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Nirwana

Nirwana ist ein zentrales Ziel im Buddhismus und Hinduismus: Befreiung vom Kreislauf der Wiedergeburt einfach erklärt.

Wenn dich etwas sehr ärgert, können deine Gedanken lange darum kreisen. Im Buddhismus fragen Menschen, wie dieses Festhalten und das daraus entstehende Leiden aufhören können. Dafür steht das Wort Nirwana.

Was bedeutet Nirwana?

Deine Lernziele
  • Du kannst Nirwana erklären.
  • Du weißt, warum Nirwana kein Ort ist.
  • Du unterscheidest Nirwana und Moksha.

Nirwana ist im Buddhismus die Befreiung von Leiden und von seinen Ursachen. Es ist kein Himmel und kein Ort, zu dem man reist. Gemeint ist ein Zustand innerer Freiheit.

Leiden meint hier nicht nur körperlichen Schmerz. Es umfasst auch Angst, Enttäuschung und Unzufriedenheit. Anhaften bedeutet, etwas unbedingt besitzen oder festhalten zu wollen.

Beispiel

Du willst unbedingt die beste Note bekommen. Wenn es nicht klappt, bist du sehr enttäuscht und kannst an nichts anderes denken. Die Note ist nicht das Problem. Das feste Klammern an sie kann Leid verstärken.

Merke

Nirwana bedeutet nicht, dass ein Mensch nichts mehr fühlt. Gier, Hass und Verwirrung bestimmen ihn dann nicht mehr.

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Warum spielt Wiedergeburt eine Rolle?

Samsara ist der Kreislauf von Geburt, Tod und Wiedergeburt. Nach buddhistischer Vorstellung bleiben Lebewesen in diesem Kreislauf, solange die Ursachen des Leidens wirken.

Karma sind die Folgen absichtlicher Gedanken, Worte und Taten. Karma ist keine Strafe durch eine Gottheit. Handlungen können Leid mindern oder verstärken.

Beispiel

Ein Kind wird ausgelacht. Du kannst mitlachen oder dich zu ihm stellen und helfen. Beide Entscheidungen haben Folgen für andere Menschen und für das Zusammenleben in der Klasse.

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Was soll erlöschen?

Nirwana wird oft mit dem Erlöschen einer Flamme erklärt. Die Flamme steht für Gier, Hass und Unwissenheit. Unwissenheit bedeutet hier nicht fehlendes Schulwissen. Gemeint ist ein falsches Verständnis der Wirklichkeit, zum Beispiel die Vorstellung, alles müsse für immer bleiben.

Beispiel

Du bekommst etwas Neues und freust dich sehr. Nach einiger Zeit ist es gewöhnlich geworden und du wünschst dir schon wieder etwas anderes. Dinge können Freude machen, aber sie machen nicht dauerhaft zufrieden.

Merke

Nirwana entsteht nicht durch eine Belohnung. Es bedeutet, dass die Ursachen des Leidens überwunden sind.

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Welchen Weg üben Buddhisten?

Der Edle Achtfache Pfad ist eine buddhistische Orientierung für ein gutes und klares Leben. Dazu gehören zum Beispiel achtsames Sprechen, hilfreiches Handeln und klares Denken.

Meditation ist eine Übung für Aufmerksamkeit und Ruhe. Achtsamkeit bedeutet, wahrzunehmen, was gerade geschieht, bevor man sofort handelt.

Beispiel

Jemand nimmt dir etwas weg und du wirst wütend. Du atmest kurz, bemerkst deine Wut und sprichst erst dann darüber. Das ist eine Übung in Achtsamkeit.

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Nirwana und Moksha

Auch im Hinduismus ist Befreiung aus Samsara ein wichtiges Ziel. Häufig heißt diese Befreiung Moksha. Hinduistische Traditionen erklären unterschiedlich, wie Moksha erreicht wird und was dabei befreit wird.

Buddhismus und Hinduismus kennen Begriffe wie Samsara und Karma. Sie verstehen diese Begriffe aber nicht in allen Punkten gleich. Im Buddhismus ist Nirwana zentral. Im Hinduismus wird meist von Moksha gesprochen.

Beispiel

Zwei Wege können zum selben Bahnhof führen, aber unterschiedliche Straßen benutzen. So haben Buddhismus und Hinduismus ähnliche Begriffe, erklären den Weg und das Ziel jedoch nicht genau gleich.

Merke

Moksha ist ein wichtiger Befreiungsbegriff im Hinduismus. Nirwana ist ein zentraler Befreiungsbegriff im Buddhismus.

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Zusammenfassung

Nirwana ist im Buddhismus Befreiung von Leiden, Gier, Hass und Unwissenheit. Es ist kein Ort, sondern innere Freiheit. Nirwana beendet nach buddhistischer Vorstellung Samsara, den Kreislauf der Wiedergeburten. Achtsamkeit, Meditation und gutes Handeln helfen auf diesem Weg. Im Hinduismus heißt Befreiung aus Samsara häufig Moksha.