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Tora

Die Tora ist die zentrale Schrift des Judentums. Aufbau, Bedeutung, Lesung in der Synagoge und die fünf Bücher Mose werden erklärt.

Wenn im Religionsunterricht von Mose oder den Zehn Geboten die Rede ist, begegnet dir oft die Tora. Für Jüdinnen und Juden ist sie besonders wertvoll. Sie wird gelesen, gelernt und gemeinsam besprochen.

Was ist die Tora?

Das Judentum ist eine Religion mit einer langen Geschichte und vielen Traditionen. Die Tora ist seine zentrale heilige Schrift. Das hebräische Wort bedeutet etwa Lehre oder Weisung: Sie soll Menschen Orientierung für ihr Leben geben.

Im engeren Sinn umfasst die Tora die ersten fünf Bücher der hebräischen Bibel. Darin stehen Erzählungen neben Geboten und Regeln. Sie ist also nicht bloß ein Regelbuch.

Beispiel

Eine Klassengemeinschaft braucht Regeln. Zugleich helfen Geschichten darüber, wie Menschen fair oder unfair handeln. Auch die Tora verbindet Orientierung mit Erzählungen.

Merke

Die Tora erzählt von Menschen und ihrem Glauben. Gleichzeitig gibt sie Weisungen für das Zusammenleben.

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Die fünf Bücher der Tora

Die Tora besteht aus fünf Büchern. Im Deutschen heißen sie oft die fünf Bücher Mose: Genesis, Exodus, Levitikus, Numeri und Deuteronomium.

Sie erzählen von der Schöpfung, von Abraham und Sara, von Mose und von der Befreiung der Israeliten aus Ägypten. Die Israeliten sind das Volk, von dem diese Geschichten erzählen. Außerdem stehen in der Tora Weisungen für das religiöse Leben.

Beispiel

Du kannst dir die fünf Bücher wie fünf Teile einer langen Erzählung vorstellen. Zuerst geht es um die Welt und Familien. Später begleitet die Tora das Volk Israel auf seinem Weg durch die Wüste.

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Tora und Tanach

Die hebräische Bibel heißt Tanach. Sie ist eine größere Sammlung heiliger Texte im Judentum. Die Tora ist ihr erster Teil.

Zum Tanach gehören außerdem die Propheten und die Schriften. Deshalb ist nicht jeder Text im Tanach Teil der Tora. Die Psalmen gehören zum Tanach, aber nicht zu den fünf Büchern Mose.

Beispiel

Stell dir den Tanach wie ein Regal mit mehreren Fächern vor. Die Tora ist das erste Fach. In den anderen Fächern stehen weitere wichtige Texte.

Gut zu wissen

Manchmal kann Tora auch die jüdische Lehre im weiteren Sinn meinen. Im Religionsunterricht ist meist zuerst die Tora mit den fünf Büchern gemeint.

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Die Torarolle in der Synagoge

Eine Synagoge ist ein Ort, an dem sich eine jüdische Gemeinde zum Beten, Lernen und Zusammenkommen trifft. Im Gottesdienst wird aus einer Torarolle gelesen. Das ist eine lange Rolle mit dem handgeschriebenen hebräischen Text der fünf Bücher Mose.

Die Rolle besteht aus Pergament. Pergament ist speziell vorbereitetes Material aus Tierhaut, auf dem geschrieben werden kann. Es ist auf zwei Holzstäbe gewickelt und wird sorgfältig behandelt.

Ein Jad ist ein Zeigestab, oft mit einer kleinen Hand am Ende. Er hilft beim Folgen der Zeilen. So muss das Pergament nicht direkt angefasst werden.

Beispiel

Beim Vorlesen mit dem Finger auf die Zeile zu zeigen, hilft dir, nicht zu verrutschen. Der Jad hilft bei der Lesung aus der Tora ähnlich.

Merke

Tora kann den heiligen Text meinen. Eine Torarolle ist die besondere handgeschriebene Form für den Gottesdienst.

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Lesen und Auslegen

Die Tora wird im Laufe eines Jahres in Abschnitten gelesen. Ein solcher Abschnitt heißt Parascha. Dadurch begegnet eine Gemeinde regelmäßig verschiedenen Teilen der Tora.

Auslegung bedeutet, einen Text genau zu erklären und nach seiner Bedeutung zu fragen. Jüdische Menschen lesen und besprechen die Tora, weil sie überlegen: Was kann dieser alte Text für unser Leben heute bedeuten? Dabei gibt es unterschiedliche jüdische Traditionen und Antworten.

Beispiel

Eine Geschichte handelt davon, dass Menschen gerecht handeln sollen. Bei der Auslegung kannst du fragen: Was wäre gerecht, wenn jemand in der Klasse ausgeschlossen wird?

Gut zu wissen

Die Tora wird nicht nur gelesen, um Fakten auswendig zu lernen. Sie regt dazu an, über Verantwortung, Gemeinschaft und Glauben nachzudenken.

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Zusammenfassung

Die Tora ist die zentrale heilige Schrift des Judentums. Sie bedeutet Lehre oder Weisung und umfasst im engeren Sinn die fünf Bücher Mose.

Die Tora ist der erste Teil des Tanach. Sie enthält Geschichten und Gebote. In der Synagoge wird sie aus einer handgeschriebenen Torarolle gelesen und durch Auslegung immer wieder neu bedacht.