Wirtschaft

Girokonto einfach erklärt: Funktionen und Kosten

Girokonto einfach erklärt: Funktionen und Kosten
Girokonto einfach erklärt: Funktionen und Kosten
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Ein Girokonto ist dein Konto für laufende Einnahmen und Ausgaben. Darauf kann zum Beispiel Gehalt eingehen; davon können Miete, Rechnungen, Einkäufe und Bargeldauszahlungen bezahlt werden. Entscheidend ist: Jede Geldbewegung verändert den Kontostand.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!

Wie bewegt sich Geld auf dem Konto?

Stell dir das Girokonto als Umschlagplatz für Geld vor: Geld kommt an, Geld geht ab, und jede Bewegung wird gebucht. Weil es vor allem dem Zahlungsverkehr dient, heißt es auch Zahlungskonto.

Definition

Gutschrift und Belastung

Eine Gutschrift erhöht den Kontostand, zum Beispiel ein eingehendes Gehalt oder eine Bargeldeinzahlung. Eine Belastung senkt ihn, zum Beispiel eine bezahlte Rechnung, eine Lastschrift oder eine Bargeldauszahlung.

Der Saldo ist die Differenz zwischen allen Gutschriften und Belastungen. Ein positiver Saldo bedeutet Guthaben. Ein negativer Saldo zeigt, dass das Konto im Minus ist.

Merke

Geld kommt an: Gutschrift. Geld geht ab: Belastung. Was danach übrig bleibt, ist der Saldo.

Teste dich
Frage 1 von 1LeichtWas passiert mit dem Kontostand, wenn Gehalt eingeht?
Lösung: Er steigt durch eine Gutschrift. — Entscheidend ist die Richtung der Geldbewegung: Ein Eingang erhöht, ein Ausgang senkt den Kontostand.
Welche Zahlungsart passt?

Nicht jede Zahlung funktioniert gleich. Frage dich: Löse ich die Zahlung einmal aus, soll sie regelmäßig wiederholt werden oder darf der Empfänger den Betrag einziehen?

  • Überweisung: Du gibst einen Auftrag, einen bestimmten Betrag auf ein anderes Konto zu übertragen. Das passt zu einer einzelnen Rechnung.
  • Dauerauftrag: Ein Auftrag wird regelmäßig ausgeführt. Das passt zu wiederkehrenden Zahlungen, wenn der Betrag gleich bleibt.
  • Lastschrift: Der Zahlungsempfänger zieht einen fälligen Betrag vom Konto ein. Das ist praktisch bei wiederkehrenden Rechnungen, deren Betrag wechseln kann.
  • Debitkartenzahlung: Du bezahlst mit einer Karte; der Betrag wird dem zugehörigen Girokonto belastet.
Beispiel

Eine Monatsmiete bleibt gleich und soll regelmäßig bezahlt werden. Ein Dauerauftrag passt, weil der Betrag wiederholt überwiesen wird.

Die Mobilfunkrechnung fällt regelmäßig an, kann aber unterschiedlich hoch sein. Eine Lastschrift passt, weil der Anbieter den jeweils fälligen Betrag einzieht.

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Frage 1 von 2MittelDie monatliche Miete ist immer gleich. Sie soll automatisch bezahlt werden. Welche Zahlungsart passt am besten?
Lösung: Dauerauftrag — Ein Dauerauftrag eignet sich für regelmäßig wiederkehrende Zahlungen mit gleichbleibendem Betrag.
Frage 2 von 2MittelEine regelmäßige Rechnung ist nicht jeden Monat gleich hoch. Der Empfänger soll den fälligen Betrag einziehen. Was passt?
Lösung: Lastschrift — Bei der Lastschrift zieht der Zahlungsempfänger den fälligen Betrag vom Konto ein.
Wie berechnest du den Saldo?

Beginne mit dem vorhandenen Kontostand. Addiere alle Gutschriften und ziehe alle Belastungen ab. Achte bei jedem Betrag zuerst auf seine Richtung.

Beispiel

Auf dem Konto sind anfangs 650 Euro. Dann werden 900 Euro Gehalt gutgeschrieben. Anschließend werden 580 Euro Miete, 20 Euro Mobilfunkkosten und 35 Euro für einen Einkauf belastet.

  1. Anfangsstand und Gutschrift: 650 Euro + 900 Euro = 1.550 Euro.
  2. Belastungen zusammenfassen: 580 Euro + 20 Euro + 35 Euro = 635 Euro.
  3. Belastungen abziehen: 1.550 Euro - 635 Euro = 915 Euro.

Der neue Saldo beträgt 915 Euro Guthaben. Die Rechnung ist plausibel: Es ging mehr Geld ein, als insgesamt ausgegeben wurde.

Ein Dispositionskredit, kurz Dispo, ist ein mit der Bank vereinbarter Kreditrahmen für das Girokonto. Er kann weitere Zahlungen bei negativem Saldo ermöglichen. Seine Höhe ist begrenzt, und bei Nutzung fallen Zinsen an. Nicht jedes Kontomodell kann überzogen werden: Ein Guthabenkonto bleibt im Plus oder bei null.

Merke

Ein Dispo ist kein zusätzliches Einkommen. Er ist geliehenes Geld und verursacht bei Nutzung Zinskosten. Eine dauerhafte Überziehung erhöht deshalb das Verschuldungsrisiko.

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Frage 1 von 2MittelWelcher Saldo ergibt sich im Beispiel nach allen Buchungen?
Lösung: 915 Euro Guthaben — Vom Zwischenstand 1.550 Euro werden 635 Euro Belastungen abgezogen. Es bleiben 915 Euro.
Frage 2 von 2SchwerEin Konto ist im Minus, aber es wurde kein Dispo vereinbart. Welche Aussage passt?
Lösung: Weitere Abbuchungen benötigen grundsätzlich eine eingeräumte Kontoüberziehung. — Ob eine weitere Zahlung möglich ist, hängt von einer vereinbarten Überziehung und ihrem Limit ab. Ein Guthabenkonto kann nicht ins Minus geraten.
Wie vergleichst du Kontomodelle?

Ein Konto ist nicht allein deshalb passend, weil es als kostenlos bezeichnet wird. Anbieter und Modelle können unterschiedliche Bedingungen, Einzelentgelte und Leistungen haben.

Prüfe, was du wirklich brauchst:

  • Kontoführung: Gibt es eine Pauschale oder Bedingungen für kostenlose Führung?
  • Buchungen: Fallen Entgelte für einzelne Transaktionen an?
  • Karten: Welche Kartenleistungen sind enthalten, welche kosten extra?
  • Bargeld: Wo sind Ein- und Auszahlungen möglich und was kosten sie?
  • Zugang: Brauchst du Filiale und Beratung oder vor allem Online- und Mobile-Banking?
  • Überziehung: Ist ein Dispo vorgesehen, und welche Kosten entstehen bei Nutzung?

Kontomodelle haben verschiedene Zwecke. Ein Gemeinschaftskonto hilft mehreren Inhabern, gemeinsame Einnahmen und Ausgaben zu verwalten. Ein Guthabenkonto erlaubt Zahlungen und Bargeldabhebungen, aber keine Überziehung. Minderjährige können mit Zustimmung ihrer Eltern ein Konto eröffnen; bei einem Kinder- oder Jugendkonto werden die Möglichkeiten an Alter und Bedarf angepasst.

Beispiel

Lea hebt häufig Bargeld ab und nutzt keine Filialberatung. Für sie sind ein gut erreichbares Geldautomatennetz, die Kosten jeder Abhebung und digitale Funktionen wichtiger als ein Beratungspaket. Sie sollte deshalb nicht nur die monatliche Grundgebühr vergleichen.

Teste dich
Frage 1 von 1SchwerZwei Konten haben dieselbe Monatsgebühr. Konto A bietet passende kostenlose Bargeldabhebungen, Konto B verlangt dafür Einzelentgelte. Du hebst häufig Bargeld ab. Was ist die beste Begründung?
Lösung: Konto A kann insgesamt günstiger sein, weil die tatsächliche Nutzung mitentscheidet. — Vergleiche nicht nur den Paketpreis. Entscheidend sind auch die Leistungen und Kosten, die bei deiner eigenen Nutzung tatsächlich anfallen.
Wie eröffnest und nutzt du ein Girokonto?

Eine Kontoeröffnung kann in einer Filiale oder online erfolgen. Bei einer Online-Eröffnung werden zunächst Daten eingegeben und anschließend wird die Identität mit einem gültigen Ausweisdokument geprüft. Minderjährige brauchen zusätzlich die Zustimmung ihrer Eltern.

Nach der Eröffnung kannst du das Konto je nach Anbieter über Filiale, Selbstbedienungsterminal, Online-Banking oder App nutzen. Kontoauszüge zeigen die Buchungen und den Saldo. Beim Online- oder Mobile-Banking werden Zahlungsaufträge zusätzlich mit einer TAN, einer Transaktionsnummer, abgesichert.

Für Überweisungen dient die IBAN der Zuordnung des Kontos. Eine deutsche IBAN enthält unter anderem den Ländercode DE, eine Prüfziffer, die Bankleitzahl und die Kontonummer.

Lückentext

Wähle in jeder Lücke die passende Form und prüfe anschließend deine Antworten.

Ein Geldeingang ist eine . Eine Ausgabe ist eine . Die Differenz daraus heißt . Ein Zahlungsauftrag im Online-Banking kann zusätzlich mit einer abgesichert werden.

Lösungen: Lücke 1: Gutschrift; Lücke 2: Belastung; Lücke 3: Saldo; Lücke 4: TAN. Gutschriften erhöhen und Belastungen senken den Kontostand. Der Saldo zeigt die Differenz. Die TAN sichert einen Zahlungsauftrag zusätzlich ab; die IBAN ordnet ein Konto zu.
Karteikasten
Karteikasten

Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.

Alles auf einen Blick
Mindmap
  • Girokonto
    • Geldbewegungen
      • Gutschriften erhöhen den Kontostand
      • Belastungen senken den Kontostand
      • Der Saldo zeigt die Differenz
    • Zahlungsarten
      • Überweisung für einen einzelnen Auftrag
      • Dauerauftrag für wiederkehrende feste Beträge
      • Lastschrift für eingezogene fällige Beträge
      • Debitkarte belastet das Konto
    • Kontowahl
      • Gebühren und Einzelentgelte vergleichen
      • Karten und Bargeldzugang prüfen
      • Digitale und persönliche Zugänge abwägen
    • Überziehung
      • Dispo ist begrenzt
      • Nutzung kostet Zinsen
      • Guthabenkonto kann nicht ins Minus geraten
Abschluss-Check
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Frage 1 von 3LeichtWelche Aussage beschreibt die Hauptfunktion eines Girokontos?
Lösung: Es bündelt laufende Geldeingänge und Zahlungen. — Ein Girokonto wickelt alltägliche Geldbewegungen wie Gehalt, Miete, Rechnungen, Einkäufe und Bargeldtransaktionen ab.
Frage 2 von 3MittelEine Rechnung über einen einmaligen festen Betrag soll bezahlt werden. Welche Möglichkeit passt?
Lösung: Überweisung — Bei einer Überweisung beauftragst du die Übertragung eines bestimmten Betrags auf ein anderes Konto.
Frage 3 von 3SchwerEin Kontomodell hat keine Monatsgebühr, verlangt aber Entgelte für häufig benötigte Buchungen und Bargeldabhebungen. Wie beurteilst du es sinnvoll?
Lösung: Ich berechne die voraussichtlichen Gesamtkosten anhand meiner Nutzung und vergleiche die enthaltenen Leistungen. — Eine passende Kontowahl verbindet den Preis mit deinem tatsächlichen Bedarf: Buchungen, Karten, Bargeldzugang, Beratung und digitale Funktionen.

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