Wirtschaft

Ressourcen in der Wirtschaft einfach erklärt

Ressourcen in der Wirtschaft einfach erklärt
Ressourcen in der Wirtschaft einfach erklärt
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Ressourcen sind Mittel, mit denen Menschen oder Unternehmen ein Ziel erreichen. Dazu gehören nicht nur Rohstoffe, sondern zum Beispiel auch Arbeit, Wissen, Geld, Werkzeuge und Technik. Du lernst hier, Ressourcen zu unterscheiden, ihr Zusammenspiel zu erklären und ihre Nutzung zu beurteilen.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst — und komm am Ende hierher zurück!

Was ist eine Ressource?

Du möchtest ein Fahrrad bauen. Dafür brauchst du unter anderem Metall, Arbeitskräfte, Geld, Werkzeuge, Energie und Wissen. Jedes dieser Mittel trägt dazu bei, das Ziel zu erreichen.

Definition

Ressource

Eine Ressource ist ein materielles oder immaterielles Mittel, das für einen bestimmten Zweck eingesetzt werden kann. Materielle Ressourcen sind gegenständlich, etwa Holz oder Maschinen. Immaterielle Ressourcen sind nicht gegenständlich, etwa Wissen oder eine Idee.

Ob etwas als Ressource gilt, hängt deshalb auch vom Ziel ab. Ein Computer ist für eine Programmiererin eine Arbeitsressource. Ohne passende Software, Wissen und elektrische Energie reicht der Computer allein jedoch nicht aus.

Im wirtschaftlichen Zusammenhang dienen Ressourcen vor allem dazu, Produkte herzustellen oder Dienstleistungen anzubieten. Auch im Alltag nutzt du Ressourcen: Beim Reparieren eines Fahrrads brauchst du beispielsweise Zeit, Werkzeug, Ersatzteile und handwerkliche Fähigkeiten.

Merke

Eine Ressource ist mehr als ein Rohstoff: Auch Menschen, Wissen, Geld und Technik können zum Erreichen eines Ziels nötig sein.

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Frage 1 von 2LeichtWas ist im wirtschaftlichen Sinn eine Ressource?
Lösung: Ein Mittel, das zum Erreichen eines Ziels eingesetzt werden kann — Entscheidend ist die Funktion: Die Ressource hilft dabei, ein Ziel zu erreichen.
Frage 2 von 2MittelEin Schüler repariert sein Fahrrad. Welche Zusammenstellung enthält nur mögliche Ressourcen für diese Aufgabe?
Lösung: Zeit, Werkzeug, Ersatzteile und Wissen — Für eine Tätigkeit wirken meist mehrere materielle und immaterielle Mittel zusammen.
Welche Ressourcentypen wirken zusammen?

Wirtschaftliche Produktion beruht selten auf nur einer Ressource. Eine Möbelfabrik benötigt beispielsweise Holz, Beschäftigte, Maschinen, Energie, Geld und Konstruktionsdaten.

Wichtige Ressourcentypen sind:

  • Natürliche Ressourcen: Bestandteile und Leistungen der Natur, zum Beispiel Wasser, Luft, Boden, Holz, Erdöl, Metallerze, Sonnenenergie und Wind.
  • Menschliche Ressourcen: Arbeitskraft, Wissen, Fähigkeiten und Erfindungsgeist von Menschen.
  • Sachliche und technische Ressourcen: Gebäude, Grundstücke, Werkzeuge, Maschinen, Fahrzeuge, Computer, Software und Roboter.
  • Finanzielle Ressourcen: Geld und verfügbare Finanzierungsmöglichkeiten, mit denen beispielsweise Material, Maschinen und Löhne bezahlt werden.
  • Geistige und digitale Ressourcen: Ideen, Patente, Lizenzen, Daten und Konstruktionsinformationen.

Diese Einteilung ist eine Orientierung. Manche Mittel lassen sich je nach Fragestellung unterschiedlich zuordnen. Software kann etwa als technische oder als digitale Ressource betrachtet werden.

Beispiel

Wie entsteht ein Holztisch?

  1. Holz und Energie stellen natürliche Grundlagen bereit.
  2. Beschäftigte planen, bearbeiten und prüfen den Tisch. Sie bringen Arbeitskraft und Wissen ein.
  3. Sägen, Gebäude und Computer dienen als sachliche oder technische Ressourcen.
  4. Konstruktionsdaten geben Maße und Form vor.
  5. Geld ermöglicht den Kauf des Holzes, den Betrieb der Maschinen und die Bezahlung der Beschäftigten.

Fehlt eine entscheidende Ressource, kann sich die Produktion verzögern oder ganz ausfallen. Ein Holzvorrat baut sich schließlich nicht selbst zu einem Tisch zusammen.

Technik kann das Verhältnis der Ressourcen verändern. Eine computergesteuerte Maschine kann Material genauer zuschneiden und bestimmte Tätigkeiten übernehmen. Für ihren Bau und Betrieb werden aber wiederum Material, Energie, Geld und Fachwissen benötigt.

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Frage 1 von 2LeichtWelche Ressource gehört hauptsächlich zu den menschlichen Ressourcen?
Lösung: Die Fähigkeit einer Tischlerin, Holz genau zu bearbeiten — Menschliche Ressourcen umfassen Arbeitskraft, Wissen, Fähigkeiten und Ideen von Menschen.
Frage 2 von 2MittelEine Fabrik kauft einen Roboter. Welche Aussage beschreibt das Zusammenspiel der Ressourcen am besten?
Lösung: Der Roboter kann Tätigkeiten verändern, benötigt aber selbst Geld, Material, Energie und Fachwissen. — Technik kann Ressourcen einsparen oder ersetzen, ist aber selbst in ein Netz weiterer Ressourcen eingebunden.
Wann werden Ressourcen knapp?

Eine Ressource ist knapp, wenn sie im Verhältnis zum Bedarf nicht in ausreichender Menge, am benötigten Ort oder zur benötigten Zeit verfügbar ist. Eine lange Trockenheit kann beispielsweise zu regionalem Wassermangel führen.

Knappheit bedeutet nicht immer, dass eine Ressource weltweit vollständig verschwunden ist. Ein Rohstoff kann vorhanden, aber schwer erreichbar sein. Auch fehlende Technik, fehlendes Geld oder eine ungerechte Verteilung können den Zugang begrenzen.

Erneuerbar heißt nicht unbegrenzt

Erneuerbare Ressourcen können sich innerhalb eines für Menschen wichtigen Zeitraums regenerieren oder beruhen auf fortlaufenden natürlichen Strömen. Dazu zählen zum Beispiel nachwachsendes Holz sowie Sonnen- und Windenergie.

Die mögliche Erneuerung garantiert jedoch keine dauerhafte Verfügbarkeit. Wird mehr Holz entnommen, als nachwächst, kann ein Wald geschädigt werden. Bodenerosion kann außerdem seine Regeneration erschweren. Auch Windräder und Solaranlagen benötigen Material, Energie und Fläche.

Nicht erneuerbare Ressourcen entstehen nicht in der Geschwindigkeit neu, in der Menschen sie entnehmen. Dazu gehören Erdöl, Kohle, Erdgas und viele mineralische Rohstoffe. Jede heute abgebaute Einheit verringert den verbleibenden Bestand.

Merke

Prüfe bei einer Ressource zwei Fragen: Kann sie sich rechtzeitig erneuern? Und: Wird sie so genutzt, dass diese Erneuerung tatsächlich möglich bleibt?

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Frage 1 von 2LeichtWarum kann auch eine erneuerbare Ressource knapp werden?
Lösung: Weil die Nutzung schneller erfolgen kann als ihre tatsächliche Regeneration — Erneuerbarkeit beschreibt eine Möglichkeit zur Regeneration, nicht eine Garantie für unbegrenzte Nutzung.
Frage 2 von 2MittelEin Wald wächst jährlich nach, wird aber dauerhaft schneller abgeholzt. Welche Beurteilung passt?
Lösung: Der Wald ist grundsätzlich erneuerbar, wird unter diesen Bedingungen aber übernutzt. — Entscheidend ist die Bewirtschaftung: Die Entnahme darf die Regeneration nicht dauerhaft übersteigen.
Wie lassen sich Ressourcen besser einsetzen?

Unternehmen müssen entscheiden, welche Ressourcen sie benötigen und wie sie diese aufeinander abstimmen. Diese Planung und Steuerung heißt Ressourcenmanagement.

Definition

Ressourceneffizienz

Ressourceneffizienz bedeutet, dass dasselbe Produkt oder dieselbe Dienstleistung mit weniger Naturverbrauch entsteht. Wird dagegen mit derselben Ressourcenmenge eine höhere Wirtschaftsleistung erzielt, steigt die Ressourcenproduktivität.

Eine Möbelfabrik kann beispielsweise Schnittpläne verbessern, sodass aus derselben Holzmenge mehr nutzbare Bauteile entstehen. Das steigert die Ressourcenproduktivität und kann Materialabfälle sowie Kosten verringern. Stellt die Fabrik dieselbe Anzahl Tische mit weniger Holz her, erhöht sie ihre Ressourceneffizienz. Ob eine Maßnahme insgesamt Ressourcen schont, muss trotzdem vollständig geprüft werden: Eine neue Maschine benötigt ihrerseits Material, Energie und Geld.

Auch längere Nutzung kann Ressourcen sparen. Wird ein Fahrrad repariert, muss nicht sofort ein vollständiges neues Fahrrad hergestellt werden. Wiederverwenden und Teilen können ebenfalls den Bedarf an neuen Produkten senken. Dabei können Nachteile entstehen: Eine Reparatur kostet möglicherweise Zeit oder Geld, und ein geteiltes Gerät steht nicht immer sofort zur Verfügung.

Verantwortung geht über Kosten hinaus

Wer Ressourcen nur als Mittel betrachtet, übersieht leicht ihre weiteren Bedeutungen. Wasser, Luft und Nahrung sind Lebensgrundlagen. Beschäftigte sind Menschen mit Gesundheit und Rechten. Naturräume können neben ihrem wirtschaftlichen Nutzen einen eigenen Wert besitzen.

Eine verantwortliche Entscheidung betrachtet deshalb mehrere Fragen:

  • Wird weniger Material und Energie benötigt?
  • Kann sich eine natürliche Ressource regenerieren?
  • Welche Umweltbelastungen entstehen bei Gewinnung, Nutzung und Entsorgung?
  • Unter welchen Bedingungen arbeiten die beteiligten Menschen?
  • Wer erhält Zugang zur Ressource und wer trägt mögliche Nachteile?
Beispiel

Neu kaufen oder reparieren?

Bei einem defekten Fahrradlicht vergleichst du nicht nur die Kaufpreise. Eine Reparatur kann vorhandene Bauteile länger nutzbar machen und dadurch neue Rohstoffe sowie Herstellungsarbeit einsparen. Du prüfst aber auch, ob das Licht anschließend zuverlässig funktioniert und welcher Aufwand für Ersatzteil und Reparatur nötig ist.

Ein begründetes Urteil könnte lauten: „Ich repariere das Licht, weil nur ein austauschbares Teil defekt ist. Das spart gegenüber einem vollständigen Neukauf Material. Ein Nachteil ist der zusätzliche Zeitaufwand.“

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Frage 1 von 2MittelEine Firma stellt gleich viele Tische her und senkt dabei den Holzverbrauch. Was zeigt dieses Beispiel unmittelbar?
Lösung: Eine höhere Ressourceneffizienz — Gleiche Leistung mit geringerem Ressourceneinsatz ist ein Kennzeichen höherer Ressourceneffizienz.
Frage 2 von 2SchwerWelche Begründung beurteilt eine Konsumentscheidung am vollständigsten?
Lösung: „Die Reparatur spart neue Bauteile; ich prüfe zusätzlich Kosten, Funktionsfähigkeit und Zeitaufwand.“ — Eine tragfähige Entscheidung nennt den Ressourcenvorteil und berücksichtigt zugleich mögliche Nachteile oder Grenzen.
Warum kann Ressource zweierlei bedeuten?

In Wirtschaft und Alltag wird Ressource meist weit verstanden: Gemeint ist jedes zweckdienliche materielle oder immaterielle Mittel.

In einem engeren rohstoffbezogenen Modell hat das Wort eine besondere Bedeutung. Dort werden Rohstoffvorkommen nach Nachweis, technischer Gewinnbarkeit und Wirtschaftlichkeit unterschieden.

Definition

Rohstoff und Reserve

Ein Rohstoff ist ein natürlich vorkommendes, unbearbeitetes Ausgangsmaterial, das weiterverarbeitet werden kann.

Eine Reserve ist in dem hier beschriebenen rohstoffbezogenen Modell ein nachgewiesenes Vorkommen, das in ausreichender Menge vorhanden sowie technisch und wirtschaftlich gewinnbar ist.

Als Ressourcen gelten in diesem engeren Modell Rohstoffvorkommen, die prinzipiell vorhanden oder geologisch erwartet sind, aber noch nicht nachgewiesen oder derzeit nicht technisch beziehungsweise wirtschaftlich gewinnbar sein können. Ändern sich Technik oder Wirtschaftlichkeit, kann ein Teil davon als Reserve eingestuft werden.

Merke

Achte auf den Zusammenhang: Im allgemeinen wirtschaftlichen Sprachgebrauch ist eine Reserve selbst eine verfügbare Ressource. Im engeren Rohstoffmodell sind „Ressource“ und „Reserve“ dagegen verschiedene Kategorien.

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Frage 1 von 2LeichtWelche Bedingung gehört im engeren Rohstoffmodell zu einer Reserve?
Lösung: Das Vorkommen ist nachgewiesen sowie technisch und wirtschaftlich gewinnbar. — Für die Einordnung als Reserve müssen Nachweis, ausreichende Menge, technische Gewinnbarkeit und Wirtschaftlichkeit zusammenkommen.
Frage 2 von 2SchwerNeue Technik macht ein bekanntes Vorkommen wirtschaftlich abbaubar. Was kann sich dadurch ändern?
Lösung: Ein Teil der Rohstoffressourcen kann als Reserve eingestuft werden. — Die Einordnung im Rohstoffmodell kann sich mit Technik und Wirtschaftlichkeit verändern.
Karteikasten
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Überlege zuerst selbst und drehe die Karte anschließend zum Prüfen um.

Alles auf einen Blick
Mindmap
  • Ressourcen
    • ermöglichen Ziele und Produktion
      • wirken meist gemeinsam
    • können materiell oder immateriell sein
      • Natur, Menschen, Technik, Geld und Wissen
    • können knapp werden
      • durch Begrenztheit, Übernutzung oder fehlenden Zugang
    • müssen beurteilt werden
      • Regeneration, Effizienz, Umwelt und Arbeitsbedingungen
    • haben je nach Fachgebiet verschiedene Bedeutungen
      • allgemeiner Begriff oder Rohstoffmodell
Abschluss-Check
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Frage 1 von 5LeichtWelche Aussage fasst den allgemeinen Ressourcenbegriff richtig zusammen?
Lösung: Ressourcen sind zweckdienliche materielle oder immaterielle Mittel. — Der allgemeine Begriff richtet den Blick auf die Funktion eines Mittels, nicht nur auf Besitz oder Rohstoffe.
Frage 2 von 5MittelEine Bäckerei besitzt Mehl und Öfen, aber niemand kann die Öfen bedienen. Welche Einsicht folgt daraus?
Lösung: Produktion benötigt das abgestimmte Zusammenspiel verschiedener Ressourcentypen. — Einzelne Ressourcen reichen häufig nicht aus. Menschliche, natürliche, technische und finanzielle Mittel ergänzen sich.
Frage 3 von 5MittelWelche Aussage über Sonnenenergie ist am genauesten?
Lösung: Der Energiestrom erneuert sich, seine Nutzung benötigt jedoch Anlagen, Material und Fläche. — Auch strömende erneuerbare Energie lässt sich nur mithilfe weiterer Ressourcen nutzbar machen.
Frage 4 von 5SchwerEine Schule möchte seltener neue Tablets kaufen. Welche Maßnahme ist am besten begründet?
Lösung: Sie lässt Geräte möglichst lange sicher nutzen, repariert geeignete Defekte und prüft Kosten sowie Funktionsfähigkeit. — Ressourcenschonung verlangt eine Abwägung: längere Nutzung und Reparatur können Material sparen, müssen aber praktikabel und sicher sein.
Frage 5 von 5SchwerEin Vorkommen wird vermutet, ist aber noch nicht nachgewiesen. Welche Aussage ist korrekt?
Lösung: Im engeren Rohstoffmodell kann es zu den Ressourcen, aber noch nicht zu den Reserven zählen. — Löse die Aufgabe mit dem passenden Begriffssystem: Das Rohstoffmodell trennt Ressourcen und Reserven anhand klarer Bedingungen.

Du hast das Thema verstanden, wenn du bei einem neuen Produkt nicht nur seine Rohstoffe nennst, sondern das Zusammenspiel von Natur, Menschen, Geld, Technik und Wissen erklärst sowie Knappheit und Folgen der Nutzung begründet beurteilst.

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