Stell dir vor, deine Familie erzählt bei einem Fest eine Geschichte, die ihr besonders wichtig ist. Dabei helfen bestimmte Speisen, damit man sich erinnern kann. Genau das geschieht an Pessach.
Was Pessach feiert
Pessach ist eines der wichtigsten Feste im Judentum. Jüdinnen und Juden erinnern sich dabei an die Befreiung ihrer Vorfahren aus der Sklaverei in Ägypten.
Die Erzählung steht in der Tora, den fünf Büchern Mose. Dort sind die Israeliten das Volk, von dem die Auszugsgeschichte erzählt. Mose fordert den Pharao auf, dieses Volk ziehen zu lassen. Schließlich beginnt der Auszug aus Ägypten.
Eine Klasse erinnert sich vielleicht jedes Jahr an ein wichtiges gemeinsames Erlebnis. Pessach erinnert jüdische Familien an den Weg von Unfreiheit zu Freiheit.
Pessach ist ein Fest der Erinnerung an Befreiung und Freiheit.
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Wann Pessach beginnt
Pessach fällt in den Frühling. Das genaue Datum richtet sich nach dem jüdischen Kalender, also nach der Zeitrechnung im Judentum. Deshalb liegt Pessach in unserem Kalender jedes Jahr an etwas anderen Tagen.
Ein jüdischer Tag beginnt am Abend. Darum startet das Fest mit dem Sederabend, einem festlichen Abendessen mit festem Ablauf. Pessach dauert in Israel sieben Tage. In vielen jüdischen Gemeinschaften außerhalb Israels wird es acht Tage gefeiert.
Wenn ein Fest bei Sonnenuntergang beginnt, kann die Feier schon am Vorabend losgehen. So beginnt auch Pessach nicht erst am nächsten Morgen.
Jüdische Familien und Gemeinden feiern nicht alle Bräuche genau gleich. Auch die Dauer des Festes und die Gestaltung des Abends können sich je nach Tradition unterscheiden.
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Der Sederabend: erzählen und fragen
Seder bedeutet Ordnung. Der Sederabend folgt also einer festgelegten Reihenfolge. Familie und Gäste lesen, essen, singen und sprechen miteinander.
Dabei wird aus der Haggada gelesen. Das ist ein Buch für den Sederabend. Es erzählt vom Auszug aus Ägypten und begleitet die einzelnen Teile der Feier. Fragen sind ausdrücklich erwünscht. Besonders Kinder fragen zum Beispiel, warum diese Nacht anders ist als andere Nächte.
Ein Kind fragt am Tisch: Warum essen wir heute etwas anderes als sonst? Die Erwachsenen erklären die Bedeutung der Speisen und erzählen die Geschichte weiter. So lernen alle gemeinsam.
Beim Sederabend wird Geschichte mit Fragen, Essen und Liedern gemeinsam erlebt.
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Mazzen und Chametz
Vor Pessach bereiten sich viele Familien gründlich vor. Dabei entfernen sie Chametz aus dem Haus. Chametz bezeichnet gesäuerte Speisen aus Getreide, zum Beispiel viele Brote oder Nudeln. Welche Lebensmittel dazugehören und wie Familien damit umgehen, richtet sich nach ihrer jüdischen Tradition.
Stattdessen essen viele Jüdinnen und Juden Mazzen. Das sind dünne, ungesäuerte Fladen aus Mehl und Wasser. Sie erinnern an die Eile beim Auszug aus Ägypten: Nach der biblischen Erzählung blieb keine Zeit, den Brotteig aufgehen zu lassen.
Ein aufgegangenes Brötchen braucht Zeit. Eine Mazze ist flach und ohne Hefe gebacken. Deshalb erinnert sie beim Pessachfest an den schnellen Aufbruch.
Mazzen erinnern an den hastigen Aufbruch. Chametz wird an Pessach vermieden.
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Der Sederteller und seine Zeichen
Ein Sederteller ist ein Teller mit symbolischen Speisen für den Sederabend. Ein Symbol ist ein Gegenstand oder eine Speise, die an etwas anderes erinnert. Die Speisen machen die Auszugsgeschichte beim Essen sichtbar und schmeckbar.
Bittere Kräuter erinnern an die bittere Zeit der Sklaverei. Charosset ist eine süße Mischung, oft aus Früchten und Nüssen. Sie erinnert an den Lehm, aus dem die versklavten Israeliten nach der Erzählung Ziegel herstellen mussten. Auch Mazzen gehören zum Sedermahl.
Die genaue Auswahl und Gestaltung kann sich unterscheiden. Wichtig ist: Die Speisen helfen dabei, über Unfreiheit, Befreiung und Erinnerung zu sprechen.
Bittere Kräuter schmecken scharf oder bitter. Dadurch können sie an eine schwere Zeit erinnern. Charosset schmeckt süß, verweist aber zugleich auf harte Arbeit.
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Pessach heute verstehen
Pessach ist nicht nur eine Geschichte aus langer Zeit. Das Fest verbindet Menschen heute mit Fragen nach Freiheit, Würde und Gerechtigkeit. Würde bedeutet, dass jeder Mensch Respekt verdient.
Jüdische Menschen und Gemeinschaften können Pessach unterschiedlich deuten und feiern. Eine mögliche heutige Perspektive ist: Die Erinnerung an Befreiung kann dazu anregen, bei Unfreiheit und Ungerechtigkeit nicht gleichgültig zu bleiben.
Wenn jemand ausgeschlossen oder unfair behandelt wird, kannst du fragen: Was wäre gerecht? Die Erinnerung an Befreiung kann Menschen dazu anregen, Verantwortung füreinander zu übernehmen.
Pessach erzählt von früher und kann zugleich zum Nachdenken über Freiheit und Würde heute anregen.
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Zusammenfassung
Pessach ist ein jüdisches Frühlingsfest. Es erinnert an die Befreiung der Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten.
Der Sederabend eröffnet das Fest. Aus der Haggada wird gelesen, Fragen werden gestellt und symbolische Speisen werden gegessen. Mazzen erinnern an den schnellen Aufbruch, während Chametz an Pessach vermieden wird. So verbindet Pessach Geschichte, Gemeinschaft und Fragen nach Freiheit.
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