist ein jüdisches Lichterfest, das acht Tage dauert. Die Chanukkia hat acht Plätze für die Festlichter. Meist besitzt sie außerdem einen zusätzlichen Platz für den Schamasch. Der Schamasch ist ein Hilfslicht, mit dem die anderen Lichter angezündet werden.

Beispiel

Du siehst vier Lichter auf jeder Seite und ein höheres Licht in der Mitte.

\(4 + 4 + 1 = 9\)

Das passt zu einer Chanukkia und nicht zu einer Menora.

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Zusammenfassung

Die Menora ist ein Leuchter mit sieben Armen. Sie ist ein wichtiges Zeichen des Judentums und erinnert an die Überlieferungen über den Tempel in Jerusalem. Ihre sieben Lichter werden oft mit der Schöpfungswoche und dem Schabbat verbunden. Die Chanukkia sieht ähnlich aus, hat aber acht Festlichter und meist zusätzlich den Schamasch.